56. Ketzerpodcast in tertiam dies regnium donaldium

Das neue Jahr bringt einen neuen amerikanischen Präsidenten, aber auch einen neuen Ketzerpodcast. Wir hoffen, wir können mit folgenden Themen aufdrumpfen.

  • Bischof Overbeck im Funkhausgespräch
  • Thomas Mayer: Es ist gut, an Gott zu glauben
  • Filmtipp: Der die Zeichen liest (The Student)
  • Der nicht so ganz monolithische Islam: Die Hauptströmungen des Islam, 2. Versuch

Aber vielleicht machen wir auch etwas ganz anders als wir ankündigen (was wir von Trump nur zu hoffen wagen).
Den Podcast könnt Ihr morgen früh am 22.01.2017 um 10 Uhr live mitverfolgen und kommentieren auf http://www.mixlr.com/ketzerpodcast

Advertisements

,

  1. #1 von user unknown am 21. Januar 2017 - 18:59

    Oh, Thomas Mayer, Pascals Wette!

    Er nahm an, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Leben nach dem Tod nicht sehr groß war – sagen wir einmal 10 Prozent. Falls es dieses aber geben sollte, wäre der Wert dessen, was man dabei gewinnen würde, nach irdischen Maßstäben unendlich groß.

    Ich sage die Wahrscheinlich für ein Leben nach dem Tod ist 0. Was man dabei gewinnen könnte wäre ewiges Leben, also risikoloses, bedürfnisloses Dasein. Ohne Bedürfnisse gibt es auch keine Bedürfnisbefriedigung. Das ist also die unendliche Ödnis, und schllechter als der Tod.

    Wer nun nur an das irdische Leben glaubt, lebt fragil. Denn wenn er es verliert, ist es für immer weg.

    Was für ein Blödsinn! Wenn man das Leben verliert ist es für immer weg, unabhängig davon, was man glaubt.

    Wer dagegen an ein Leben nach dem Tod glaubt, kann sich mit der Aussicht auf ein zweites Leben trösten, wenn er das irdische verliert.

    Wer das wirklich glaubt, der achtet nicht mehr auf sein irdisches Leben, weil es ja wertlos ist gegen das unendliche Glück. Man schaut nicht beim Überqueren der Straße, man spart kein Geld, man legt sich nichts in den Kühlschrank. Es macht nur keiner, weil keiner richtig glaubt. Wenn einer aber doch mal so richtig glaubt, dass er das Leben wegwirft, dann meist mit einer Bombe, so dass auch andere dran glauben müssen.

    Die Welt ist voller Unsicherheit, und das Streben nach Sicherheit gleicht der Jagd nach einer Illusion. Besser als der Illusion hinterherzujagen ist es, der Unsicherheit mit kluger Spekulation zu begegnen. Pascal hat gezeigt, wie das geht.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass all die Überlieferungen und Gottesbeweise und Augenzeugenberichte, die dritte aus dritter Hand haben ist so viel größer. Das Heilsversprechen dagegen widersprüchlich, unlogisch, absurd. Die Absicht gegen die Todesangst etwas tröstliches zu haben steht der Religion fett auf die Stirn geschrieben. Wer auch nur ein wenig rational darüber nachdenkt merkt es, und kann auch unter großen Anstrengungen sich nicht weiter selbst bescheißen.

    Es ist unwürdig sich selbst etwas vorzumachen und anderen etwas vorzumachen. Umso lauter tönt man dann von Wahrheit und Licht.

  2. #2 von user unknown am 21. Januar 2017 - 19:04

  3. #3 von Deus Ex Machina am 21. Januar 2017 - 19:33

    „der Unsicherheit mit kluger Spekulation zu begegnen. Pascal hat gezeigt, wie das geht. “

    –> Pascal hat nur gezeigt, wie schnell selbst ein hochintelligenter Verstand von Religion korrumpiert werden kann und sich Vorannahmen zurechtdeichselt, damit es passt.

  4. #4 von Hal am 23. Januar 2017 - 02:05

    [03:05] zum Wachstum des Christentum. Wird es in absoluten Zahlen gewertet oder in Prozenten? Bei dem jetzigen Bevölkerungswachstum, ist eine Zunahme der absoluten zahlen der Christen nur eine Folge der Entwicklung und keine Leistung. Zusammen mit Taufe als Brandmarkung eines Säuglings können die Pfeifen nie verlieren.