Die Greifswalder Kirche und ihre Stasi-Verbindungen

Zu DDR-Zeit hat die evangelische Nordkirche im Kreis Pommern eng mit dem Staat kooperiert: Allein fünf Kirchenleitende waren Inoffizielle Mitarbeiter der Stasi. Nach der Wende blieben sie im Amt. Bis heute tut die Kirche sich mit der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit schwer.

[http://www.deutschlandradiokultur.de/schatten-der-vergangenheit-die-greifswalder-kirche-und-ihre.1278.de.html?dram:article_id=377582

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  1. #1 von PMA am 31. Januar 2017 - 12:00

    Bis heute tut die Kirche sich mit der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit schwer ?
    Echt ?

    So schwer, dass die Kirchen sich als unterdrückter Befreier vermarkten, welche sich völlig selbstlos dem pösen pösen DDR-Regime entgegenstellten.
    Voll und ganz auf der Seite des Widerstands und der Freiheit.
    Freiheit ist ja nicht umsonst das Lieblingswort von unserem heldenhaften Bundespfaffen Gauck.

  2. #2 von PMA am 31. Januar 2017 - 12:13

    Ich kenne übrigens einige Christen, die dies auch schon zu DDR-Zeiten waren und durchaus ihre Religiösität leben konnten.
    Natürlich mag es MEnschen gegeben haben, denen es da anders ging, allerdings ist mir noch keiner begegnet und auch niemand der jemanden kennt, der jemanden kennt und ich hab darüber schon mit vielen geredet.

  3. #3 von Noch ein Fragender am 31. Januar 2017 - 18:46

    @ PMA

    In der DDR gab es keine vor unabhängigen Gerichten einklagbare Religionsfreiheit, allenfalls eine Duldung nach Oppurtunitätsgesichtspunkten durch die SED.

  4. #4 von Unechter Pole am 31. Januar 2017 - 20:17

    @NeF

    … vor unabhängigen Gerichten einklagbare Religionsfreiheit…

    Echt?

    http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20031002_1bvr152203

  5. #5 von Noch ein Fragender am 2. Februar 2017 - 10:54

    @ #4 von Unechter Pole

    „Unabhängige Gerichte“ im Sinne der Gewaltenteilung. Gerichte sind gegenüber der Exekutive und Legislative nicht weisungsgebunden.

    Anders als z. B. in der DDR, wie ich kürzlich in einer arte-Dokumentation zu Mielke erfuhr, wo die DDR-Justiz vom MfS angewiesen wurde, wie sie mit den Klagen gegen die Manipulation der letzten Kommunalwahl zu verfahren hatte (kommentarlose Entgegenahme, Beantwortung erst zum letztmöglichen Zeitpunkt, Ablehnung).

    „Religionsfreiheit und Säkularismus“ – das Fass mach ich jetzt mal nicht auf. 🙂