Glaube und Wissenschaft: „Keine Kinder des Chaos“

„Es gibt eine Logik, die die Welt leitet. Wenn diese Logik nicht existieren würde, hätte ich rein gar nichts entdecken können“ – so erklärt sich der italienische Kernphysiker Antonino Zichichi, Teilnehmer der laufenden Vollversammlung der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, die Früchte seines wissenschaftlichen Wirkens. Der ehemalige Präsident des nationalen Institutes für Kernphysik ist bekennender Katholik; Wissenschaft und Glauben stellen für ihn keinen Widerspruch dar:

„Die Botschaft der Wissenschaft ist, dass wir Kinder einer Logik sind und nicht des Chaos! Wenn wir Kinder einer Logik sind, wer ist der Autor dieser Logik? Die atheistische Kultur antwortet: niemand, kann das aber nicht zeigen. Wenn das wahr wäre, wäre ich arbeitslos, denn es gäbe keine Logik, es herrschte Chaos.

[http://de.radiovaticana.va/news/2016/11/27/glaube_und_wissenschaft_%E2%80%9Ekeine_kinder_des_chaos%E2%80%9C/1275171

  1. #1 von Unechter Pole am 27. November 2016 - 21:42

    „Es gibt eine Logik, die die Welt leitet. Wenn diese Logik nicht existieren würde, hätte ich rein gar nichts entdecken können“ – so erklärt sich der italienische Kernphysiker Antonino Zichichi, […] Wissenschaft und Glauben stellen für ihn keinen Widerspruch dar

    Zuerst spricht er von der Logik, mit der drauf folgenden Aussage beweist er aber, dass ihm jegliche Logik fremd ist.

  2. #2 von Noch ein Fragender am 28. November 2016 - 00:38

    wer ist der Autor dieser Logik? Die atheistische Kultur antwortet: niemand,

    Der skeptische Atheist sagt: ich weiß nicht, wer „Autor“ dieser Logik ist, mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit aber nicht der Gott, der die Bibel mit ihren zahlreichen Widersprüchen inspiriert haben soll.

    http://www.bibelzitate.de/wsidb.html

  3. #3 von Noch ein Fragender am 28. November 2016 - 01:20

    wer ist der Autor dieser Logik?

    Mit Sicherheit nicht der Gott, der die Bibel mit ihren zahlreichen Widersprüchen inspiriert hat.

    http://ansary.de/Christentum/BibelWiderspruch.html

  4. #4 von Deus Ex Machina am 28. November 2016 - 01:37

    „Wissenschaft und Glauben stellen für ihn keinen Widerspruch dar “

    –> Für Gläubige stellt doch nie etwas einen Widerspruch zu ihrem Glauben dar, dafür fehlt das aufrichtig kritische Denkvermögen.

  5. #5 von paul0f am 28. November 2016 - 08:29

    Anmerkung der Schattenredaktion: Auch hier hat sich mal wieder Uli der Fehlerteufel eingeschlichen – es hätte wie folgt lauten sollen:

    Wenn wir Kinder einer Logik sind, wer ist der Autor dieser Logik? Die religiöse Kultur behauptet: Gott, aber sie kann dieses Gott genannte Etwas nicht zeigen<

  6. #6 von Siegrun am 28. November 2016 - 08:39

    off topic: @paul0f: Oooooh! Uli der Fehlerteufel! Den kenne ich auch noch! ;D Voll die Kindheitserinnerung!

  7. #7 von dezer.de am 28. November 2016 - 09:57

    Ich kann es mir nicht erklären darum …. Wenn so oder so ähnlich Statements anfangen lohnt selten das weiterlesen. Und von der Chaostheorie hat er anscheinend auch noch nichts gehört.

  8. #8 von Noch ein Fragender am 28. November 2016 - 11:42

    Anfrage zu #2

    Der Post #2 war verschwunden, deshalb habe ich ihn durch Post #3 ersetzt.

    Nun ist Post #2 wieder aufgetaucht. Wie kann das passieren?

  9. #9 von Charlie am 28. November 2016 - 12:08

    @NeF

    Die #2 habe ich aus dem Spamordner gefischt und freigeschaltet. Die #3 habe ich erst jetzt gesehen.

