Pro und contra Reformationsfeiern

Vor 500 Jahren läutete Martin Luther die Reformation ein. Das wird 2017 ausgiebig gefeiert – zu Recht, oder sind all die Aktionen und Feste übertrieben?

[http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video-73780.html

  1. #1 von deradmiral am 8. Januar 2017 - 16:48

    Das 350jährige Jubiläum des Westfälischen Friedens wurde 1998 jedenfalls weitaus weniger gefeiert. Ach ja, letztes Jahr gab es ein Jubiläum zu 100 Jahre Relativitätstheorie. Das hat kaum jemand interessiert. Aber der Auslöser zum größten europäischen Massenschlachten vor den Weltkriegen, der muss natürlich bis zum Erbrechen mit Staatssubventionen gefeiert werden.

    Man bedenke, dass selbst 2000 Jahre Jesus der EKD nicht so wichtig waren.

  2. #2 von Skydaddy am 8. Januar 2017 - 18:39

    @deradmiral:

    Wart’s ab! Nachdem es beim Lutherjubiläum so gut funktioniert hat, würde es mich eigentlich wundern, wenn die Kirchen dem Staat nicht ab 2023 500 Mio. für eine Jesus-Dekade abknöpfen würden. Dann wird wahrscheinlich Osterdienstag auch noch Feiertag.

  3. #3 von Willie am 9. Januar 2017 - 02:08

    Luther wird immer so dargestellt, als ob es ohne ihn keine Reformation gegeben oder eine deutsche Schriftsprache gegeben hätte. In der damaligen Kirche hat es gebrodelt und wirkliche meisterhaftes zur deutschen Sprachfindung haben andere. z.B. die Grimms, geleistet.

    Unnötig zu erwähnen, dass das „finstere“ Mittelalter eine Erfindung und Umsetzung der Religioten war.

  4. #4 von deradmiral am 9. Januar 2017 - 19:51

    @Willie
    Richtig!

    Luthers Bibel war nicht die erste deutsche Bibelübersetzung.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bibelübersetzung#Althochdeutsch

    Luther war nicht der erste Kirchenkritiker und Reformator, siehe John Wycliff und Jan Hus.

    Luther war aber der erste der bis zu den Schultern in den Arsch des nächstbesten
    Regenten kroch und sich unter dessen Rocksaum versteckte, während er gegen
    Bauern, Juden und Papst in einer Sprache lästerte, die noch heute Sprüchetaxifahrer
    wegen Gotteslästerung vor dem Lüdinghausener Kadi verurteilen.

    Eine kleine Kollektion der Bezeichnungen für den Papst vom des Großmeister
    der Deutschen Sprache wurde vom Dominikanerpater Denifle
    freundlicherweise zusammengestellt (gemäß eines Spiegelartikels).

    Allerhöllischst Vater, des Satans leibhaftige Wohnung, Wolf der Christenheit, Erzspitzbube, Seelenmörder und Weltfresser, ärgster Bube aller Buben auf Erden, unverschämtes Lügenmaul, der tolle Papstesel, Fotzesel, Eselsfotzpapst, Papstfotz, Eselskopf, Bauchknecht, Gotteslästerer, des Teufels Sau.

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