Altbundespräsident Köhler: „Die christlichen Wurzeln Europas sind nicht Folklore“

„Papst Franziskus macht uns unmissverständlich klar, dass die christlichen Wurzeln Europas nicht Folklore sind, sondern Anspruch an uns selbst: Jedes Leben verdient Respekt.“ Dieser Ansicht ist Altbundespräsident Horst Köhler. Der Protestant hielt die Laudatio auf den Papst, der am 17. November mit dem Medienpreis „Bambi“ für seine gelebte Nächstenliebe ausgezeichnet wurde.

[http://www.idea.de/gesellschaft/detail/die-christlichen-wurzeln-europas-sind-nicht-folklore-98987.html

  1. #1 von Torchy am 20. November 2016 - 21:47

    Jeder, der einen Bambi hat und es versäumt hat, ihn nach der Auszeichnung von Bushidoof zurückzugeben, sollte dies jetzt tun.
    Oder sich schämen.

  2. #2 von deradmiral am 20. November 2016 - 22:17

    Die christlichen Wurzeln sind voller Blut und Dummheit. Sie wurzeln in den Errungenschaften der Antike und erst das Zurückschneiden diese giftigen Efeus durch mutige Denker, hat dem Abendland wieder Luft zum Atmen verschafft.

    Vergessen wir nicht die Abertausende von Toten, welche die Diskussion ob Gott einer, zwei oder drei ist. Ob Jesus wesensgleich, wesensähnlich oder menschlich ist. Vergessen wir auch nicht, dass jede Abspaltung im Christentum zu einem oder mehreren Genoziden geführt hat. Denken wir an die Wurzeln, die Judenprogrome, Hexenverfolgung und die immer noch existierende heilige Inquisition ermöglicht hat. Vergessen wir nicht, dass Jahrtausende lang Kinder von den Kirchen entführt, misshandelt, versklavt und getötet wurden. Danken wir der Kirche für ihre Heiligen, wie den kürzlich wieder gehuldigten Sankt Martin, der zehntausende von Sklaven besaß. Frauenunterdrückung, Vernichtung der Kultur von Ureinwohnern, Zerstörung von nichtchristlichen Statuen, Denkmälern und Tempeln. Vergessen wir auch nicht die Leib- und Liebesfeindlichkeit des Christentums, die Verleumdung, Unterdrückung und Hinrichtung von Kritikern.

    Und natürlich loben wir die Christenheit, dass sie Jahrtausende lang die Kirchen mit ihren geldklebrigen Fingern überall sich einmischen ließen, in der Regel die größten Diktatoren, Gewaltherrscher und Menschenverächter umgarnt haben, um dann später die Geschichte schönzuschreiben und die wenigen eigenen Anhänger, die sich dagegen stemmten und den Zorn der eigenen christlichen Institutionen zu spüren bekamen, dann hinterher als die wahren Stellvertreter ihres Christentums darzustellen.

    Auf die christlichen Wurzeln ist geschissen. Aber nur in der Hoffnung, dass der Dung ihnen nicht auch noch nützt.

  3. #3 von Rene am 20. November 2016 - 22:56

    „Dieser Satz ist Bullshit und zwar intellektuell klingender, pseudo-tiefsinniger Bullshit (PTB), also eine scheinbar eindrucksvolle Erklärung, die als wahr und bedeutungsschwer präsentiert wird, in Wirklichkeit aber hohl und nichtssagend ist“.

  4. #4 von Elvenpath am 21. November 2016 - 00:44

    Irgendwie steht das, was Köhler da von sich gibt, in krassem Widerspruch zu dem, was die Christen im Namen ihres Gottes so alles verbrochen haben.

  5. #5 von Deus Ex Machina am 21. November 2016 - 10:41

    „Die christlichen Wurzeln Europas sind nicht Folklore“

    –> Nein, sie sind ein Märchen, das dem dummen Volk wieder und wieder erzählt wird. Wie viel von dem, was wir heute an der Gesellschaft so schätzen, war denn schon präsent, als der Papst noch Könige und Kaiser mit Exkommunikationsandrohnungen in die Knie zwingen konnte?
    Warum tritt keine Partei mit dem Mott: „Hach, so ein absolutistischer Herrscher in einer von Gott gesalbten Erbmonarchie wäre doch was feines!“ an?

  6. #6 von Skydaddy am 21. November 2016 - 11:02

    Das Christentum ist für mich nicht die WURZEL der europäischen Kultur, sondern der DUNG, auf dem schließlich Freiheit und Demokratie gewachsen sind.