Kritik am Zölibat: „Wenn Kirche sich nicht ändert, verfehlt sie ihren Auftrag“

Elf katholische Priester aus dem Rheinland haben in einem offenen Brief gegen den Zölibat Stellung bezogen. Einer der Unterzeichner, Pfarrer Wolfgang Bretschneider, sagte im Deutschlandfunk, es entstünden große Probleme, wenn ein Single in Ehelosigkeit leben müsse.

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[http://www.deutschlandfunk.de/kritik-am-zoelibat-wenn-kirche-sich-nicht-aendert-verfehlt.694.de.html?dram:article_id=377425

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  1. #1 von Deus Ex Machina am 27. Januar 2017 - 10:13

    SIe haben die Jobanforderungen gekannt, lange bevor sie sich verpflichtet haben. Jetzt heulen sie. Schlechter Stil.
    Und wir reden hier nicht von einem Arzt, einer Putzfrau, Kindergärtnerin etc. deren Beruf eigentlich gar nichts mit der Kirche zu tun hat.
    Hier geht es um DEN Kernberuf in der Kirche.

    „Die Erwartung einer lebendigen, kreativen Kirche habe sich nicht erfüllt“

    –> Surprise, Surprise!

    „Wenn es um Frieden geht, Versöhnung, Gerechtigkeit, gegen Hass, gegen Populismus, „…

    –>… ist die Kirche der letzte Ansprechpartner, an den ich mich wenden würde.

    “ gegen falsch verstandene Globalisierung,“

    –> Wolltet ihr euren Glauben nicht global machen und in noch die letzte Ecke der Welt tragen, egal mit welchen Mitteln?

    “ wie können wir die Botschaft Jesu ins Heute aktuell verständlich übertragen.“

    –> Es ist nicht die Sprache, es ist der – vorgeschobene – Inhalt, der nicht mehr zieht. Und die dahinter immer klarer werdende Heuchelei in euren Reihen tut ihres noch dazu. Dass ich meine Sammelausgabe der sehr stark ans Altgriechische angelehnten Übersetzung der Ilias und Odyssee von 18xx kaum lesen kann, DAS ist eine Frage der Sprachgewohnheiten, aber nicht des Inhalts. Denn der rockt auch noch nach einer deutlich längeren Zeit als euer Jesus!

    „dass in unserer Gesellschaft dieser Gott, den die Christen verkünden wollen, wo sie auch den Auftrag zu haben, zerbröselt.“

    –> Religionen kommen, Religionen gehen auch wieder. Götter kommen, Götter verschwinden auch wieder. Der mann sollte nach Delphi fahren und dort das Orakel nach dem Schicksal aller Religionen fragen. Die Antwort (Schweigen, da untergegeangen) ist die wohl treffendste zu dem Thema.

    „dass immer noch der alte Mann mit dem weißen Bart dasteht, und das versperrt natürlich den Zugang zu dem wirklichen Gott

    –> Selbst schuld, was pinselt ihr den auch in eure Sixt. Kapelle – trotz Bildverbots?

    „was ich über Gott sagen kann, dass er Geheimnis ist, den ich nicht irgendwie handhaben kann und genau zu wissen,“

    –> Aber ihr wisst genau, was der davon hält, was ihr tragt, esst, denkt, mit wem ihr fickt etc.?

    „Nur es ging nicht anders, wir wollten Priester wären. Das war das Primäre.“

    –> Das ist eure Entscheidung gewesen, Pech! Meine Güte, ist ja nicht so, als ob eure Eltern euch als Baby was hätten abschneiden lassen. Ihr könnt noch umlernen – und heiraten. Oder haben Priester sonst nichts Anständiges gelernt? Perfide, perfide!

  2. #2 von deradmiral am 27. Januar 2017 - 12:16

    Botschaft Jesu? Die ist doch nur peinlich…

  3. #3 von ptie am 27. Januar 2017 - 13:03

    @DEM:

    Ihr könnt noch umlernen – und heiraten.

    Bei den Autoren handelt es sich um ältere Herren, der Prof. Bretschneider ist Jahrgang 41. Ob der noch umlernen möchte bezweifel ich, – muss er ja auch nicht.
    Gibt es eigentlich eine Klausel, dass Pensionsansprüche verloren gehen, wenn man im Ruhestand heiratet?

    Was ich auch bemerkenswert finde ist, wie schnell den Theologen die Probleme vom Zölibat aufgefallen sind – schon mit 75 Jahren – beachtlich 🙂
    Haben die das wirklich vorher nicht so empfunden oder fehlte ihnen einfach der Arsch in der Hose?
    Was sagt das über die Lebenskompetenz aus, wenn man so grundlegende Fragen so dürftig beantwortet?

  4. #4 von Noch ein Fragender am 28. Januar 2017 - 11:26

    Ein Blick zur evangelischen Kirche, die kein Zölibat habe, zeige, „dass das nicht das Wundermittel“ sei.

    Es geht nicht um Wundermittel für die Kirche, sondern um das Menschenrecht auf Heirat, das auch vom (klerikalen) Arbeitgeber nicht eingeschränkt werden darf.