Wo war Gott in Auschwitz?

Das Gedenken an den Holocaust dreht sich meist um die Frage, wie der Mord an sechs Millionen Juden möglich war. Gott spielt dabei zunächst keine Rolle. Unser Autor Jens Rosbach hat sich damit beschäftigt und den Einfluss der Shoah auf den jüdischen Glauben beleuchtet.

(…)

 

Und das typische Gottesbild ist mystisch, widersprüchlich, unfassbar. So gesteht der orthodoxe Rabbiner Zsolt Balla, dass auch er keine Antwort habe auf die Frage, wo Gott war, als sechs Millionen Juden vernichtet wurden.

weiterlesen:

[http://www.deutschlandradiokultur.de/juedischer-glaube-und-die-shoa-wo-war-gott-in-auschwitz.1079.de.html?dram:article_id=376897

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  1. #1 von Skydaddy am 21. Januar 2017 - 11:23

    Robert Spaemann weiß doch, wo Gott in Auschwitz war. „Am Kreuz!“

    Ach, zu blöd: Das war ja der christliche Gott, nicht der jüdische.

  2. #2 von Rene am 21. Januar 2017 - 11:43

    Es ist schon abenteuerlich, welche verschwurbelten Gehirnwindungen gequält werden, um die eine, einfache Antwort auszublenden: Wir haben keinen Papa. Wir sind nur mit den Affen verwandt, aber nicht mal die sind stolz auf uns.

  3. #3 von user unknown am 21. Januar 2017 - 12:25

    Wo war Gott in Auschwitz?

    Wo er immer war: In der Phantasie der Gläubigen.

  4. #4 von Deus Ex Machina am 21. Januar 2017 - 13:41

    „Wo war Gott in Auschwitz?“

    –> In seinem Logenplatz direkt in der ersten Reihe und hat sich offenbar köstlich amüsiert, sonst hätte er diese Tragödie ja verhindert. Wer hätte ihn daran hindern sollen?

  5. #5 von Charlie am 21. Januar 2017 - 16:59

    Wozu hat Gott ein auserwähltes Volk? Und warum sind sie seit Jahrtausenden immer Opfer von Intoleranz und Hass?

    Wo war Gott? Auf diese Frage gibt es eine ganz einfache Antwort.

  6. #6 von stephancologne am 21. Januar 2017 - 21:18

    Mehr braucht es eigentlich nicht.

  7. #7 von Rene am 21. Januar 2017 - 21:21

    Oh, ich vergaß. Gott war auf den Gürtelschnallen. Gott mit uns, stand da zu lesen. Die Ebenbilder Gottes brauchten Gürtel, um nicht plötzlich mit nacktem Arsch vor ihren Opfern zu stehen. Wo wäre denn da der Respekt geblieben?

  8. #8 von oheinfussel am 21. Januar 2017 - 22:11

    „Wo war Gott in Auschwitz?“

    Geflüstert und geschrieen in den Gaskammern der Lager. Von nackten, zu Tode verängstigten Menschen, die um Hilfe und Rettung bettelten unmd flehten, während sie ihren Tod entgegensahen oder schon mit dem Tode rangen.

  9. #9 von Rene am 21. Januar 2017 - 22:24

    Fussel, ich würde Dir gerne mehere thumpsup geben.

  10. #10 von Rene am 21. Januar 2017 - 22:27

    mehrere, natürlich. Blödes Wort, aber auch.

  11. #11 von oheinfussel am 21. Januar 2017 - 22:29

    @Rene

    Danke
    Ich empfinde es als abstoßenden Hohn gegenüber den ungezählten, oft gar namenlosen Opfern – allen Ernstes zu fragen, wo Gott war.

  12. #12 von Hypathia am 22. Januar 2017 - 10:17

    @ fussel

    Ich finde nicht die Frage, wo Gott war, als abstoßenden Hohn, sondern die an den Haaren herbeigezogenen und zusammengesponnenen Antworten der Religioten.

  13. #13 von Deus Ex Machina am 22. Januar 2017 - 10:36

    @ Hypathia:

    Ja, geht mir auch so. Bei solchen Fragen kommen die Religionen schnell ins Straucheln. Und heraus kommt dann halt nur das ekelerregende menschenverachtende Gefasel von Geisteskranken, die an ihre ihre Grenzen gestoßen sind.
    Eine Kommilitonin hat mich mal vollgelabert mit den hoch-heiligen Grundsätzen ihres Wischiwaschi-Glaubens. U.a. sagte sie, dass ALLES Gottes Plan folge. Da konnte ich mir die Gegenfrage zu den Weltkriegen nicht verkneifen. Schulterzuckende Antwort dieser Dusselkuh (wortwörtliches Zitat):“ Es gab wohl zuviele Menschen auf der Erde“. Applaus, Applaus, toller Plan! Typisch Gläubige!

  14. #14 von dezer.de am 22. Januar 2017 - 10:43

    „Ich bin von eurer Sterblichkeit angeekelt
    Und versteh‘ kein Wort, wenn ihr alle durcheinander betet
    Hab‘ Originalaufnahmen vom Holocaust
    Denn ich hatte eine GoPro auf
    Moses und ich haben Lines von den Steintafeln gezogen
    Wo bleibt der Dritte Weltkrieg? Wollt ihr, dass ich einschlafe hier oben?“

    KIZ – Wir

  15. #15 von Noch ein Fragender am 22. Januar 2017 - 12:53

    So gesteht der orthodoxe Rabbiner Zsolt Balla, dass auch er keine Antwort habe auf die Frage, wo Gott war, als sechs Millionen Juden vernichtet wurden.

    Hat er denn wenigstens eine Antwort auf die Frage, warum er meint, diesen Gott noch anbeten zu sollen?