Evangelische Kirche sucht Konzept gegen Gender-Gegner

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sucht „Gegenstrategien“, um auf die Anti-Gender-Bewegung zu reagieren. Dazu veranstaltet sie einen Kongress, bei dem über „Stammtischparolen und Menschenverachtung“ informiert werden soll.

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[http://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/kirche/detailansicht/aktuell/evangelische-kirche-sucht-konzept-gegen-gender-gegner-98479/

  1. #1 von user unknown am 29. November 2016 - 14:48

    Die Genderdebatte ist nicht nur ein Problem der Kirchen.

    Was die organisierten Aktivisten betrifft, so wird diesen oft mit viel Wohlwollen begegnet und die unwissenschaftliche, theoretische Basis selten problematisiert. Einerseits folgt man dem Motto: „Die Feinde meiner Feinde sind meine Freunde“, andererseits gibt es historisch viele Überschneidungen von Bürgerrechtlern, Linken, Friedensbewegten und Ökologen mit der Frauenbewegung, dann hat kaum wer die Zeit die Ideologie der jeweiligen Gruppen zu recherchieren und die Lust die Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.

    Wenn man dann noch sieht welche Sprache und welche Koalitionen auf den Seiten der Genderkritiker gepflegt werden, dann hat man keine Lust mit denen in einen Topf geworfen zu werden und sich ständig von diesen abgrenzen zu müssen.

    Man sollte man nicht die Augen verschließen vor den Auswüchsen, die der Genderaktivismus inzwischen angenommen hat. Video . Allerdings ist es wesentlich aufwendiger aus den typischen Koalitionen auszubrechen, und eine differenzierte Position zu den Fragen zu beziehen, wie man beispielhaft an diesem Posting sehen kann.

    Ich meine, der Staat hat überhaupt keine Rollenvorstellungen zu befördern oder zu behindern.

    Oft wird ja der Gender-Pay-Gap als Beleg von Frauenunterdrückung ins Feld geführt. Allerdings haben detaillierte Nachforschungen gezeigt, dass hier oft Birnen mit Äpfeln verglichen wurden, etwa das Berufserfahrung bei der Entlohnung, Zusatzqualifikationen, Überstunden, Reisetätigkeit usw. nicht berücksichtigt wurden. Je genauer die Forscher hinschauten, um so mehr löste sich der Unterschied in Wohlgefallen auf.

    Was übrigbleibt ist die unterschiedliche Bezahlung in typischen Frauen- und typischen Männerberufen, die aber allen Geschlechtern offen stehen und vorab bekannt sind, sowie eine unterschiedliche Karriereorientierung bei Männern im Vergleich zu Frauen.

    Hier wird dann gekontert mit der Manipulation durch Frauen- und Männerbildern in den Medien (Werbung, Filme, Bücher, …), die Frauen in sog. Frauenberufe drängen, wo sie dann schlechter bezahlt werden (aber auch oft geringere Arbeitszeiten haben, weniger Arbeitsunfälle erleiden, eine längere Lebenserwartung womöglich als Konsequenz vergegenwärtigen – Vorteile für Frauen werden jedoch geflissentlich unterschlagen).

    Radikale Feministinnnen gehen davon aus, dass es gläserne Decken gibt, durch die Frauen nicht nach oben durchgelassen werden, bzw. dass die Kultur, die den Frauen eine stärkere Familienorientierung zuordnet eine Verschwörung des männlichen Patriarchats ist, an der Frauen als Manipulierte freiwillig mitwirken.

    Die Theorie ist so aufgebaut, dass, wenn es keine Verschwörung gäbe, sondern die Tendenz zu allgemeinen Rollenvorstellungen im wesentlichen hormonell bedingt wären, sich dies kaum nachweisen ließe, weil ein komplexes System der Unterdrückung angenommen wird, auch wenn es in sich nicht konsistent ist.

