Talk im Hangar-7 | Kleiner Stich, großer Streit: Wie sinnvoll sind Impfungen?

Gäste:

Martin Moder, Molekularbiologe

Reinhard Mitter, impfkritischer Kinderarzt

Ursula Hollenstein, Internistin und Infektiologin

Andreas Bachmair, Homöopath und Impfgegner

Martina Aigner, Impfgegnerin, Mutter von vier Kindern

Sebastian Bartoschek, Psychologe und Autor

  1. #1 von oheinfussel am 28. November 2016 - 22:29

    Schön, wieder ein paar ungeimpfte Kinder mehr – schön, wenn sie die Krankheiten gut überstehen. Die geben den Nestschutz sicher an ihre Kinder weiter – ist ja auch logisch. Denn die Kinder, die sie angesteckt haben und die deswegen drauf gegangen oder schwerst behindert sind, pflanzen sich ja bekanntlich eher selten fort.

    Wenn jemand glaubt, gegen Tetanus oder Polio keine Impfung zu brauchen – nur zu, wenn er unbedingt will. Die sind aber auch nicht von Mensch zu Mensch übertragbar – Jeder kann sich gerne selber ruinieren, und wer bei vollem Bewusstsein ersticken will(Tetanus) oder ein paar deformierte Gliedmaßen braucht (Polio), soll sich keinen Zwang an tun.

    Masern, Röteln etc.. sind aber keine geeigneten Mittel, das Kind gesünder durch´s Leben gehen zu lassen. Eher kürzer. Oder mit dauerhaften Schaden. Die Menschen haben bei uns einfach keinen direkten Bezug mehr dazu – früher gab´s in jeder Familie Fälle von Kindern/Verwandten, die an Masern, Polio, Tetantus oder Ähnlichem verstorben sind oder lebenslang mit den Folgen zu kämpfen hatten. Da war es allgegenwärtig, die Menschen hatten Anbgst davor. Und heute? Gibt´s das kaum noch und schon denken die Leute, die Krankheiten gäbe es nicht mehr und wären überhaupt nicht so schlimm und sowieso, so schlimm können die ja nicht sein, sonst hätte Mutter Natur ja nicht … -.- Es wird immer Menschen geben, die nicht geimpft werden können – und die sind auch darauf angewiesen, dass ihr Umfeld aus geimpften Menschen besteht. Kinder wachsen an potenziell gefährlichen Krankheiten nicht. Meistens haben sie Glück, und es passiert nicht Schlimmes. Jedenfalls nicht ihnen. Sondern den neugeborenen Säugling vom nebenan. Oder sie haben Pech. Und gehen drauf. Oder werden behindert. Unfruchtbar.

    Völlig unnötig und vermeidbar das.

  2. #2 von manglaubtesnicht am 28. November 2016 - 23:40

    Was für Arschgeigen.

  3. #3 von Rene am 28. November 2016 - 23:54

    Ich verstehe nicht, dass der Gesetzgeber einerseits zum Schutz der Kinder im Auto Kindersitze vorschreibt, aber andererseits zulässt, dass Kindergartenplätze an ungeimpfte Kinder vergeben werden. Kinderärzte sind verpflichtet in bestimmten Fällen das Jugendamt zu unterrichten, bescheuerte Eltern sind jedoch kein Meldegrund. Sieht so aus, als müssten die Zuständigen ihre Hausaufgaben machen.

  4. #4 von Gast auf Erden am 29. November 2016 - 03:28

    Ich beziehe eine Betriebsrente der Pharmaindustrie. Wenn ich zynisch wäre, müsste ich jedem Impfgegner mit Kniefall und Handkuss danken, dass er meine Rente sichert, ja sogar erhöht. Weil schon ein schwerer Masernfall -und bei einem bleibts ja nicht- hunderte, wenn nicht tausende von verkauften Impfdosen aufwiegt.

  5. #5 von dezer.de am 29. November 2016 - 08:01

    „Impfgegnerin, Mutter von vier Kindern“ Mutter, immer wieder eine herausragende Expertise
    „Homöopath und Impfgegner“ Arsch auf Eimer

    Wie frustrierend es sein muss als Experte mit diesen Armleuchtern zu diskutieren und wie unverhältnismässig es überhaupt zu müssen. Warum massen sich Menschen an zu speziellen Fachthemen eine relevante Meinung zu haben und diese auch noch kundtun zu müssen obwohl sie über keinerlei Fachwissen verfügen?
    Gibt es da einen Fachausdruck für? Fussballtrainerkomplex oder so?

