Khorchide will „Jahr der Barmherzigkeit“ für Muslime

Das von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr ist gerade erst vorbei. Jetzt wünscht sich der islamische Theologe etwas Ähnliches für Muslime. Die Gründe sind einleuchtend.

(…)

Für viele Menschen klinge dies „angesichts der vielen Terrormeldungen im Namen des Islam absurd“, so der Münsteraner Religionspädagoge weiter. Der Koran betone die Barmherzigkeit jedoch „wie kein anderes heiliges Buch“.

[http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/khorchide-will-jahr-der-barmherzigkeit-fur-muslime

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  1. #1 von Willie am 21. Januar 2017 - 02:21

    Der Papst kann seine Schäfchen durch ein Tor laufen lassen, der Islam kann das nicht und dieser Engel Gabri-El als Koranverkünder läßt sich auch nicht mehr blicken (oder hören), ganz so wie das Gottle.

  2. #2 von dirk am 21. Januar 2017 - 09:55

    Lass Taten sprechen. Die Gelegenheit das Jahr der Barmherzigkeit auszuführen wäre im Jahr 2005 doch hervorragend gewesen.

    Da erschienen die sogenannten „Mohammed-Karikaturen“, die Karikaturen wiesen auf die Verbindung des Islams zur Gewalttätigkeit hin (Turbanträger mit Bombe im Turban, Mann mit gezogenem großen Messer, dem Hinweis an die toten Krieger das die Jungfrauen im Himmel ausgegangen sind, der Karikatur das Jemand wegen seiner Rede von 2 Leuten, einem mit einem Säbeln der andere mit einer Bombe, bedroht wird). Tausende islamische Gemeinden hätten jetzt die Künstler der Karikaturen zu jeweils einem friedlichen Abendessen einladen können, und die Künstler hätten monatelang um die Welt reisen können und sich an zahlreichen verschiedenen Orten von der Friedlichkeit des Islams überzeugen und ihre falschen Vorurteile revidieren können.

    Dies geschah jedoch nicht, es entstanden Unruhen und es wurden bis zum 22. Februar 2006, in den Unruhen wegen der Karikaturen, 139 Menschen getötet und 823 verletzt.

    Und wie sieht die Realität aus? Vorige Woche (1) hat in Hamburg der Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg kritisiert das es im Westen erlaubt war bzw ist die Karikaturen zu veröffentlichen. Der selbe Herr sagte das 80 % der Medien falsche Informationen über die Interpretation des Islams verbreiten. Und forderte das politische Parteien ihre Meinung zu religiösen Themen nicht äußern dürfen. (Ich gebe hier etwas wieder von dem was Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg bei einer Konferenz in Hamburg und keineswegs von einer Konferenz in Pakistan, Saudi Arabien, dem Iran, oder in dem IS).

    Auf der selben Konferenz in Hamburg sagte der südafrikanische Islamwissenschaftler Farid Esac „Die Idee eines islamischen Staates in Deutschland muss vertreten werden dürfen“.

    Das erinnert mich wieder an den den ganz „normalen“ Muslim bei der islamischen „Friedenskonferenz“ 2013 in Norwegen(2).

    „Fahad Qureshi: Every now and then, every time we have a conference, every time we invite a speaker, [the media] always comes with the same accusations: This speaker supports the death penalty for homosexuals, this speaker supports the death penalty for this crime or that crime, that he is homophobic, that he subjugates women… It’s the same old stuff coming all of the time.

    We always try to tell them… I always try to tell them that it is not that speaker that we are inviting who has these „extreme radical views,“ as you say. These are general views that every Muslim actually has. Every Muslim believes in these things. Just because they are not telling you about it, or just because they are not out there in the media, doesn’t mean that they don’t believe in them.

    I will ask you, everyone in the room: How many of you are normal Muslims – not extremists, not radical – just normal Sunni Muslims? Please, raise your hands. Everybody, with the grace of God. Okay, take down your hands.

    How many of you agree that men and women should sit separately? Please raise your hands. Everyone agrees, brothers as well as sisters. So it’s not just these „radical“ sheiks, then?

    Next question: How many of you agree that the punishments described in the Koran and the Sunna – whether it is death, whether it is stoning for adultery, whatever it is… If it is from Allah and His Messenger, that is the best punishment ever possible for humankind, and that is what we should apply in the world. Who agrees with that?

    Allah Akbar. Are you all radical extremists? So all of you are saying that you are common Muslims, you all go to different mosques in Norway… Or are you a specific sect, like the Islam Net sect, or anything like that? Are you like that? No. Are you like that? Please raise your hand if you are like that extreme Islam, that sect, or anything like that? No one, Allah Akbar.

    How many of you go to the normal Sunni mosques in Norway? Please raise your hands. Allah Akbar. What are the politicians going to say now? What is the media going to say now? That we are all extremists? That we are all radicals? That we all need to be deported from this country?

    […]“

    (1)
    Internetartikel der Welt „Islamfeindlichkeit war noch nie so stark wie heute“
    Von Bernhard Sprengel | Stand: 16.01.2017

    (2)
    https://www.memri.org/tv/norwegian-islamic-leader-fahad-qureshi-all-muslims-believe-death-penalty-homosexuals

  3. #3 von paul0f am 21. Januar 2017 - 10:39

    Und was soll das bringen?

    Der Islam ist ein patriachales Unterdrückungssystem und das wird er auch immer bleiben.
    Nur „ein Jahr“ der Barmherzigkeit?
    Ich wäre für eine immer währende Ächtung aller Religionen, von denen jemals Gewalt aus gegangen ist.

  4. #4 von Rene am 21. Januar 2017 - 22:03

    Herr Khorchide, in einem streng moslemischen Land wäre ich schon längst gesteinigt, zu Tode gepeitscht, oder von irgend einem Analphabeten mit der Machete zerteilt worden. Verstehen Sie bitte, dass ich in diesem Zusammenhang bei dem Begriff Barmherzigkeit kurz zucke. Ich bin mir nicht sicher, ob wir das gleiche darunter verstehen.

  5. #5 von Noch ein Fragender am 22. Januar 2017 - 12:16

    In seinem neuen Buch „Die Grenzen der Toleranz: Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen“ hält Schmidt-Salomon, auch wenn sie in der Einschätzung der Religion nicht übereinstimmen, Khorchide für einen Humanisten und plädiert dafür, dass unabhängig von der Streitfrage „Theismus“-Atheismus“ Humanisten aller Konfessionen zusammenarbeiten.

    Auch Abdel-Samad kann mit Khorchide vernünftig diskutieren („Zur Freiheit gehört, den Koran zu kritisieren: Ein Streitgespräch“) und schätzt bei aller unterschiedlichen Bewertung des Korans den humanistischen Ansatz Khorchides.

    Als Humanist wünsche ich Khorchide, dass er mit seiner „humanistischen Lesart“ des Korans erfolgreich in den mainstream-Islam hineinwirken kann. Warum nicht erstmal mit einem Jahr Barmherzigkeit anfangen?