Wolfgang Thierse: „Religion ist niemals Privatsache“

Der SPD-Politiker Wolfgang Thierse hat am Montag in Berlin über seine Erfahrungen als Christ im Bundestag gesprochen. Christen seien dazu aufgerufen, sich einzumischen, erklärte der Katholik.

„Religion ist niemals nur Privatsache.“ Das hat der frühere Bundestagspräsident Thierse am Montag in Berlin erklärt. Im Gegenteil, sagte er weiter: „Man verfälscht den christlichen Glauben, wenn man ihn in die Privatsphäre zurückdrängen will.“

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[http://www.pro-medienmagazin.de/politik/2017/01/17/religion-ist-niemals-privatsache/

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  1. #1 von Elvenpath am 18. Januar 2017 - 09:18

    „Religion ist niemals Privatsache“

    Ja, über den totalitären Charakter von Religionen wissen wir Bescheid. Dass Religionen sich allen Menschen aufdrängen und sie dominieren wollen.

  2. #2 von uwe hauptschueler am 18. Januar 2017 - 09:46

    Sowohl bei Herrn Thierse als auch bei Herrn Gysi haben Kinder nichts zu lachen. Beide gehören der grossen Nichtkomikerkoalition des deutschen Bundestages an. Beide haben am 12.12.2012 beim Kinderschänderschutzgesetz der Merkel mit ja gestimmt.

  3. #3 von Deus Ex Machina am 18. Januar 2017 - 10:14

    @ Elvenpath:
    Gleich und dleich gesellt sich gern. „Niemals Privatsache“ – der Zottelbart selbst entwickelt hier aber ein ganz bedenkliches totalitäres Gebahren.

    “ „Man verfälscht den christlichen Glauben, wenn man ihn in die Privatsphäre zurückdrängen will.““

    –> Es reicht ihm also aus Prinzip nicht, dass er selbst seinen Glauben leben darf, sondern anderen Leuten dieses Weltbild auch noch unter die Nase zu reiben, ist integraler Bestandteil.
    Schade, Thierse hat offenbar nichts aus seiner DDR-Vergangenheit gelernt, Die dort erlittenen politsystem-bedingten Schäden an seiner Persönlichkeit treten hier ja noch massiver hervor als bei Gysi vor 2 Tagen. Aber manche Menschen sehnen sich halt nach einem alles bestimmenden Overlord, egal welche Gestalt dieser annimmt.

  4. #4 von Predator am 18. Januar 2017 - 10:24

    Religion ist geistige Sklaverei die von den elitären Oberen der Gesellschaft auch heute noch benutzt wird, um den „Pöbel“ ruhig halten und ggf. sogar gefügig zu machen. Als Spitzenpolitiker gehört auch Thierse natürlich zur Oberschicht, der es nur gelegen kommt, dass Religion keine Privatsache ist in dieser Gesellschaft. würg

  5. #5 von Predator am 18. Januar 2017 - 10:29

    sorry, da fehlte ein Komma und ein „zu“ – ich bin wirklich aufgebracht, weil ich als naives Kleinkind (aber auch damals schon) gegen meinen Willen ganz legal und gesellschaftlich anerkannt mit dem großen Übel Religion privat und öffentlich konfrontiert wurde und höchste Anstrengungen unternommen wurden, mich damit geistig zu verseuchen – dass dieses scheiterte, das ist vermutlich nur dem Zufall meiner Hirnstrukturen zu verdanken – ich bin ABSOLUT und 110% für Religion als Privatsache und zwar NUR in dieser Form – im öffentlichen Leben sollte der Obermurks nichts mehr zu suchen haben, ganz egal welche Richtung just my 2 cents

  6. #6 von Deus Ex Machina am 18. Januar 2017 - 10:46

    „Andererseits seien die Kirchen Teil einer pluralistischen Gesellschaft. “

    –> Ja, aber nicht, weil sie diese Gesellschaft gefördert hätten. Dieser Pluralismus hat sich entgegen der totalitären Platzhirsche durchgesetzt.

    „Christen müssten sich einmischen, “

    –> Gern auch in die intimsten Bereiche der PRIVATSPHÄRE anderer Menschen! Bis hinein in die Betten…….

    „aber auch damit leben, dass ihre moralische Überzeugung möglicherweise nicht mehrheitsfähig sei.“

    –> Als ob der lokale Schulhofrowdy unter den Weltanschauungen jemals damit hätte leben können. Dann kann man schließlich immer noch Statistiken fälschen und sich aufführen, als wäre die ganze Welt hinter einem her. Und dabei lässt man gerne unter den Tisch fallen, wie man vorher jedem anderen gegen das Schienbein getreten hat.

    „„Wir tragen im Bundestag nicht unser religiöses Bekenntnis vor uns her.” “

    —> Bwahaahahahahahahahahahaha, ROFLMAO,mwahahahaaa. Und DAS von Thierse? Der Brüller des Tages.

    „Christen in der Politik seien gefordert, das, was sie glaubten, in eine gemeinsame Sprache der Argumente aller Politiker zu übersetzen.“

    –> Forderung: XYZ,
    Argument. „GOTT WILL ES SO, steht schon in der Bibel“
    Ok, Herr Thierse.

    „„Politik ist für das Wohl möglichst vieler zuständig,“…

    –> Thierse ist also Utlitarist.

    ….“Religion für das Heil.” Drehe es jemand andersherum, werde es gefährlich. “

    –> Oh ja, haben wir gesehen. Diese Aufgabenverteilung funktionierte auch besonders gut,als das Erreichen des Wohles möglichst vieler auch noch als „SIEG“ bezeichnet wurde. Ja, da haben Staat und Kirche wirklich gemeinsam noch was erreicht /zyn.

