Papstmesse: Verdammnis heißt Gottesferne

Der Herr werde alle Menschen nach ihren Werken richten, und „der Tod und die Unterwelt“ würden „in den Feuersee geworfen“. Auf diese Worte des biblischen Autors ging Franziskus näher ein: „Die ewige Verdammnis ist keine Folterkammer, sie ist ein Tod. Wenn jemand nicht ins Reich Gottes aufgenommen wird, dann deshalb, weil er sich dem Herrn nicht genähert hat. Das sind die, die immer ihren eigenen Weg gegangen sind, die sich vom Herrn entfernt haben… Sich kontinuierlich immer mehr von Gott zu entfernen, das ist die ewige Verdammnis.“

[http://de.radiovaticana.va/news/2016/11/25/papstmesse_verdammnis_hei%C3%9Ft_gottesferne/1274733

  1. #1 von Rene am 26. November 2016 - 21:55

    Der spricht von mir. Woher kennt mich der Typ?

  2. #2 von uwe hauptschueler am 26. November 2016 - 22:37

    „Der >Herr<, ohne dessen Willen kein Sperling vom Dache fällt oder 10 Millionen im KZ vergast werden: das müsste schon ’ne merkwürdige Type sein – wenn’s ihn jetzt gäbe!“ Arno Schmidt
    Je ferner, desto besser.

  3. #3 von Hypathia am 26. November 2016 - 22:47

    Na dann treffen wir uns da wohl alle….🙂

  4. #4 von Feld am 26. November 2016 - 23:14

    Willkommen in der ewigen Verdammnis (aka Realität).

  5. #5 von awmrkl am 26. November 2016 - 23:18

    „Na dann treffen wir uns da wohl alle…“

    Yes! Damit rechne ich und hoffe darauf (selbst wenn …).
    Mit i-welchen „seligen“ Religioten- oder Esoteriker-Arschlöchern auch noch eine Ewigkeit zusammen verbringen zu müssen – NEEEIIINNN!1!! NIIIEEMAALS!

  6. #6 von Andreas Kielmann am 27. November 2016 - 07:42

    Verdammt, will er uns erzählen es gäbe mehrere persönliche Tode? Definiert er gerade das Wort „Tod“ um, nachem den allermeisten Menschen ein persönlicher Gott abhanden gekommen ist?
    Es war schon klar, dass nach dem Jahr der Barmherzigkeit irgend was schroffes folgen muss. Nun ist es also das Spiel mit dem Tod.
    Das Schüren der Angst nach dem Tod persönlich in die falsche Kammer des Jenseits gesteckt zu werden schreckt Keinen, der weiß dass nach dem beenden der Sauerstoffzufuhr im Hirn kein Bewusstsein mehr vorhanden ist.
    Ich schätze, das ist der Grund für den Kniff mit den mehreren Toden.

  7. #7 von Andreas Kielmann am 27. November 2016 - 08:16

    Dann kannte ich noch den Begriff vom „Kleien Tod“ der meines Wissens nach den Schlaf umschreibt. Wiki allerdings sagt es handelt sich beim kleinen Tod um den Orgasmus. Mit gleichem Namen gibt es auch einen Cocktail. Die Bestellung des Getränks stelle ich mir wie folgt vor: Ich hätte gerne einen Orgasmus. LOL

  8. #8 von Willie am 27. November 2016 - 10:08

    „Die ewige Verdammnis ist keine Folterkammer, sie ist ein Tod. Wenn jemand nicht ins Reich Gottes aufgenommen wird, dann deshalb, weil er sich dem Herrn nicht genähert hat. Das sind die, die immer ihren eigenen Weg gegangen sind, die sich vom Herrn entfernt haben… Sich kontinuierlich immer mehr von Gott zu entfernen, das ist die ewige Verdammnis.“

    Jetzt muss er nur noch sagen: Jesus starb am Pfahl und war nicht wirklich leiblich Gott, dann nehmen ihn die Jehovas Zeugen mit offen Armen auf.

  9. #9 von Skydaddy am 27. November 2016 - 11:33

    Problem Nr. 1: Selbst, wenn Jesu Rede von „Feuerofen“ nur eine Metapher war, beschreibt sie doch etwas, was offenbar GENAU SO QUALVOLL ist, wie in einem Feuerofen zu sein. (Darauf hat schon Franz Buggle aufmerksam gemacht.)

    Problem Nr. 2: In dem Moment, wo jemand nach seinem Tod erkennt, dass Gottesferne suboptimal ist, wird er folglich doch zu Gott wollen. Um die Verdammten überhaupt mit der Gottesferne quälen bzw. strafen zu können, muss deren Wille also ignoriert werden. Nun wird aber gerne behauptet, Willensfreiheit sei schon auf der Erde so toll, dass dafür sogar das dadurch verursachte Leid in Kauf zu nehmen sei. Dann muss es aber im Jenseits auch Willensfreiheit geben. (In dem Sinne, dass man etwas nicht nur wollen, sondern auch umsetzen kann.) Dann können die Verstorbenen aber nicht in der „Gottesferne“ verharren.

    Oder: Die Verdammten wollen gar nicht zu Gott. Dann kann die Strafe ja nicht sehr schlimm sein.

    Das ist für mich alles wieder so etwas undurchdachtes Religiotisches, was eingeführt wurde, bevor es jemand gründlich durchdacht hat.

  10. #10 von paul0f am 27. November 2016 - 11:34

    Bergoglio .. mach deinen Kopf zu, da kommt eh nur Unsinn raus.

  11. #11 von itna am 27. November 2016 - 12:52

    @Skydaddy-Denken, wo denkst du hin.
    Das ist bei Religioten absolute Glückssache.

  12. #12 von Noch ein Fragender am 27. November 2016 - 13:03

    …und uns nicht unseren eigenen Weg suchen, dann erwarteten uns „die Freude und das Heil“, „neuer Himmel und neue Erde“.

    Selbständig denken und selbstbestimmt handeln konnten die Kleriker noch nie ertragen.

    Nur wer Jesus (sprich: seinem Stellvertreter) folgt, dem winken „die Freude und das Heil“, ja sogar ein „neuer Himmel“ und eine „neue Erde“ als Belohnung.

    Wer eigene Wege geht, landete früher in der ewigen Folterkammer. Seit Franziskus diese offensichtlich abgeschafft hat, blüht ihm nur noch der „ewige“ Tod.

    Der „ewige“ Tod ist für Naturalisten nichts Neues, nur dass sie davon ausgehen, dass dieser alle Menschen, auch die Gläubigen, trifft.

  13. #13 von Noch ein Fragender am 28. November 2016 - 09:07

    @ #9 von Skydaddy

    (Undurchdachtes Religiotisches)

    Der in der Einsamkeit betende Jesus habe bei der Versuchung durch den Teufel kein eigenes Wort gesagt, sondern nur Bibelzitate verwendet: „Er hat sich mit dem Wort Gottes verteidigt“, so Franziskus.

    Wieso benötigt Jesus statt eigener Worte Bibelzitate, wenn er sich mit dem „Wort Gottes“ verteidigen will?

    Gelten seine eigenen Worte nicht als Gottes Wort? Nach dem Johannesevangelium soll er sogar das fleischgewordene Wort Gottes selbst sein. (Joh 1, 14)

  14. #14 von Siegrun am 28. November 2016 - 09:38

    @#7: Andreas Kielmann:
    Und die Antwort wird lauten: “ Ja, ich auch. Und was wollen Sie trinken?“

  15. #15 von Willie am 28. November 2016 - 14:29

    @Siegrun

    Heißt das nicht: „Was wollen wir trinken?“

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