Kreuz als Provokation

Es ist ein Symptom, wenn Kreuze aus Klassenzimmern und Gerichtssälen entfernt werden. Kreuze aber aus politischen Gründen eines faulen Kompromisses abzulegen, ist verantwortungslos. Von Bischof Heinz Josef Algermissen

(…)

Die Kniebeuge vor dem Kreuz ist je ein Sich-Hineinknien in die Wirklichkeit der Welt. Und es gibt keine andere Religion, die so ehrlich den Blick in die Wirklichkeit aushält, wie das Christentum. Und darum ist es so einmalig wie sein Gründer einmalig ist – überhaupt nicht auf eine Stufe zu stellen etwa mit Mohammed, Buddha oder Konfuzius. Das müssen wir uns immer wieder klarmachen in einer Zeit, die unseres christlichen Profils wesentlich bedarf.

[http://www.kath.net/news/57553

  1. #1 von Hal am 24. November 2016 - 22:20

    Und es gibt keine andere Religion, die so ehrlich den Blick in die Wirklichkeit aushält, wie das Christentum. Und darum ist es so einmalig wie sein Gründer einmalig ist – überhaupt nicht auf eine Stufe zu stellen etwa mit Mohammed, Buddha oder Konfuzius.

    Die kognitive Dissonanz des Lesers muss schon sehr umfangreich sein wenn dieser nicht stutzig wird. Die grenzenlose Arroganz des Algermissens, die Weltfremdheit, die Frechheit ist atemberaubend.

  2. #2 von m0ebius am 25. November 2016 - 05:16

    Kreuze aber aus politischen Gründen eines faulen Kompromisses abzulegen, ist verantwortungslos.

    Stimmt, man sollte sie aus vollster Überzeugung als Bekenntnis zum weltanschaulich neutralen Staat abhängen!

  3. #3 von Skydaddy am 25. November 2016 - 07:17

    Wenn Algermissen tatsächlich den ehrlichen Blick in die Wirklichkeit schätzen würde, wäre er Naturalist, nicht Christ.

    Allerdings: Mit derselben Arroganz, mit der Algermissen auf die vermeintlich minderwertigen anderen Religionen blickt, können Atheisten und Naturalisten m.E. zu Recht auf Religioten wie Algermissen hinunterblicken.

    Erst recht, wenn sie vom „Blick in die Wirklichkeit“ schwafeln.

  4. #4 von Andreas Kielmann am 25. November 2016 - 09:08

    Wer die Kriminalgeschichte des christentums in seine Abwägung der Weltanschauungswahl mit einbezieht wird dieses Hingespinst mit Bevormundung und angeschlossenem Machtapparat beim Wahlvorgang sofort überspringen.

    Es sind die durchs christentum im denken versklavten die sich ihre Freiheit im Moment der Wahl nicht gestatten um kurz darauf wieder die Last der algermissens freudig zu tragen und selbst unterzugehen oder noch besser den Freien diese ekelhafte Last aufzuerlegen.

    Welcher freie Mensch sollte so einen Dreck vermissen?

  5. #5 von Rene am 25. November 2016 - 09:37

    Buddha und Konfuzius weisen einen gewaltigen Vorteil auf: es gab sie wirklich. Sie haben existiert. Im Gegensatz zu diesem verlausten Wanderprediger, für dessen Existenz es keinen einzigen zeitgenössischen Beweis gibt. Nicht mal einen Leichnam gibt es, da dieser praktischerweise davongeflogen ist.

    Bis auf die Vorhaut natürlich, die ihm aber geschätzte 49 mal nachgewachsen ist. Bei diesem gigantischen bullshit bleibt dem Bischof nur noch ein trotziges: Mein Papa ist aber stärker als deiner. Sind diese Typen nun dumm oder lügen sie?

