Nadine Wojcik über Exorzismus: „Der Teufel wohnt in Polen“

Sie wollte wissen, wo der Teufel wohnt – und fuhr nach Polen. In dem katholischen Land traf Nadine Wojcik auf Gläubige, Besessene – und Exorzisten. Über Ihr Buch „Wo der Teufel wohnt“, erzählt sie im DW-Interview.

(…)

Ihre Recherche war schwierig, schreiben Sie. Worin, würden Sie sagen, besteht der Neuigkeitswert Ihres Buches?

Wir erleben zurzeit eine Radikalisierung aller Gesellschaften. Jedes Land hat seine eigene Form, damit umzugehen: In den USA wird Trump gewählt, in islamischen Gesellschaften haben wir es mit ISIS zu tun. Und in Polen äußert es sich darin, dass sich der Glaube in eine bestimmte Richtung fundamentalisiert. Ich will sagen: Rationalität und vernünftiges intellektuelles Denken, wie wir es seit der Aufklärung kennen, sind momentan offensichtlich nicht so gefragt.

weiterlesen:

[http://www.dw.com/de/nadine-wojcik-über-exorzismus-der-teufel-wohnt-in-polen/a-36695758

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  1. #1 von Willie am 11. Dezember 2016 - 18:09

    Verbietet den Polen den Exorzismus, sonst kommt der ausgetriebene Teufel noch in die anderen Länder. 😆

    ‚Der Teufel‘, sagen Exorzisten, ‚zeigt sich dort, wo der Glaube am stärksten ist.‘

    Dann macht es doch Sinn, dass wir für die Überwindung von diesem Glauben sind. Kein katholischer Glaube mehr heißt dann ja auch kein katholischer Teufel mehr. (Ups, das ist ja zweideutig 😉 )

  2. #2 von F. M. am 11. Dezember 2016 - 21:16

    Die Polen haben sich den Teufel redlichst verdient mit ihrer Frömmlerei. Und natürlich auch den Exorzismus. Fangt am besten bei der Regierung an.

  3. #3 von paul0f am 12. Dezember 2016 - 11:01

    „Der Teufel wohnt in Polen“<

    Nein, der Teufel wohnt ausschlieslich in den Köpfen der Theisten – und zwar Weltweit und Kulturübergreifend.^^