Karfreitag-Entscheidung: Ein Schaden für alle

Am Mittwoch hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass der ausnahmslose Schutz des Karfreitags in Bayern gegen das Grundgesetz verstößt. Die bayerische Regierung will die Regelungen aber nicht aufgeben.

(…)

Wer auch immer jetzt auftrumpft, sollte sich vor Augen halten: Die vielen Feiertage, der freie Sonntag, das sind wohltuende Erholungszeiten für Körper, Geist und Seele. Sie gehören zur christlichen Tradition dieses Landes und sind ein Geschenk für alle Menschen. Ob sie nun Christen, Moslems oder Atheisten sind. Wenn den Stillen Tagen aber immer mehr vom Sinn geraubt wird, dann packt der Staat irgendwann wieder zu und kassiert nach dem Buß-und Bettag den nächsten Feiertag für die Rentenfinanzierung oder die Pflege. Dann wird vielleicht den „Freigeistern“ klar, was sie mit ihrer Klage ausgelöst haben.

weiterlesen:

[https://www.merkur.de/politik/kommentar-zur-karfreitag-entscheidung-ein-schaden-fuer-alle-7033386.html

 

  1. #1 von Gerry am 1. Dezember 2016 - 11:25

    Bei einem Blick in die Kommentare, insbesondere in die „beliebtesten Kommentare“, könnte man meinen der Merkur wäre die Hauspostille der rechten Christen und Islamophoben.

  2. #2 von K.Brückner am 1. Dezember 2016 - 11:38

    Sehr einseitige Argumentation. Auch ich brauche Ruhe aber keine religiös verordnete. Was ich an den angesprochenen Feiertage mache ist ausschließlich meine Sache solange ich keinen anderen belästige oder störe.

    K.Brückner

  3. #3 von Christian am 1. Dezember 2016 - 11:45

    Feiertage, und somit für viele freie Tage, sind keine christlichen Geschenke an die Arbeitnehmer sondern von Gewerkschaften und Sozialpartnern teilweise hart erkämpft.

    Ich hör‘ schon wieder „Christenverfolgung“, wenn diese Religioten anderen Menschen nicht mehr vorschreiben dürfen, was sie an solchen Tagen zu tun oder zu lassen haben.

  4. #4 von omnibus56 am 1. Dezember 2016 - 12:01

    Nur mal so nebenbei: Der „Buß- und Bettag“ wurde nicht vom „Staat“ vereinnahmt, sondern den sog. Arbeit“gebern“ als zusätzlicher Werktag zum Ausgleich geschenkt, s. d. statt paritätischer Finanzierung die sog. Arbeit“nehmer“ den Arbeit“geber“-Anteil (mit)tragen. Und: Es hat auch nicht geholfen, dass der „Buß- und Bettag“ ein christlicher Feiertag war. Wenn es darum geht, dem Kapital Zucker in den A**** zu blasen, ist auch mit der Religiotie im Bundestag und Bundesrat schnell Schluss…

  5. #5 von Rene am 1. Dezember 2016 - 12:16

    @Gerry. Der Merkur war schon immer ein tiefschwarzes Blatt. CSU, katholisch, mir san mir.

  6. #6 von Gerry am 1. Dezember 2016 - 12:31

    @ Rene

    Ich kannte den nicht. Erklärt einiges. Danke.

  7. #7 von Unechter Pole am 1. Dezember 2016 - 12:42

    Das positive an dem Urteil ist, dass BVerfG zugeben müsste, dass alle Religionen gleich zu behandeln sind und das die Religionsfreiheit einer Religion nicht die Freiheit der anderen Religion oder Wertanschauung ausnahmslos einschränken darf, freilich ohne dass dies explizit artikuliert wurde.

    Das negative daran ist, dass man:
    1) im konkreten weiterhin der Religionsfreiheit einen höheren Wert einräumt als dem Recht an freie Entfaltung der Persönlichkeit und „stille Tage“ ausdrücklich für erlaubt hält,
    2) Bevorzugung der Christentum aus geschichtlichen Gründen für gerechtfertigt hält und
    3) allgemein die Religions- u. Weltanschauungsfreiheit der Nichtchristen bzw. die negative Religionsfreiheit urplötzlich auf die Freiheit der „inneren Haltung“ beschränkt.

    2) und 3) sind beides sehr gefährliche Konstrukte.

  8. #8 von dezer.de am 1. Dezember 2016 - 13:54

    Sie jammern. Ein gutes Zeichen.

  9. #9 von ptie am 1. Dezember 2016 - 15:34

    ach ja, bei der Argumentation, dass man dann als Atheist keine Feiertage haben solle.
    Als ob man Christ sein müsste, um Feriertage zu erfinden.
    Eine Liste der römischen Feirtage:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Feste_und_Feiertage_im_R%C3%B6mischen_Reich
    Ich komme auf 163 Feiertage – im produzieren von Feiertagen können die Christen nicht mit den antiken Römern gleichziehen.

  10. #10 von user unknown am 1. Dezember 2016 - 16:04

    Es ging doch darum, ob man an dem freien Tag ein Fest veranstalten darf, nicht ob der Tag weiter frei sein soll. Für ein Fest ist es natürlich förderlich, wenn die Leute frei haben. Was will ich mit einem freien Tag, wenn ich damit die Hälfte der Sachen, die ich machen möchte, nicht machen kann?

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