    „Katholisch zu sein heißt auch, mit dem Ärger zu leben.“

    –> Dann mag ich wohl prinzipiell keine Katholiken, ich hab gerne Leute mit einem helleren Gemmütszustand um mich rum.

    “ „Der christliche Glaube zeichnet sich dadurch aus, dass er den Menschen dazu befähigt, mit Scheitern und Irrtum fertigzuwerden.““

    –> Neeeeeee. Menschen waren immer schon fähig zu lernen und Fehler zu korrigieren. Man nennt soetwas „Analyse von Fehlschlägen und Lernen aus Fehlern“. Mal wieder ein Fall, wo sich dieser widerwärtige Kult etwas grundlegend menschliches unter den Nagel reißen und als seine Erfindung ausgeben will. Wobei, SELBST TIERE sind dazu in der Lage, was Zottelbart hier als christliche Errungenschaft preist.
    Demnächst will der Spinner uns wohl noch weiß machen, dass der christl. Glaube die Voraussetzung für das Füllen der Lungen mit Luft ist.

    Furchtbar, Thierse ist glatt ein Grund sich zu wünschen, dass die DDR nie kollabiert wäre. Der Dampfplauderer wäre dem Westen dann erspart geblieben.

  7. #7 von Muriel am 18. Januar 2017 - 11:09

    Wo er recht hat, hat er recht.

  8. #8 von user unknown am 18. Januar 2017 - 11:27

    Ansichtssache.

    Auch Thierse meint offenbar, die endgültige Erkenntnis über das, was Religion ist und zu sein hat zu haben.

    In der undemokratischen Antike hat sich die literarische Jesusfigur nicht für Demokratie stark gemacht, sie hat keine Regeln für die Obrigkeit aufgestellt, keine Einmischung, keinen Ungehorsam oder Widerstand gepredigt.

    Wenn ich mich an die Texte zurückerinnere, die ich in der Kindheit und Jugend immer wieder anhören musste, so war er ein pädagogischer Typ, der den Leuten aufgab, wie sie sich persönlich zu verhalten haben.

    Wenn ich entscheiden sollte, würde ich sagen er war unpolitisch, wenn nicht sogar antipolitisch. Der Mensch wird auch auf kommunaler Ebene, nicht als Gruppenwesen betrachtet. Der Einzelne vs. einzelne Andere wird betrachtet, vor allem aber in seiner Beziehung zu Gott, die alles dominiert. Wer sich um weltliches auch nur kümmert wird schon getadelt, selbst Eltern, die ihr gestorbenes Kind betrauern.

    Er wird als sozial vorgestellt, der einzelne Kranke heilt, die ihm über den Weg laufen, er erlässt aber immer vorab die Sünden und mahnt, dass das das eigentlich wichtige sei, und dann wird erst geheilt oder von den Toten erweckt. Oder er verteilt vermehrtes Brot und Fische.

    Einmal mischt er sich ein, im Fall der Ehebrecherin, deren Steinigung er verhindert haben soll. Das würde ich als einziges, entfernt politisches Handeln begreifen, aber es wird nicht politisch begründet. Er sagt da auch nicht, dass man sich generell einmischen soll, aber ich hänge der Schule derer an, die andere danach beurteilen, was sie tun, nicht was sie sagen, und hier hat er sich, dem Text zu folge, ja selbt eingemischt.

    Dem steht aber gegenüber, dass er sonst die Abkehr vom Leben predigt, fasten, beten, Bescheidenheit usw.

  9. #9 von ptie am 18. Januar 2017 - 12:23

    Daraus folgten zwei Dinge: Christen müssten sich einmischen, aber auch damit leben, dass ihre moralische Überzeugung möglicherweise nicht mehrheitsfähig sei.

    Mehr als ärgerlich ist nur, dass die (katholischen) Christen in ihren, von öffentlichen Geldern finanzierten Betrieben. Regeln, die nicht mehr mehrheitsfähig sid, durchdrücken können.

  10. #10 von Torchy am 18. Januar 2017 - 15:13

    Deshalb bin ich für die Trennung von Staat und Thierse!

  11. #11 von Richard Dan Nautus am 18. Januar 2017 - 21:27

    Ich kann Herrn Thierse nur empfehlen, einfach mal ins Alte Testament rein zu schauen, und sich fragen, ob er sowas heute ernsthaft noch vertreten will; da wird am laufenden Band gemordet, gefoltert und aufs übelste gedroht… von seinem Gott. Der ist auch überhaupt nicht barmherzig, nicht allwissend und auch nicht einzigartig….steht alles ganz klar so drin, gleich in den ersten Fünf Büchern des Herrn Mose. Wenn der Herr Thierse Erklärung Hilfe braucht, kann ich ihm nur wärmstens mein Buch: “ Wer weiter glaubt ist bald alleine “ empfehlen, spätestens nach der Lektüre dann sieht er viel klarer und unterlässt in Zukunft jeden Hinweis auf Gott.

  12. #12 von oheinfussel am 18. Januar 2017 - 21:42

    Hoch interessant, Herr Thierse.
    Was sagt eigentlich Ihr Arzt dazu?

  13. #13 von paul0f am 20. Januar 2017 - 10:31

    Um es Ihnen (Hr. Thierse) in den Worten von Marcel Reich-Ranicki zu sagen: „Das ist zwar interessant was sie da sagen, aber leider völliger Blödsinn!“.