fowid: Religionszugehörigkeiten der Bevölkerung in Deutschland 2015

Der Trend der vergangenen Jahre, dass immer weniger Menschen in Deutschland einer der beiden großen Kirchen angehören, setzt sich weiter fort. Inzwischen ist der Anteil der konfessionsfreien Menschen in Deutschland höher als der der katholischen oder evangelischen Kirche. Jedoch zeigen Interessengruppen  Bestrebungen, diese Entwicklung aufzuhalten oder doch wenigstens anders zu interpretieren.

weiterlesen:

https://fowid.de/meldung/3121-religionszugehoerigkeiten-bevoelkerung-deutschland-2015

  1. #1 von Skydaddy am 27. November 2016 - 20:10

    Unter uns:

    Ich (fowid-Mitglied) empfehle, die Zahlen nicht zu verbreiten, da sie, wie es aussieht, in Kürze noch mal überarbeitet werden.

    Insbesondere hat eine Überprüfung ergeben, dass die im Artikel erwähnten Doppelzählungen in katholischen Bistümern vom Statistikreferat der Deutschen Bischofskonferenz offenbar wieder herausgerechnet wurden. Deshalb sollten die Original-Zahlen der DBK verwendet werden, die überall verfügbar sind, nicht die um 700.000 (vermeintliche Doppelzählungen) nach unten korrigierten Katholikenzahlen aus dem Artikel.

  2. #2 von dezer.de am 28. November 2016 - 12:40

    Puh, 2,8% Muslime! Das muss die schlimme Islamisierung sein. Das Ende ist nah!

  3. #3 von manglaubtesnicht am 28. November 2016 - 15:18

    @dezer: Andere kommen auf etwa 4-4,5 Mio. Muslime, bei 82 Mio. Einwohnern also um die 5%. Die Schwierigkeit dabei: Da es im Islam keine Verbände analog zu den christlichen Großkirchen gibt, also keine zentralen Mitgliedszahlen abgerufen werden können, mussten sich die Statistiker hier eine Methode ausdenken, wen genau sie als Muslim erfassen und wen nicht. Im schlimmsten Fall wurden z.B. auch türkischstämmige Atheisten wegen ihrer Herkunft pauschal als Muslime mitgezählt.

  4. #4 von dezer.de am 28. November 2016 - 17:20

    @mgen: Danke. Eine repräsentative Umfrage wäre demnach noch ehrlicher, denn auch Kirchenmitgleider könnten in Wahrheit bereits Atheisten sein und umgekehrt, nicht kirchlich gebunde Menschen sich als Katholiken definieren.

  5. #5 von Gerry am 28. November 2016 - 19:10

    AFAIK wurde im Zensus die Religion abgefragt und dann auf die nicht-Befragten hochgerechnet.

    Pauschal wurde der Herkunft keine Religion zugeordnet.
    Sieht man z.B. daran dass in Stuttgart 7,3% der Einwohner türkischstämmig sind, der Anteil der Muslime aber nur 6,6% beträgt. Weitere insgesamt 1,3% der Bevölkerung in Stuttgart sind aus Kasachstan und Iran, beides Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit.

    [https://www.zensus2011.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/Aufsaetze/2013_BW_Zensus_2011:_Migration_und_Religion.pdf?__blob=publicationFile&

  6. #6 von Gerry am 28. November 2016 - 19:17

    Und zu den Atheisten unter den Kirchenmitgliedern gibt es schon Umfragen:
    [https://fowid.de/meldung/gottesvorstellung-nach-religionszugehoerigkeit-2002

    Wenn man’s aktueller will müsste man vielleicht woanders danach suchen oder selbst eine Umfrage in Auftrag geben.

  7. #7 von Unechter Pole am 28. November 2016 - 23:05

    So manifestiert sich seit sehr vielen Jahren die berühmte Rückkehr der Religion.

  8. #8 von Unechter Pole am 28. November 2016 - 23:32

    @Gerry
    Die in Kasachstan geborenen sind übrigens trotz des „Migrationshintergrundes“ fast ausnahmslos sogenannte „Deutsche i.S. des Grundgesetzes“.

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