Rechnungen von Anno Tobak – Kirchen verklagen Ost-Kommunen

Vor kurzem wurde mal wieder beim MDR über die seit mehr als zweihundert Jahren gezahlten und nach Grundgesetz eigentlich abzulösenden Staatsleistungen an die beiden christlichen Kirchen gestritten. Ein CDU-Landtagsabgeordneter stellte die Behauptung auf, die Kirchen seien zur Ablösung dieser Leistungen bereit. Dem musste widersprochen und festgestellt werden, dass das eigene Verhalten, beispielsweise bei den Baulasten in Thüringen, klar zeigt, dass die Kirchen weder bereit sind auf alte noch auf neue Privilegien zu verzichten.

Würde dadurch die Entscheidung des Bundesverwaltungsgesichts von 2008 gekippt, hätte das fatale Auswirkungen für den Osten. Die ohnehin finanziell dünn betuchten ostdeutschen Kommunen müssten dann erneut in die Bezahlung alter, anachronistischer Forderungen der Kirchen eintreten. Um welche Summe es dabei ginge, ist ziemlich unübersichtlich. Der profunde Kenner der Materie Carsten Frerk hat in seinem „Violettbuch Kirchenfinanzen“ das Volumen der Baulastzahlungen von Ländern und Kommunen an die Kirchen deutschlandweit auf jährlich 100 Mio. Euro geschätzt.

Artikel von Rolf Schwanitz beim hpd.

  1. #1 von Willie am 22. November 2016 - 10:12

    Wenn es schon mit einer Neuevangelisierung nicht klappt, dann doch lieber den Sack noch schneller füllen. Die paar Restschäfchen spielen dann auch keine Rolle mehr.

  2. #2 von deradmiral am 22. November 2016 - 13:52

    Die Schadenersatzforderungen von verbrannten Hexen und Häretikern sind dagegen verjährt.

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