Schavan: Christen sind starke politische Kraft

„Wenn sich alle Christen in Europa einig wären, Flüchtlinge aufzunehmen, wären sie die stärkste politische Kraft und die Zyniker hätten keine Chance“, sagte Schavan.

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[http://www.evangelisch.de/inhalte/141988/28-01-2017/schavan-christen-sind-starke-politische-kraft

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  1. #1 von Gerry am 29. Januar 2017 - 16:25

    Tja, aber „leider“ sind sich die Christen untereinander ja nicht einig, mitunter sogar spinnefeind!

  2. #2 von dirk am 29. Januar 2017 - 16:33

    Zitat Artikel

    „„Wenn sich alle Christen in Europa einig wären, Flüchtlinge aufzunehmen, wären sie die stärkste politische Kraft und die Zyniker hätten keine Chance“, sagte Schavan.“

    Wieso Europa?
    Welche großen Flüchtlingsströme aus Afrika oder Asien gibt es den die zum europäischen Teil Russland migrieren möchten? Und die Länder Ex Jugoslawien, Albanien Rumänien und Mazedonen liegen auch in Europa von dort versuchen aber viele Leute Richtung Österreich oder Deutschland zu migrieren. Spanien gehört zur EU und ein Teil Spaniens liegt in Afrika trotzdem wollen dort recht wenig Leute Asyl, offenbar weil die wirtschaftlichen Bedingen dann nicht so gut sind.

    Migrieren wollten schon vor dem Bürgerkrieg in Syrien Boko Haram oder Kurdisch/Türkischen Krieg 700 Millionen Menschen.

    http://www.gallup.com/poll/124028/700-million-worldwide-desire-migrate-permanently.aspx

    210 Millionen in die EU
    „Roughly 210 million adults around the world would like to move to a country in the European Union, which is similar to the estimated number who would like to move to Northern America.“

    Und die Politik von Frau Merkel hat wohl dazu geführt das viele Million Menschen mehr den Wunsch haben in die TOP EU Länder (im Sinne der Versorgung der Migranten) zu gelangen.

  3. #3 von Deus Ex Machina am 29. Januar 2017 - 17:15

    Als ob Schavan Flüchtlinge bei sich einquartieren würde. DAS sollen dann wohl andere machen und auch noch bezahlen!?

  4. #4 von Hinterfragerin am 29. Januar 2017 - 21:03

    Ironischerweise sind es aktuell oft gerade jene, die auch mal gerne das Banner „christlich“ vor sich her tragen, die die Flüchtlinge gerne draußen halten möchten. Siehe Polen, siehe Ungarn.. siehe USA.

    Die Christen könnten sich genauso auch einig sein, „das christliche Abendland“ abschotten zu wollen..

    Sind sie aber nicht, ebenso wenig, wie sich die Säkularen einig sind. Weil die Meinungen in dieser Debatte sich eben nicht so einfach den Weltanschauungen zurechnen lassen, wie das manche gerne hätten, die immer noch glauben, nur ihre Gruppe hätte die Moral gepachtet. Und die „Zyniker“ seien immer die anderen…

  5. #5 von Torchy am 29. Januar 2017 - 21:26

    Schavan möchte hier wohl zweierlei sagen:

    Erstens, dass die Katholiken geschlossener auftreten müssen, um bessere Lobbyarbeit leisten zu können. Das gilt für jede Gruppierung und ist somit eine Binsenweisheit.

    Dadurch, dass sie speziell Katholiken und eben nicht alle Menschen auffordert, bei der Aufnahme von Flüchtlingen mitzuwirken, sagt Frau Schavan aber auch, dass es ihr vor allem um eine verlogene Imagekampagne geht, die vor allem darauf abzielt, die Flüchtlingshilfe als ein katholisches Alleinstellungmerkmal zu präsentieren. Und das ist falsch und opportunistisch.

    Die Dinge, die der Herr Schorlemmer laut Artikel von sich gibt, sind übrigens noch viel schlimmer. Die alte Lüge der atheistischen DDR, deren Mauer das Christentum zu Fall gebracht habe. Wie man die Geschichte des Kalten Krieges derart ungestraft verfälschen kann ist schon erschreckend.

  6. #6 von Unechter Pole am 29. Januar 2017 - 23:54

    @Hinterfragerin
    In Polen wird sogar Merkel immer wieder von politischen Kommentatoren als „Leftie“ beschimpft.

