Viele Pastoren leiden unter Erfolgsdruck

Ihm zufolge fällt es Pastoren meistens schwer, sich abzugrenzen und bei Anfragen Nein zu sagen. Häufig komme der Druck von Gemeindemitgliedern. Man müsse gemeinsam klären, wozu der Pastor in erster Linie da sei, und die Verantwortung so verteilen, dass die Arbeit gelingen könne. Kirchen gingen jedoch noch davon aus, dass viele Dinge nur der Pastor tun könne.

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[http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/viele-pastoren-leiden-unter-erfolgsdruck-99038.html

  1. #1 von Noch ein Fragender am 25. November 2016 - 12:19

    Dafür müsse ein Leiter zwei Wahrheiten der Bibel anerkennen: Erstens, dass er als Mensch auch fehlerhaft sei, und zweitens, dass er von Gott die Möglichkeit erhalten habe, sein Leben in Freiheit und Verantwortung zu gestalten

    Was hier als „biblische Wahrheit“ aufgetischt wird, vertritt ein aufgeklärter Humanist auch ohne Umweg über eine „göttliche Offenbarung“ aus einer antiken „Heiligen Schrift“: selbstbestimmtes vernüftiges Handeln mit Offenheit für Kritik angesichts menschlicher Fehlbarkeit.

    Aber vielleicht bekommt man Aufklärungsideale nur in religiöse Köpfe, wenn man sagt, sie seinen von Gott ermöglicht und geboten.

    Ich lasse bewusst offen, ob diese „biblischen Wahrheiten“ eine philologisch angemessene Auslegung sind und gebe nur zu bedenken, dass andere aus denselben antiken „heiligen“ Schriftstücken voraufklärerisches und inhumanes Gedankengut als „biblische Wahrheiten“ präsentieren (z. B. dass Hexen und Homosexuelle mit dem Tode zu bestrafen sind).

    Hexen: 2. Mose 22,17 (“ Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen.“)
    Homosexualität: 3. Mose, 20, 13 („Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen. „)

  2. #2 von Gerry am 25. November 2016 - 12:27

    dass er von Gott die Möglichkeit erhalten habe, sein Leben in Freiheit und Verantwortung zu gestalten

    Aber wehe man benutzt diese Freiheit dazu, als Mann mit einem anderen Mann wie mit einer Frau zusammenzuliegen.
    Oder gar sich zu rasieren!

  3. #3 von Rene am 25. November 2016 - 17:41

    Was „arbeitet“ eigentlich so ein Pastor? Was würde passieren, wenn er einfach mal nicht „arbeitet“? Nichts! Was also jammert der Typ?

  4. #4 von Noch ein Fragender am 25. November 2016 - 17:54

    @ #2 Gerry

    Aber wehe man benutzt diese Freiheit dazu, …

    Ja, man muss wirklich aufpassen, wenn sich Christen Ideale der Aufklärung aneignen, Oft werden diese gegen ihren Sinn uminterpretiert:

    Aus der Freiheit wird plötzlich eine „christliche“ Freiheit. Diese ist dann die „wahre“ Freiheit und besteht darin, durch Unterwerfung unter den „HERRN“ frei zu werden von allen egoistischen und sündigen Bestrebungen und allein „IHM“ zu dienen.

  5. #5 von Hal am 25. November 2016 - 21:53

    Häufig komme der Druck von Gemeindemitgliedern.

    Viele Gemeindemitglieder lassen sich nicht mal Weihnachten oder zum Menschenopferfest im Frühling in der Kirche blicken. Es wird also nur ein Bruchteil der wenigen treuen Gottesdienst Absolvierer in frage kommen die den armen Pastor bedrängen.
    Es ist selbstverständlich möglich dass die Wenigen mehr Öffentlichkeitsarbeit verlangen um den Rückgang ihres Vereins entgegenzuwirken.

    Man müsse gemeinsam klären, wozu der Pastor in erster Linie da sei, und die Verantwortung so verteilen, dass die Arbeit gelingen könne.

    Ich vermute mal dass sehr engagierte Christen rarer geworden sind oder ein Alter erreicht haben in dem sie nicht mehr die Kraft haben um sich irrenamtlich abzumühen.

    Doch mehr Quantität führe nicht zu mehr Qualität: „Wir können auch nicht jeden Tag das Optimum aus uns herausholen. Damit würde der Mensch seine wichtigste Ressource zerschleißen: sich selbst. Qualität entsteht nur durch Begrenzung.“ So sei Schlaf „eine der wichtigsten geistlichen Tugenden“.

    Steigt die Qualität der verbliebenen Gemeindemitglieder wenn mal wieder jemand austritt?

    Hat der werte Herr Dozent nun die wirklich dringenden Problematiken der EKD Pastoren ausgemacht, oder gibt es andere Sachverhalte die den Pastoren den Schlaf rauben könnten. Dass sie z. B. mehrere Gemeinden betreuen, die Schließung von Kirchen, dass das Ansehen ihres Berufes gefallen ist und kaum noch jemand diesen ergreifen möchte.
    Den gläubigen Pastoren muss es sehr zusetzen das abgleiten ihrer Kirche/Konfession in die Belanglosigkeit zu erleben und das zu trotz der vielen Politiker die nichts ungenutzt lassen um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Wenn sie wirklich von der Wahrheit ihrer „frohen“ Botschaft überzeugt sind, muss es schmerzlich sein keine Abnehmer dafür zu finden.

    Vor ungefähr 100 Jahren wahren Pastoren noch hoch angesehene Mitglieder der Gesellschaft, in ländlichen Gebieten, zusammen mit Lehrern, die einzigen (oder wenigen) Kulturträger und in der Mitte aller sozialen Aktivitäten. Wurden in vielen Lebenslagen zu Rate gezogen, Menschen in schwierigen Situationen konnten sie auch materiell helfen, sie bedeuteten etwas.

    Es ist wahrscheinlich dass der Glaube heutiger Pastoren nicht ihr Theologiestudium überlebte, zumindest haben sie einige der sogenannten Glaubenswahrheiten ihres Glaubensbenntnisses aufgeben müssen.

    Das apostolische Glaubensbekenntnis

    Ich glaube an Gott, den Vater,
    den Allmächtigen,
    den Schöpfer des Himmels und der Erde.

    Und an Jesus Christus,
    seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
    empfangen durch den Heiligen Geist,
    geboren von der Jungfrau Maria,
    gelitten unter Pontius Pilatus,
    gekreuzigt, gestorben und begraben,
    hinabgestiegen in das Reich des Todes,
    am dritten Tage auferstanden von den Toten,
    aufgefahren in den Himmel;
    er sitzt zur Rechten Gottes,
    des allmächtigen Vaters;
    von dort wird er kommen,
    zu richten die Lebenden und die Toten.

    Ich glaube an den Heiligen Geist,
    die heilige christliche Kirche,
    Gemeinschaft der Heiligen,
    Vergebung der Sünden,
    Auferstehung der Toten
    und das ewige Leben.

    Amen.

    Ein ganz schön großer Happen.

  6. #6 von Willie am 26. November 2016 - 06:52

    Und beten hilf da nicht weiter? Oder sind das alle BAP-Anhänger?

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