Säkularismus: Muss man wieder Christ sein, um dazuzugehören?

Viele Populisten berufen sich auf das Christentum, um gegen den Islam zu wettern. Die säkulare Gesellschaft muss wieder über den Stellenwert von Religion nachdenken.

[http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-11/saekularismus-religion-christentum-europa/komplettansicht

  1. #1 von user unknown am 21. November 2016 - 05:13

    Was gibt es darüber nachzudenken?

  2. #2 von ptie am 21. November 2016 - 12:05

    Für einen Theologen wie dem Autoren, Herrn Görlach, ist die Sache vielleicht nicht so klar.

  3. #3 von drawingwarrior am 21. November 2016 - 12:08

    Wer glaubt, religiösen Fanatismus mit religiösem Fanatismus einer anderen Geschmacksrichtung bekämpfen zu können, sollte seine These nochmals überdenken.
    Oder haben die Nationen, die sich gegen Hitler gestellt haben auch erst den Nationalismus eingeführt?
    So, ich hab drüber nachgedacht.

  4. #4 von Skydaddy am 21. November 2016 - 12:37

    Der Faschismus hat sich nicht zuletzt aus Furcht vor dem Bolschewismus entwickelt, oder diese Furcht zumindest ausgenutzt.

  5. #5 von Jesinchen am 21. November 2016 - 14:52

    Er schreibt, das in Deutschland Kirche und Staat getrennt sind. Das stimmt nur bedingt. Während der Staat nicht in kirchliche Herangehensweisen einmischt, tuen es die Kirchen sehr wohl.
    Er behauptet das es bei Säkularismus nur um eine Frage geht, und zwar die Definition der gemeinsamen Identität, und nicht um bisherige Fragen welche eine Trennung von Staat und Kirche in speziellen Bereichen behandelt haben.
    Dadurch höhlt er im Kern genau das aus was Säkularismus bedeutet, weil er entscheidende Teile wegstreicht um den einen, ihn interessierenden Bereich, hervorzuheben.
    Er macht die Frage des Säkularismus zu einer Frage darüber, wie sich Muslime in unserer Gesellschaft zurechtfinden. Auch wenn er kurz mal die Gruppe der Andersgläubigen angeschnitten hat, fallen die Nichtgläubigen vollkommen unter den Tisch.
    Er höhlt das Märchen der christlichen, westlichen Werte aus.
    Er stellt die Bedürfnisse und Befugnisse der Religion in der Prioritätenliste ganz klar unter die Verfassung und den gesetzlichen Rahmen.
    Er rechtfertigt die asymmetrische Bevorzugung des Christentums und der beiden großen christlichen Kirche damit, dass nur die über einen langen Zeitraum verbindlich als Organisation ihre Mitglieder religiös repräsentieren können.
    Alleine schon die Existenz von getauften Religiösen denen nur allzu schnell ein „Ja, die Kirchen sind echt beschissen, aber Glaube und Gott funktioniert ja unabhängig davon“ über die Lippen geht widerlegt diese Argumentation sehr gut.
    Er argumentiert auch dafür das man, wenn man das aus historischen Gründen gerne so möchte, natürlich eine Glaubensgruppe den anderen vorziehen kann und bezeichnet das als eine Sache die mit Säkularismus vereinbar ist.
    Das ist es natürlich nicht, abgesehen davon das es eben auch nicht mit dem Gleichheitsgrundsatz unseres Grundgesetzes vereinbar ist, auf das er sich weiter oben noch bezogen hat.

    Insgesamt argumentiert er also für den Status quo, weil es ja schon immer so war, rührt die Frage des Säkularismus nicht an und ignoriert komplett die große Gruppe der Nichtreligiösen.

  6. #6 von Netizen am 21. November 2016 - 19:25

    „Die säkulare Gesellschaft muss wieder über den Stellenwert von Religion nachdenken.“

    Die säkulare Gesellschaft hat darüber nachgedacht und befunden, daß der Stellenwert von Religion (in der Öffentlichkeit) mit Null zu bewerten ist, was bereits sehr großzügig bemessen ist. Alles andere wäre keine säkulare Gesellschaft.

Sag uns deine Meinung

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s