  10. #10 von Elvenpath am 28. November 2016 - 12:55

    An seiner „Logik“ sollte der Mann mal arbeiten. LOL Er postuliert einfach, dass die Gesetze der Logik von einem intelligenten Wesen erschaffen wurden. Sein „Beweis“: Wenn es nicht so wäre, gäbe es keine Logik. lach

    Typisch religiöse, zirkulare Logik.

  11. #11 von Hinterfragerin am 28. November 2016 - 22:02

    Diese Argumentation poppt ja immer mal wieder auf: Die Ordnung, die Logik, die Tatsache, dass wir überhaupt sinnvoll Wissenschaft betreiben können als eine Art Gottesbeweis. Auch gerne mal umgekehrt: Man könne ja sonst gar keine Aussagen machen, weil es ohne Gott keine absoluten Wahrheiten geben könne.

    Ich finde das aus verschiedenen Gründen interessant.

    Zum einen, weil es bereits im Mittelalter gerade darüber Debatten gab, mit Theologen, die ähnliche Positionen vertraten, aber auch Theologen, die eine solche Art des Gottesbeweises ablehnten, weil sie – kurz gefasst – der Ansicht waren, dass ein solches Denken Gottes Allmacht in Frage stellen würde. Gott habe es schließlich nicht nötig, einen logisch erklärbaren Kosmos zu entwerfen, und noch weniger müsse er sich an Gesetzmäßigkeiten halten…

    Praktisch: Wäre die Welt „unlogisch“, wäre auch dies ein Gottesbeweis, schließlich kann nur Gott solch eine Welt am Laufen halten🙂 – bzw. dort wo sie angeblich unlogisch ist, können seine Wunder belegen, dass es ihn gibt…

    Zum anderen, weil dieser Argumentation eine erkenntnistheoretische Position zu Grunde liegt, die heute normalerweise eher umstritten ist: Wir „entdecken“ die Realität gleichsam im Wortsinne, wir konstruieren sie nicht, wir nähern uns nicht in Modellen an. Die Logik, die wir herausarbeiten, ist die Logik, die in die Welt „hineingelegt wurde“.

    Meine eigene Position dazu ist, dass Logik ein menschliches Konstrukt ist, dass uns gute Dienste leistet, weil es sich eben unter den Bedingungen unseres Universums entwickelt hat. Offensichtlich können wir durch wissenschaftliches Arbeiten Erkenntnisse gewinnen, die Erklärungen liefern und Vorhersagen ermöglichen – weshalb sie aber nicht „der Realität in einem absoluten Sinne“ entsprechen müssen. Die Ordnungsstrukturen, die dem Universum scheinbar inhärent sind, sind Strukturen, die wir erst konstruieren – was aber erstaunlich gut funktioniert. Die Logik hat also Autoren: uns. Und die „Realität“? Mir erschließt sich nicht, warum selbst ein vor jeder Anschauung durch uns „logisch strukturiertes“ Universum (sofern man ein solcher er-kennen könnte) einen Gott belegen sollte.

  12. #12 von Skydaddy am 29. November 2016 - 08:44

    <

    blockquote>„Es gibt eine Logik, die die Welt leitet. Wenn diese Logik nicht existieren würde, hätte ich rein gar nichts entdecken können“

    Wenn er die Logik mal konsequent anwenden würde, würde er noch mehr überraschende Entdeckungen machen …

  13. #13 von awmrkl am 29. November 2016 - 17:53

    Seine „logische Begründung“ gibt er doch gleich selber:

    Wenn das wahr wäre, wäre ich arbeitslos

    Und was nicht sein kann …
    Die hängen wie die Zecken an ihren selbsterfundenen „Wahrheiten“, weil sie sonst absolut nix hätten, worauf sie sich -auch ggü ihrer Umwelt- rechtfertigen könnten:
    Der perfekte Betrüger, der noch nicht mal merkt, daß er sich und dann alle anderen betrügt und bescheißt.
    Gefickt eingeschädelt. Nicht zu knacken.

  14. #14 von awmrkl am 29. November 2016 - 17:56

    Edith sagt: „worauf sie sich“ => „womit sie sich“

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