Die „totale Religion“

Jan Assmann führt seine Überlegungen zu Religion und Gewalt fort, indem er sich mit der Logik des Monotheismus beschäftigt.

(…)

Jetzt greift er diese Logik eines Monotheismus der Treue mit seinem jüngsten Band wieder auf, fragt nun jedoch, wie es dabei zu „puritanischen Verschärfungen“ mit der Tendenz auf eine „totale Religion“ kommt. Dass es diese in den monotheistischen Religionen gibt, ist in der Geschichte immer wieder zu beobachten. Wichtig ist Assmann hier die Feststellung, dass „totale Religion“ keine bestimmte bezeichnet, sondern „einen Aggregatzustand oder Intensitätsgrad“, den verschiedene Religionen annehmen können, indem sie sich absolut setzen.

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[http://www.fr-online.de/literatur/jan-assmann-die–totale-religion-,1472266,35112368.html

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  1. #1 von Noch ein Fragender am 30. Januar 2017 - 10:35

    Die Pointe von Assmanns Theorie liegt also darin, dass man in der Bibel (wie auch im Koran) selbst eine Debatte für und wider diese „totale Religion“ findet. Wer also die durch Religion beförderte Gewalt eindämmen will, ist auf die Religion selbst angewiesen: Innerhalb der Religionen finden sich die Wege, um religiöse Probleme zu lösen, nicht außerhalb, auch nicht in der bloßen Abschaffung der Religion. Sie lässt sich, auch das ist bei Assmann zu lernen, ohnehin nicht aus der Welt schaffen.

    Ob das die Pointe von Assmanns Theorie ist?

    Wie dem auch sei:
    Humanisten aller Konfessionen vereinigt euch und wehret den inhumanen Lesarten eurer jeweiligen Religionen oder Ideologien.