  6. #6 von deradmiral am 25. November 2016 - 09:56

    @Rene
    Bei Buddha bin ich mir nicht so sicher, ob es ihn wirklich gab. Die Experten haben einen 160-Jahre Zeitraum (563-400 vuZ) in der Diskussion für seine Existenz. Es gibt keine archäologischen Artefakte (Münzen, Tempel, Statuen), die Buddha (zeitnah) belegen. Und alles was wir nachweisen kommen, kommt frühestens aus der Zeit von Asoka (304-232 v.u.Z.), der Buddhismus zur Staatsreligion gemacht hat.

    Es ist denkbar, dass Buddha die indische Reaktion auf die Konfrontation mit der griechische Philosophentradition war. Und viele Ideen von Epikur, Pythagoras und anderen spiegeln sich in der buddhistischen Tradition wieder. Außerdem spricht das Aufkommen einer funktionierenden (phönizisch beeinflussten) Schrift unter Asoka für eine westliche Beeinflussung der indischen Kultur, die letztlich durch die Katastrophe der Konfrontation mit dem Eroberer Alexander (356-323 v. u.Z.) verursacht wurde, welches mit dem Seleukidenreich und dem östlichen Nachfolger Baktrien zum Nachbarstaat wurde.

    Wegen Konfuzius bin ich bei der Historizität relativ sicher, da er Schüler hatte, die sich direkt nach seinem Wirken verstreut haben und unabhängige übereinstimmende Geschichten über ihn hinterlassen haben.

  7. #7 von Deus Ex Machina am 25. November 2016 - 11:44

    „die so ehrlich den Blick in die Wirklichkeit aushält, wie das Christentum“

    –> Na wenn das mal nicht Religion im Endstadium ist. Drei Viertel eurer wertlosen Existenz habt ihr nicht mal was von Amerika gewusst und bildet euch immer noch ein, die einzig allein seligmachende Wahrheit zu besitzen?

  8. #8 von Rene am 25. November 2016 - 12:31

    @deradmiral. Manno, jetzt nimm mir nicht meinen indischen Prinzen weg.

  9. #9 von Yeti am 25. November 2016 - 13:09

    Warum wird dieses Zeichen der Erlösung für uns Christen so oft besudelt oder lächerlich gemacht?

    Weil es ein blutbesudeltes, lächerliches Zeichen für eine „Erlösung“ ist, die kein Mensch mit klarem Verstand braucht.

  10. #10 von Monika am 25. November 2016 - 20:07

    Von Zeit zu Zeit provoziere ich gern.

  11. #11 von Monika am 25. November 2016 - 20:28

    Galilei mußte erst ein Teleskop haben, bevor er die Ringe des Saturn entdeckte, heißt aber nicht, das die vorher nicht da waren.
    Rene, um festzustellen, ob es Jesus von Nazareth gab, fehlen Ihnen vielleicht die richtigen Antennen?

  12. #12 von Monika am 25. November 2016 - 20:33

    Schon eine Stimme gegen die Ringe des Saturn!

  13. #13 von Rene am 25. November 2016 - 21:40

    @Monika. Menschen haben keine Antennen. Häuser ja. Autos auch. Und die Biene Maja. Aber Menschen, nein.

    Und wenn nun ein Wanderprediger samt seinen Zeitzeugen nicht einen überprüfbaren Federstrich hinterlässt darf ich mit Fug und Recht davon ausgehen, dass er entweder ein vollkommen uninteressanter Spinner war oder auch nie existiert hat.

    Schlimmer noch, wenn es nicht einen einzigen Zeitzeugen für ein übernatürliches Wesen wie einen Gottessohn gab, dann ääh, ja, dann sprechen wir wohl von Humbug.

    Ich nehme an, eine sehr frühe Ausgabe von „Charlie Hebdo“ oder „Titanic“ hatte den Titel „Die Evangelisten“. Und die Leute waren so blöde und haben das ernst genommen. Nix für ungut.

  14. #14 von Unechter Pole am 26. November 2016 - 07:42

    @Rene
    Biene Maja, oh ja. Sie ist – selbst ohne Antennen – bekannt für ihre besondere Nähe zu dem einzig wahren Gott.

  15. #15 von Diamond Mcnamara am 26. November 2016 - 13:15

    MÓNIKA: PROVOKATION IST DEM HERRN EIN GRÄUEL.

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