    Ich bin Vater von 2 Kindern, durch den Nestbautrieb habe ich selbstverständlich die Fachkompetenz die Statik dieses Wolkenkratzer genauestens zu bestimmen. Mein Gefühl sagt mir, da stimmt was nicht, ich schätze die Stahlindustrie will hier nur unnötig viele Stahträger verbauen. Ich sage, wir lassen diese Stahlträger weg.

  6. #6 von dezer.de am 29. November 2016 - 08:06

    „Homöopath und Impfgegner“

    Hat übrigens auch was positives, durch das „paktieren“ vieler Homöopathen mit Impfgegner leisten die ihren geistigen Offenbahrungseid und diskreditieren sich unbewusst selbst. Vielleicht kommen dadurch viele unkritische Homoöpathieanhänger mal ins Grübeln und denken über ihre unkritische Haltung gegenüber dieser Scharlatarnerei nach.

  7. #7 von Deus Ex Machina am 29. November 2016 - 08:45

    Wenn irgendjemand damit prahlte, x Jahre schon ohne Unfall Auto zu fahren, pflegte mein Fahrlehrer immer zu antworten: „Dabei haben auch genügend andere mitgeholfen.“
    Ganz genauso läuft es doch, wenn Leute heute schwadronieren, ihre Kinder ohne Impfungen großzuziehen. Kann klappen, weil im Umfeld noch viele verantwortungsvolle Eltern ihre Kinder NOCH schützen und diese Infektionen abblocken, bevor diese zur Epidemie werden.

  8. #8 von Siegrun am 29. November 2016 - 08:54

    Ich bin 1970 geboren und als ich im Kindergarten war, kann ich mich noch gut an die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung erinnern. Der Slogan war „Kinderlähmung ist bitter, Schluckimpfung ist süß“, weil sie auf einem Zuckerwürfel verabreicht wurde.
    Und in den 70gern hat man noch genügend Kinderlähmungsopfer herumlaufen sehen. Und die hatte es schwer mit laufen…
    Den Leuten geht es heute einfach zu gut.
    Es würden viel mehr von uns krepiert sein, wenn nicht im Nachkriegsdeutschland mit sinnvollen Impfschemata gearbeitet worden wäre.

    Solche Leute denken offenbar in solchen Bahnen: „Ach was, es hat schon soooo lange nicht mehr gebrannt, lasst uns doch die Feuerwehr abschaffen, die kostet doch nur Geld“ !!!

    superoberxfachfacepalm

  9. #9 von oheinfussel am 29. November 2016 - 09:11

    Als müssten Astrophysiker mit Sternendeuter debattieren – da brauchste gute Nerven …

    Lächerlich und ein Armutszeugnis, dass immer noch diskutiert wird, ob es sinnvoll ist, seine Kinder schwer krank werden zu lassen oder nicht -.-

  10. #10 von parksuender am 29. November 2016 - 10:24

    Die Sendung widmet sich schon das dritte Mal um Impfgegner (im Schnitt alle 2-3 Jahre) – Finde ich gut, allerdings ist es doch recht mühsam sich mit solchen Quacksalbern wie Homöopathen zu unterhalten. Gerade in deren Kreisen ist es doch weit verbreitet dass der Gesundheitszustand mit dem seelischen Zustand einhergeht. Am Dümmsten ist da die Anthroposophie, aus deren Lehren es wohl abgeleitet wird.

    Impfzwang ist da schön und gut, besser ist aber die Bekämpfung der Ursachen. Homöopathie und Anthroposophie im Medizinstudium kritisch wissenschaftlich lehren, Heilpraktikergesetz abschaffen, Alternativmedizin weitestgehend in den Apotheken ins Hinterzimmer verbannen (es ärgert mich jedes Mal wie sehr Schüßler-Salze offen beworben werden und sogar die DHU Informationsabende für Kunden anbietet), …

    Wir haben es hier mit einem Glaubenssystem zu tun, nicht mit rational denkenden Menschen. Wenn die Menschen es gedanklich schon verinnerlicht haben ist es zu spät.

  11. #11 von t.nor am 29. November 2016 - 10:26

    Servus tv ist nun mal ein FPÖ Volksvedummungssender

  12. #13 von omnibus56 am 29. November 2016 - 20:54

    @dezer
    Nach meiner Erfahrung mit Homöopathie-Adepten führt es eher dazu, dass die auch noch zusätzlich zum Unterlassen einer richtigen Behandlung das Impfen sein lassen…

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