Imam aus Neufahrn will Schwule und Lesben „zu einem Experten zur Heilung schicken“

Um den Ruf des Islam zu verbessern, lud die als liberal geltende Al-Mahdi-Moschee zu einer Pressekonferenz – das ging gründlich in die Hose.

(…)

Die Charme-Offensive ging jedoch nur solange gut, bis seine Haltung gegenüber Lesben und Schwulen zur Sprache kam. „Homosexualität ist eine Krankheit“, zitierte „Focus Online“ den Imam. Er würde Betroffene, die zu ihm kämen, „aufklären oder zu einem Experten zur Heilung schicken“, ergänzte die „Abendzeitung“ aus dem Pressegespräch in der Moschee.

weiterlesen:

[http://www.queer.de/detail.php?article_id=28035

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  1. #1 von dirk am 21. Januar 2017 - 11:56

    Der Artikel von queer beruht unter anderem auf einem Focus Artikel (siehe Link in dem Queer Artikel):

    Und in dem Focus Artikel stehen noch andere bemerkenswerte Sachen.

    Zitat Focus Artikel
    „Deutsche Islamforscher bestätigen, dass die Ahmadi gewaltfrei auftreten.“

    Ach bei Ahmadiyya fällt mir der Mord von den Eltern an ihre schlafende Tochter ein weil die falschen Umgang hatte. Der Vater hatte einen hohen Posten in der Darmstädter Ahmadiyya-Gemeinde und auf der Wohnungstür der Familie war ein Aufkleber der Gemeinde mit dem Satz „Liebe für alle. Hass für Keinen“. Ich betrachte die Gewaltfreiheit da eher als vorgetauschtes Werbeargument wenn es nicht um die eigenen Angelegenheiten geht. Zumal in ihren Schriften auch davon ausgegangen wird das alle Menschen später dem Ahmadiyya Glauben angehören werden.

    Zitat Focus Artikel
    „So ist es für den Münchner Imam eine Selbstverständlichkeit, dass in der Familie allein der Mann darüber entscheide, ob zum Beispiel die Frau arbeite oder nicht.“

    Auch der Abendzeitung Artikel zeigt da noch einige Details (Link ebenfalls im queer Artikel).

    Zitat Abendzeitung
    „„Ich möchte niemandes Gefühle verletzen – wenn eine Frau mir die Hand hinstreckt, nehme ich sie“, erzählt der Imam der islamischen Gemeinde in Neufahrn. Erst dann erklärt er, dass er das eigentlich nicht gern mag – für die nächste Begegnung.“

    Zitat Abendzeitung
    „So sehen die Ahmadiyya-Muslime Männer und Frauen von der Natur aus gleichwertig – nur eben mit verschiedenen Aufgaben im Zusammenleben. Die Rollen können von Paaren individuell getauscht werden. Zumindest theoretisch. Ob das geschieht, unterliegt der Entscheidung des Mannes.“

    Gleichwertig bedeutet also bei den Ahmadiyya das der Mann entscheidet, nun diese Art von ganz spezieller Gleichwertigkeit scheint sich durch den gesamten Islam zu ziehen.

    Zitat Abendzeitung
    “ „Wir wollen die Menschen aufklären, dass es einen Gott gibt, den man anerkennen muss“, sagt Naveed. Und auch die Regeln dieses Gottes.“

    Auch dieses Statement zeigt doch keinerlei Toleranz ich als Atheist (in Bezug auf die Abrahamitischen Religionen) muss einen Gott und dessen Regeln anerkennen?

  2. #2 von Elvenpath am 21. Januar 2017 - 14:34

    Religion ist heilbar. Derjenige, der professionelle Hilfe wegen seiner Wahnvorstellungen braucht, ist dieser Imam.

  3. #3 von PMA am 21. Januar 2017 - 14:51

    Wann immer irgendwas von der Ahmadiyya zu hören ist, muss ich an diesen Link denken:
    http://www.peri-ev.de/news-presse/fall-lareeb-khan/kommentar/

    Auch interssant die aktuellen Gerichtsbeobachtungen auf dieser Seite.

  4. #4 von dirk am 21. Januar 2017 - 15:46

    @ #3 von PMA

    Danke für den Link.

  5. #5 von oheinfussel am 21. Januar 2017 - 22:08

    „Wir wollen die Menschen aufklären, dass es einen Gott gibt, den man anerkennen muss“, sagt Naveed. Und auch die Regeln dieses Gottes.“

    Ich muss gar nichts. Wenn irgendein Gott was von mir will, muss er schon selber vor unserer Türe auftauchen.

  6. #6 von Noch ein Fragender am 22. Januar 2017 - 12:48

    Wir wollen die Menschen aufklären, dass es einen Gott gibt, den man anerkennen muss“, sagt Naveed.

    Pervers, was diese Leute unter „Aufklärung“ verstehen.

  7. #7 von dirk am 22. Januar 2017 - 13:40

    @ #5 von oheinfussel

    Wen man an die islamische Ideologe von vor ein paar Jahrhunderten denkt bekommt diese Auffassung von Herrn Naveed noch einen sehr grausigen Geschmack. Ich meine damit das Christen und Juden im islamischen Gebiet privilegiert waren, sie durften oft weiterleben und ihren Glauben privat behalten. Mitglieder anderer Religionen also Leute die nicht an einen abrahamitischen Gott glaubten war das Weiterleben aus diesem Grund oft versagt, siehe dazu auch die Eroberung von Persien.

  8. #8 von Deus Ex Machina am 22. Januar 2017 - 17:37

    “ „Wir wollen die Menschen aufklären, dass es einen Gott gibt, den man anerkennen muss“, sagt Naveed. Und auch die Regeln dieses Gottes.“

    –> Der „Gott“, der dich als Trommler braucht, kann ja nicht allzu viel drauf haben.