„Bist du auch so ein Kirchenfuzzi?“

Mobbing kann für die Opfer großes Leid bedeuten. Auch auf den Glauben können die Erniedrigungen abzielen, gerade unter Jugendlichen. Junge Katholiken erzählen anynom von ihren schmerzhaften Erfahrungen.

[http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/bist-du-auch-so-ein-kirchenfuzzi

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  1. #1 von Rene am 24. Januar 2017 - 22:53

    Diese armen jungen Katholiken, aber auch. Irgendwie klingt dieser Artikel aber ein wenig wie ein Chrüstenverfolgung fake.

  2. #2 von oheinfussel am 24. Januar 2017 - 23:09

    Mobbing ist scheiße. Immer.
    Dennoch stellt sich mir hier die Frage, warum es so unverständlich erscheint, dass Menschen gerne sachliche Begründungen hätten und ein „ist so“ oder „so steht es in der Bibel“ da eher dürftig erscheint.

  3. #3 von Hypathia am 24. Januar 2017 - 23:15

    In dem Artikel ist von einem Jungen im Fußballverein die Rede, der wegen der Messe nicht zum Match kommen kann.
    Also ich habe selbst Fußball gespielt und wenn uns da eine Mitspielerin erklärt hätte, dass sie nicht zum Match kommen kann, weil sie in die Kirche geht, dann hätte sie zu den anderen Spielen auch nicht mehr kommen müssen. Wer sein Team so im Regen stehen lässt, der ist für Mannschaftssport einfach ungeeignet.

  4. #4 von Unechter Pole am 24. Januar 2017 - 23:21

    Als der damals einzige Atheist in meinem Jahrgang (ca. 120 Leute) in der Schule kann ich meine kindische Schadensfreude schwer verbergen, dass es nun auch (angeblich) Katholiken trifft.

    Nun wird das Leiden von den Katholiken so oft und gerne als „besondere Gabe Gottes“ oder so definiert – wurden hier die Gebete erhört?

  5. #5 von Willie am 25. Januar 2017 - 05:01

    Haben die das schon an opendoors gemeldet? Sowas muss dringend in die Christenverfolgungsdatenbank.

    Unnötig zu erwähnen, dass genau das die Katholen bis in die 1970ger, teilweise 80ger, mit den Evangelen gemacht haben.

  6. #6 von ptie am 25. Januar 2017 - 10:47

    wenn die Kirchenmitgliedschaft ein Mobbing-Grund sein sollte, so sollte man erwarten, dass sich die Kirchen dafür stark machen, dass die Religionszugehörigkeit auf Lohnsteuerkarten nicht mehr genannt werden muss.

  7. #7 von Hypathia am 25. Januar 2017 - 10:49

    @ Willie

    Man muss gar nicht in die Vergangenheit schauen.
    Das Mobbing der Katholen findet heute gegenüber schwulen und lesbischen Schülern und Jugendlichen statt.
    Aber das ist selbstverständlich kein Mobbing und auch nicht erwähnenswert, da es sich ja nur um eine liebevolle Zurechtweisung eines schlimmen Sünders handelt. Zyn off

  8. #8 von Hinterfragerin am 25. Januar 2017 - 11:52

    Leider ist es unter Jugendlichen oft so, dass es eigentlich egal ist, warum man auffällt oder aus dem Rahmen fällt. Wichtig ist nur, dass es so ist. Und man wird zum Opfer.

    Dick? Interessiert am Unterricht oder einfach gut in der Schule? Komische Brille? „Komisches“ Hobby, ob Orgelspielen oder Männerballett? Schwul?

    So traurig das ist, Jugendliche sind so. Auswüchse muss man verhindern. Aber ganz weg kriegt man das wohl nie, es geht um Identitätsfindung (leider eben auch durch Aus-Grenzung), um Gruppenzugehörigkeiten, um die „Hackordnung“.

    Im besten Falle gibt sich das ganze Richtung 17/18, wenn Individualismus langsam wichtiger wird und anerkannter.

    Ich war selbst auch „Außenseiterin“, und ja, damals war das für mich sehr belastend, was mich getragen hat, war, dass ich immer einige weniger, aber enge Freunde hatte. Ich glaube, es hat mich nicht nur negativ geprägt, nicht „dazu zu gehören“. Aber das ist sicher auch eine Frage der eigenen Persönlichkeitsstruktur.

    Dass es sich wohl kaum um „Christenverfolgung“ handelt, erkennt man schon hieran:

    „Manchmal versuche ich mich auch im Religionsunterricht ein wenig mit Meldungen zurückzuhalten, da man sonst nach der Stunde wieder als ‚hobbyloser Relistreber‘ deklariert wird“.

    Ich gehe mal davon aus, dass die Anderen auch Christen sind. Soweit außerdem zum Thema „Werteunterricht“…

    Und die Sache mit dem Sportverein ist übel, es wäre hier aber wohl egal, WARUM man fehlt, die Ausgrenzung richtet sich gegen das Fernbleiben, nicht den Grund dahinter.

    Was „abfällige Kommentare“ betrifft, das ist eben was anderes als „Mobbing“. Da muss man durch, man muss auch lernen, zu seinen Überzeugungen, Meinungen und Interessen zu stehen, dass gehört zum Erwachsenwerden.

    „In einem katholisch sozialisierten Umfeld kämen die Jugendlichen dann auch in keinen Rechtfertigungsmodus, weil sie dort auf Gleichgesinnte treffen. Gemeinsam können sie dann ihren Glauben leben, ohne sich abfälligen Bemerkungen aussetzen zu müssen.“

    Und dann sind leider eben die anderen die Opfer…

    Hier mit „Religionsfreiheit“ so argumentieren ist albern. Es gibt unter Jugendlichen keine Freiheit zum Anders-Sein. Man kann nur gegen Auswüchse vorgehen und die jungen Menschen darin stärken, ihr Anderssein, gleich welcher Art, hoch erhobenen Kopfes zu leben.