  7. #7 von Willie am 30. Januar 2017 - 01:20

    „Wenn sich alle Christen in Europa einig wären, Flüchtlinge aufzunehmen, wären sie die stärkste politische Kraft und die Zyniker hätten keine Chance“, sagte Schavan.

    Wer meint, das Christen sich jemals einig werden könnten, ist das nur ein blind Gläubiger oder Zyniker?

  8. #8 von user unknown am 30. Januar 2017 - 02:20

    @Unechter Pole
    Dafür musst Du aber nicht bis nach Polen schauen.

  9. #9 von paul0f am 30. Januar 2017 - 08:30

    Schavan .. Schavan .. ach ja, das ist ja die sog. „Bildungsministerin“, die bei ihrer Doktorarbeit wohl etwas zu viel gemogelt hat.

    Erbärmlich, aber so kennt man das eben von Christen .. lügen, täuschen, vertuschen usw.

  10. #10 von schiffmo am 30. Januar 2017 - 09:41

    @dirk: Ich finde es sehr interessant, dass in Afrika nur doppelt soviele permanent das Land verlassen möchten wie in Europa. Mich hat überrascht, dass die Zahlen so vergleichbar sind.
    Und übrigens: Ich würde mir ernsthaft Sorgen machen, wenn informierte Menschen nicht mehr in mein Land übersiedeln wollten, und erwarten, dass dann die Zahl derjenigen, die wegwollen, im eigenen Land noch deutlich größer wird, als sie jetzt bereits ist.

  11. #11 von Drawing-Warrior am 30. Januar 2017 - 10:27

    Nach Schavans Logik können Christen keine Zyniker sein und Atheisten lehnen Migrangen aus Zynismus ab.
    Wenn sich Christen einig wären, dann hätte Frau Schavan niemals studiert und müsste sich mit den 3 K’s zufrieden geben.
    Frau Schavan ist eine Zynikerin und keine Atheistin, was ihre Eingangsthese widerlegt.

  12. #12 von PMA am 30. Januar 2017 - 13:17

    In Russland zeigt sich z.B. auch gerade besonders gut, wie „schlagkräftig“ und stark die Christen sind, wenn diese in der Politik etwas zu sagen haben…

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/russland-haeusliche-gewalt-entkriminalisierung-parlament

  13. #13 von dirk am 30. Januar 2017 - 15:22

    @ #10 von schiffmo

    Zitat meines Links

    „Gallup finds residents of sub-Saharan African countries are most likely to express a desire to move abroad permanently. Thirty-eight percent of the adult population in the region — or an estimated 165 million — say they would like to do this if the opportunity arises.“

    Sub Sahara da sind also die Länder im Norden von Afrika noch gar nicht dabei Marokko Algerien Tunesien Libyen Ägypten Länder in denen zum Teil Bürgerkriege herrschen und in denen zum Teil verheerende witschaftliche Aussichten bestehen (ich weiß nicht wie Ägypten mit der Bevölkerungsexplosion den Menschen eine gute Zukunft bieten könnte). Die Bevölkerung in Afrika ist übrigens von 2009 bis heute von ca 1 mrd auf 1,2 mrd angewachsen.

    Zitat aus dem Link

    “ However, about half of the estimated 80 million adults who live in the EU and would like to move permanently to another country would like to move to another country within the EU“

    Zitat schiffmo

    „Ich finde es sehr interessant, dass in Afrika nur doppelt soviele permanent das Land verlassen möchten wie in Europa. “

    Also allein aus den sub Sahara Ländern wollten 2009 165 Millionen weg, 40 Millionen EU Bürger wollten die EU verlassen.

    Zitat schiffmo

    “ Ich würde mir ernsthaft Sorgen machen, wenn informierte Menschen nicht mehr in mein Land übersiedeln wollten, und erwarten, dass dann die Zahl derjenigen, die wegwollen, im eigenen Land noch deutlich größer wird, als sie jetzt bereits ist.“

    Ja das Problem sehe ich auch, durch die Merkelsche Politik (Erdogan lässt übrigen gar keinen syrischen Migranten welche Akademiker sind in die EU) sind ja hauptsächlich Leute mit geringer Bildung gekommen. Und welche Leute verlassen Deutschland? Unter anderem:

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article137642128/Adieu-Deutschland-Zahl-der-Fortzuege-auf-Rekordniveau.html

