Dreister Dutzmann: Lobbybüro oder „Lehre aus dem Nationalsozialismus“?

Prälat Martin Dutzmann, Cheflobbyist der Evangelischen Kirche in Berlin, beschreibt sein Büro als „Lehre aus der nationalsozialistischen Diktatur“. Dabei tut er so, als ob die Evangelische Kirche im Nationalsozialismus nicht „dicht genug am politischen Geschehen“ gewesen wäre und die Machenschaften der Nazis nicht genügend „kommentiert und begleitet“ hätte.

O-Ton Dutzmann:

„Die Dienststelle ist tatsächlich eine Lehre aus der nationalsozialistischen Diktatur und dem, was die Bekennende Kirche dort geleistet hat, bzw. was die Kirche auch schuldig ist. Und leitend war die Einsicht, dass wir doch sehr viel aufmerksamer und dichter am politischen Geschehen sein müssen und das kommentieren und begleiten müssen.”

Die unrühmliche Rolle der Evangelischen Kirche im Dritten Reich

  1. #1 von deradmiral am 19. November 2016 - 12:03

    Man könnte ihn ja auch fragen, warum die Arbeit des „Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben“ der deutschen Landeskirchen nach dem Krieg eingestellt worden ist… War das auch eine Lehre aus der nationalsozialistischen Diktatur? Haben sie das politische Geschehen dort nicht aufmerksam und dicht kommentiert und begleitet?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Institut_zur_Erforschung_und_Beseitigung_des_jüdischen_Einflusses_auf_das_deutsche_kirchliche_Leben

  2. #2 von Rene am 19. November 2016 - 12:35

    Sind die Kirchen so „dicht am Geschehen“, dass sie schon im vergangenen Juli wussten, dass Herr Steinmeier als Buprä gehandelt wird? Hier hat sich Herr Steimeier vereinnahmen lassen: (http://www.br.de/themen/religion/steinmeier-oekumene-europa-106.html). Not my President.