    Beispiele wären, dass es durchaus hochbezahlte Spitzenfunktionen gibt, die in manchen Bereichen genauso oder ähnlich von Frauen erreicht werden können. Man kann etwa die Zahl von Studienanfängern und Abschlüssen in verschiedenen Bereichen ansehen, und ich meine in Medizin, Jura, Wirtschaft stehen die Frauen sehr gut da – in den Mintfächern aber nicht. Solche Diskrepanzen werden aber nicht erklärt.

    Und Gleichheit wird nur da gefordert, wo es Frauen etwas zu gewinnen zu geben scheint (Einkommen), aber nicht im Bereich Straßenbau oder Sanitärinstallationswesen. Oder von Männerquoten für Kitas hat man auch noch wenig gehört.

    Wieso sich die Frauen erfolgreich für ein Frauenwahlrecht stark machen konnten, da also nicht mit Propaganda manipulierbar waren, aber bei der Berufswahl nicht, kann auch nicht konsistent erklärt werden.

    Da, wo Frauen konkurrieren, etwa um Uniabschlüsse, kommen sie auch so weit wie die Männer. Der große Einschnitt ist die Phase der Familiengründung. Da treten die Frauen – m.E. bewusst und freiwillig – oft kürzer, so dass die Männer beruflich davon ziehen, freilich zum Preis weniger Freizeit zu haben und weniger an der Kindererziehung teilzunehmen.

    Frauen suchen sich aber ihre Partner freiwillig aus. Wie sie Familienintern ihre Rollenvorstellungen gestalten ist ihre Privatsache. Man soll sie ruhig darauf hinweisen, dass es Klischees gibt und Vorurteile, denen sie nicht folgen müssen, aber man sollte m.M. nach nicht versuchen hier staatlich zu manipulieren.

    Was hieße es denn, die Kultur (Filme, Bücher, …) zu verpflichten, ein geschlechtsneutrales Geschlechterbild zu verbreiten? Es müssen für jede Rolle zwei Personen auftreten, ein Bäcker und eine Bäckerin, ein Trupp Feuerwehrleute, 50:50? Der Staat hat sich da rauszuhalten. Weder ist es seine Aufgabe mehr Informatikprofessorinnen an die Unis zu holen, noch Frauen an den heimischen Herd zu fesseln.

    Oder Kleidung. Keine Frau wird gezwungen Frauenklamotten zu kaufen. Kein Mann zu Männerkleidung. Dennoch laufen sehr wenige Männer in Röcken umher (Pfaffen ausgenommen), tragen Frauen Blusen und Kleider, hohe Schuhe und selten Krawatte usw.

    Es gibt keine objektiv richtige Kleidung und keine objektiv richtigen Rollen. Das ist alles ohnehin im Fluss. Wieso ordnen sich viele Berufe nach Geschlechtern, ohne dass diese durch die Kultur immer wieder vor Augen geführt werden, weil sie für Fernsehserien nicht so taugen wie Krimikomissare oder Ärzte?

    Nach den Enten um Kachelmann, Team-Gina-Lisa und den Rolling-Stone-Artikel über einen angeblichen Vorfall in einer US-Uni ist es um den Mann als notorischen Sexualstraftäter wieder ruhiger geworden, aber es gab da nicht wenige Stimmen, die die Unschuldsvermutung für Sexualdelikte abschaffen wollte. Grüne und Linke ganz vorne mit dabei.

    In der Sprache breiten sich Zu-Fuß-Gehende aus und das Studierendenwerk soll für Gerechtigkeit sorgen. Das ist magisches Denken. Wir nennen die Dinge anders, basierend auf kaputten Theorien, und dann ändert sich die Welt in gewünschter Weise.

    Die Schwächen in den Argumentationen vieler radikaler Feministen, die übersteigerte Forderungen aufstellen und denen Verschwörungstheorien zu Grunde liegen, die sich nicht belegen lassen, führen dazu, dass viele Leute die ganzen bürgerlichen Linken, die sich gegen solche Positionen nicht abgrenzen für meschugge halten, und dann bereit sind das rechte Lager zu unterstützen, entsprechende Parteien zu wählen.

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