    „Wissenschaftler und Ärzte gelten als besonders mobil. Laut Bundesärztekammer verließen im vergangenen Jahr gut 3000 Mediziner das Land. Vor allem die Schweiz und Österreich, aber auch die USA locken den medizinischen Nachwuchs, während hierzulande vor einem wachsenden Ärztemangel gewarnt wird. Allerdings profitiert Deutschland wiederum vom Zuzug von Ärzten, die vor allem aus Osteuropa kommen. Für deutsche Forscher sind wegen der guten Arbeitsbedingungen die USA ein Magnet.“

  14. #14 von F. M. am 30. Januar 2017 - 15:49

    Die „Christen“, das heisst diejenigen, die ihr Christentum wie eine Fahne vor sich her trugen und jedweden Nächstbesten damit belästigten, dass die Entfernung der Kreuze aus öffentlichen Räumen den Untergang dieses Landes bedeuteten, die waren die ERSTEN, die nach einer Begrenzung der Flüchtlingszahlen, die bei uns Schutz finden wollten, lauthals schrien. Bosbach. Matussek. Und Kumpane. Von der allerchristlichsten CSU ganz zu schweigen.

  15. #15 von F. M. am 30. Januar 2017 - 15:52

    PS: Christian Nürnberger hat diese „Christen“ bzw. Katholiken in seinem unvergleichlichen Essay O Jesus! als Hurra-Katholiken bezeichnet. Ich fürchte, er hat Recht.

    Quelle: http://christian-nuernberger.de/o-jesus/

  16. #16 von schiffmo am 30. Januar 2017 - 20:39

    Dirk: Es gibt keinerlei Anzeichen, dass informierte Menschen bereits jetzt Deutschland meiden. Und Deine Verknüpfung der Massenzahlen mit den Zahlen der Mediziner (auch solche wandern nennenswert aus dem Ausland zu; ausländische Namen mit entsprechenden Akzenten, und ich meine Ärzte, und nicht Putzfrauen, sind keine Seltenheit) lässt jede statistische Sorgfalt auf Deiner Seite vermissen. Solltest Du Kenntnisse bei den akademischen Gepflogenheiten v.a. im Hinblick auf Auslandsaufenthalte haben, verstehst Du es gut, diese zu verbergen. Schon Dein Welt-Arikel hätte Dir hierbei weiter hinten, zum Beispiel unter der Abschnittsüberschrift „Wissenschaftler und Ärzte sind besonders mobil“ weitergeholfen, dort findet sich auch der Umstand, dass sowohl Studenten, die Auslandssemester machen, mitzählen, als auch die Migration üblich ist und die meisten von Anfang an zurückkommen wollen.
    Dass mir Merkel mal lieber ist als eine andere politische Richtung, hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Im Gegensatz zu manchem Zündler denkt die Frau wenigstens bei manchen ihrer Aktionen und wenigstens nach einer gewissen Zeit mal darüber nach was sie so getan hat, und korrigiert ihren Kurs. Zumindest letzteres ist in ihrer Branche eine Seltenheit; und dass das bei ihr überhaupt vorkommt, rechne ich ihr hoch an.
    Das liegt aber hauptsächlich daran, dass ihr Dinge angelastet werden, die sie nicht verursacht hat oder nicht in der Hand hat. Und komm mir nicht mit dem Erdogan, der Kerl ist Diktator und tut sowieso, was er will.
    Warum ich einen von Dir angeführten Diktator verteidigen soll, ist mir schleierhaft. Zudem ist mir zwar der von Dir beschriebene Umstand untergekommen, aber keine Untersuchung, die den Sachverhalt durchleuchtet hätte. Also von welchem Zeitpunkt an und ggf. bis wann hat Erdogan die Akademiker aus den Flüchtlingen ausgefiltert, und wie genau hat sich das in Statistiken, die außerhalb der Türkei gemacht wurden und belastbare Zahlen liefern, niedergeschlagen? Und lies Dir das Material bitte wenigstens durch, bevor Du es hier postest.
    Welche Arbeit es ist, die Flüchtlinge hier zu betreuen, welche Probleme dabei auftreten und welche Konflikte dabei gelöst werden müssen, kann ich in meinem Umfeld täglich mitbekommen, wenn ich will. In Deinen Ausführungen habe ich allerdings noch kein einziges der realen Sachen gelesen. Woran das wohl liegt?