Kirche computertauglich machen: Württemberg plant „Start-ups“

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg will künftig verstärkt „Start-ups“ für kirchliche Programme auf Smartphones und Computern fördern.

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[http://www.evangelisch.de/inhalte/140353/21-11-2016/kirche-computertauglich-machen-wuerttemberg-plant-start-ups

  1. #1 von ichglaubsnicht am 21. November 2016 - 23:50

    Aha, eine Kirchen-App und eine Gesangbuch-App sind also schon in Planung. Wenn das mal nicht zu einer Wiedereintrittswelle führt.
    Irgendwelche Bullshit-Ideen mit denen man da Fördergelder abschöpfen kann?
    Wie wäre es z.B. mit einer Gott-Detektor-App, die aus dem Rauschen irgendwelcher Smartphonesensoren die angebliche Nähe Gottes berechnet und das auf einer Art Tacho anzeigt?
    Oder eine Wunder-Melde-App (wobei das eher was für Katholiken wäre) wo man auch gleich ein Beweisfoto mit hochladen kann.

  2. #2 von Skydaddy am 22. November 2016 - 03:55

    Ich wette, den größten Zulauf hätte eine Kirchenaustritts-App – die man „Melde-dich-App“ nennen könnten.

  3. #3 von ichglaubsnicht am 22. November 2016 - 05:09

    @skydaddy
    Das scheitert ja leider an der Gesetzeslage. Man könnte allerdings einen Kirchensteuer-Counter machen, in den man das eigene Gehalt eingibt und das Bundesland in dem man wohnt und daraufhin fängt das Ding an zu zählen und weist einen darauf hin, wenn der Break-Even bezüglich der Austrittsgebühren erreicht wäre. Das motiviert dann extra vielleicht doch mal bei der entsprechenden staatlichen Stelle vorbeizuschauen und den Austritt zu erklären.

  4. #4 von Skydaddy am 22. November 2016 - 05:41

    @ichglaubsnicht:

    nach meinen Recherchen zu dein-kirchenaustritt.de hatte ich tatsächlich überlegt, wie man etwas aufziehen könnte, wo man Leuten tatsächlich die Austrittsgebühr erstattet. Das ließe sich ganz ähnlich aufziehen wie dein-kirchenaustritt.de (aber redlich):

    Die Zahl derer, die sich tatsächlich keine 30 Euro für den Kirchenaustritt leisten können oder wollen, dürfte m.E. eher gering sein. Größer dürfte die Zahl derer sein, die durch den Kirchenaustritt tatsächlich Kirchensteuer sparen. Bei denen finanziert sich die Kirchenaustrittsgebühr quasi über die gesparte Kirchensteuer.

    Die könnte man nun anregen, einen Teil der gesparten Kirchensteuer (z.B. die Hälfte der Ersparnis im 1. Jahr) zu spenden, um Anderen, denen es nicht so gut geht, dass sie durch den Kirchenaustritt sparen, die Austrittsgebühr erstatten zu können.

    Die Kirchensteuer kann ohne Weiteres 200 Euro pro Jahr betragen (Durchschnitt dürfte gut 800 Euro pro Kirchensteuerzahler sein.) Mit der Hälfte davon ließen sich schon die Gebühr für 3 Kirchenaustritte á 30 Euro erstatten.

    Gleichzeitig könnte man einen „Nerv- und Arschtritt-Service“ anbieten. Solche Dienste gibt es bereits, um sich zu motivieren, dass man seine Vorsätze einhält. Man kann zwar nicht per Mausklick aus der Kirche austreten. Man kann sich aber per Mausklick verpflichten, jeden Monat, wo man dem Dienstanbieter keine Austrittserklärung vorlegt, automatisch einen gewissen Betrag per Lastschrift zu zahlen. Dieser Betrag wird erstattet, wenn man die Austrittsbescheinigung vorlegt.

    Gleichzeitig nervt einen der Dienst mit Mails, in denen einem eben auch vorgerechnet wird, wie viel Kirchensteuer man seit der Aktivierung schon unnötig gezahlt hat, und welche Steuermehreinnahmen dem Staat dadurch entgangen sind. (Denn der Staat profitiert ja von Kirchenaustritten durch höhere Einkommensteuer.)

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