Homo-Gegner soll Trumps Justizminister werden

Der zukünftige US-Präsident hat einen Politiker als Attorney General ausgewählt, der die Ehe für alle als inakzeptabel bezeichnet.

Der designierte amerikanische Präsident Donald Trump hat gleich mehrere Positionen in seinem neuen Kabinett an Personen vergeben, die sich bisher gegen LGBTI-Rechte stellten.

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[http://www.queer.de/detail.php?article_id=27592

  1. #1 von Charlie am 19. November 2016 - 15:50

    Ich bin immer noch der Meinung, dass Trump als heimlich Linker das kleinste Übel ist in diesem Gruselkabinett.

  2. #2 von manglaubtesnicht am 19. November 2016 - 16:39

    Der Weg zum Eheverbot ist klar gezeichnet: Die SCOTUS-Richterin Ginsberg ist 83, Richter Kennedy 80. Es reicht einen oder beide auszuwechseln und den mit Scalias Tod frei gewordenen Sitz neu zu besetzen. Dann ein „Restoration of Marriage“-Bundesgesetz einbringen, was mit nach deutschem Verständnis rechtsradikalen Mehrheiten in beiden Kammern kein Problem sein sollte. Die (nun zwangsweise geschiedenen) Betroffenen klagen überall in den USA, ihre Fälle werden mit unterschiedlichen Begründungen in z.B. Californien und Alabama entschieden. Die Fälle wandern also durch die Instanzen zum Supreme Court, der dann feststellt, dass eine Ehe eine Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau voraussetzt. Done.

  3. #3 von Hypathia am 19. November 2016 - 18:08

    @ manglaubtesnicht

    Genau das befürchte ich auch!
    Mit einem Federstreich katapultieren diese Religioten ein ganzes Land zurück, am liebsten bis in die Zeit der Sklaverei.

    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte…..😠

  4. #4 von user unknown am 20. November 2016 - 00:37

    Ich schwanke noch darin, wie ich Trump einschätzen soll. Waren seine Sprüche nur Show? Verfolgt er eine bestimmte Ideologie? Was wird er alles auf den Kopf stellen?

    Die Ankündigungen, wer seine Minister werden sollen, deuten darauf hin, dass es ganz schön zuück gehen wird. Er mag selbst kaum religiös sein – den Republikanern schuldet er aber wohl einige dieser Besetzungen. Wenn sein Hauptantrieb ein narzisstischer ist, wird er kaum versuchen gegen die Mehrheiten zu regieren. Die Mauer zu Mexiko scheint nicht mehr alternativlos zu sein, aber das heißt nicht, dass er in anderen Fragen auch zurückrudert.

  5. #5 von Hal am 20. November 2016 - 11:16

    @uu

    Trump ist kein Politiker und eines seiner Wahlversprecher war seine Regierung mit „the best and brightest“ zu besetzen, das wird ja ganz offensichtlich nicht der Fall sein.
    Das Etablisment der Republikaner, wie die Bushies, hatte sich von Trump abgewandt, die meisten Neocons suchten die Nähe von Clinton, der eigentlichen Republikanerin.

    Wenn man sich die 8 Jahre Obama ansieht, so fällt der starke Kontrast zwischen seine Wahlversprecher und der faktisch geführten Politik auf. Aus Krankenversicherung für alle wurde ein Geschenk für die Versicherer, Guantanamo wurde nicht geschlossen, der Finanzsektor nicht einmal ansatzweise reguliert und so weiter. Gab es eigentlich einen Unterschied zu der Politik von Bush oder ist business as usual?

  6. #6 von meteo am 20. November 2016 - 16:13

    Die meisten Leute meinen aus Uninteresse und Unwissenheit, dass Religionen positiv für die Gesellschaft sind und haben ein sehr negatives Bild von aktiven Atheisten. Selbst unter Homosexuellen findet man paradoxalerweise viel Widerstand gegen Religionskritik. Tja! Die Leute sollen anscheinend wieder erfahren, was Religion bedeutet. Ich vermute, dass der Anteil an aktiven Atheisten dabei steigen wird.

  7. #7 von user unknown am 20. November 2016 - 17:10

    Gab es eigentlich einen Unterschied zu der Politik von Bush

    Ja, ein kultivierteres Verkaufen der ansonsten ähnlichen Politik. Ich glaube generell dass die Spielräume der Politik sehr viel enger sind, als viele Leute glauben. Von Kohl zu Schröder zu Merkel habe ich auch keinen großen Unterschied gesehen oder von Kanther zu Schily, zu Schäuble.

  8. #8 von manglaubtesnicht am 20. November 2016 - 17:41

    Mr. Obama wird in den USA allgemein als anständiger und integrer Mensch, aber auch als schwacher Präsident angesehen, der sich insb. in den letzten Jahren fast ausschließlich auf Symbolpolitik beschränkt hat. Seit Hauptbeitrag zur Abschaffung des Eheverbots (nach eigener Aussage ein Höhepunkt seiner zweiten Amtszeit) war, dass er das Weiße Haus mit bunten Lampen hat beleuchten lassen.

    Warum ist das so? Nun, schon vor der Wahl des ersten Afroafrikaners zum Präsidenten haben die Republikaner im Kongress ganz klar gemacht, dass sie jede einzelne Initiative – unbesehen des Inhalts – nach allen Regeln der Kunst fundamental blockieren würden. Das war bislang sehr unüblich. Und das haben sie auch acht Jahre lang so durchgehalten. Das wiederum hat den Frust vieler Amerikaner mit dem politischen System enorm verstärkt, was wiederum Mr. Trump ins Amt gespült hat (zusammen mit einer gehörigen Ladung Rassen- und Frauenhasses.)

  9. #9 von oheinfussel am 20. November 2016 - 19:02

    @mgen

    Ich sehe das ähnlich. Es ist nicht so, dass Mr. Obama alles richtig gemacht – es gibt absolut berechtigte Kritik.

    Nicht vergessen sollte man den zweiten Teil deines Post´s – mehrere seiner Vorhaben wurden tatsächlich konsequnt blockiert, nicht wegen ihres Inhaltes wegen, sondern einfach aus Prinzip. Kein Wunder, dass mehrere Vorschläge letzlich im Sande verlaufen sind.