Vorsicht: Atheismus-Wahn

Prälat Wilhelm „Sei kein Spießer, sei katholisch!“ Imkamp schreibt in der katholischen Tagespest Dinge, die wohl nur ein Katholik formulieren kann:

[Der Dialog mit dem Atheismus] sollte, wenn möglich, auf der berühmten „Augenhöhe“ stattfinden, allerdings müssten sich die Gläubigen dabei schon ein Stück weit herunterbeugen; ein solcher Dialog sollte keinesfalls „ergebnisoffen“ sein, schließlich geht es um Bekehrung, Evangelisation, Mission, es geht um die Bereicherung des Gesprächspartners.

Weiter bei der Tagespest.

  1. #1 von Skydaddy am 17. November 2016 - 15:53

    He, Imkamp: DU hast den Höhepunkt Deines Niveaus in dem Moment erreicht, als Du Dich bei Deiner Priesterweihe auf dem Boden ausgestreckt hast.

  2. #2 von klafuenf am 17. November 2016 - 16:08

    »Weiter bei der TagesPEST« megagrins

  3. #3 von Fetzenfisch am 17. November 2016 - 16:21

    Er lässt sich von Seinem hohen Ross zu uns niederem Gewürm herab, um das dumme und unwissende, ja ungebildete Atheisten-Volk über seinen Irrtum aufzuklären und zu belehren, um uns von dem gefährlichen, krankhaften Atheismus-Wahn zu heilen, der unsere Psyche befallen hat. Sehr nett von Ihm.
    Ich habe erst gedacht, das wäre Satire, aber er scheint das tatsächlich ernst zu meinen. kopfschüttel

  4. #4 von dezer.de am 17. November 2016 - 16:45

    Toll, jetzt muss ich die Kotze wegwischen.

  5. #5 von Siegrun am 17. November 2016 - 17:09

    …hahaha!! Wer richtig katholisch ist, ist eindeutig ein Spießer!
    So ein saublöder Slogan…passt so richtig…

  6. #6 von K.Brückner am 17. November 2016 - 17:10

    Habe selten einen solch unverschämten, unqualifizierten und unerträglichen Kommentar zum Thema Atheismus gelesen. Es bleibt nur Mitleid mit einem total Fehlgeleiteten, extrem arroganten und dummen Menschen. Es fällt sehr schwer, nach solch absolut schwachsinnigen Ausführungen noch sachlich zu bleiben.

    K.Brückner

  7. #7 von omnibus56 am 17. November 2016 - 17:19

    „Hinunterbeugen“ müssen sich die katholischen Religioten zu den Atheisten, weil sie wie Fledermäuse von der Decke hängen. Religioten nehmen die Welt zwangsläufig auf dem Kopf stehend wahr.

  8. #8 von Yeti am 17. November 2016 - 17:58

    Besonders geil fand ich den – nunja – Gedankengang:

    Vorsicht! Islam-Kritik ist oft auch – Tusch!° – Religions-Kritik. Huch, das betrifft ja uns!

  9. #9 von heiße Luft am 17. November 2016 - 17:58

    „Diese Krankheit beeinträchtigt die rezeptiven Fähigkeiten des Gehirns nachhaltig, ihre Symptome sind ähnlich wie beim Autismus und schädigen auch die kommunikativen Prozesse erheblich.“
    Da hält einer der an sprechende Schlangen glaubt andere für Krank, kaum Unglaublich.

  10. #10 von Hypathia am 17. November 2016 - 18:40

    Also, wenn mein Atheismus eine Krankheit ist, gehe ich morgen in Krankenstand.😀

  11. #11 von Friedensgrenze am 17. November 2016 - 18:47

    Der Typ ist doch bloß Deko:

  12. #12 von Deus Ex Machina am 17. November 2016 - 18:56

    „ein solcher Dialog sollte keinesfalls „ergebnisoffen“ sein, schließlich geht es um Bekehrung, Evangelisation, Mission, es geht um die Bereicherung des Gesprächspartners.“

    –> Warum denke ich nur gerade an Admiral Akbars berühmtes „It´s a trap!“ ?
    Ach ja, weil mein Gegenüber ja eh nur auf seiner Meinung beharren wird und das Gespräch nur meiner Missionierung dient. Toll, dass der feine Herr mal wieder denkt, alle Antworten eh zu haben und NICHTS von mir lernen zu können. SO sabotiert man ein Gespräch schon vor seinem Beginn. Danke, kein Interesse, du arroganter selbstherrlicher Irrer!

  13. #13 von Hal am 17. November 2016 - 19:21

    Turbo Religiotie. Ist das jetzt Projektion oder versucht der phantasielose Märchenerzähler einfach Atheisten möglichst uncharmant zu beschreiben. Ihn juckt der Buchtitel „Der Gotteswahn“, nach zehn Jahren, sicherlich immer noch.

  14. #14 von Michael am 17. November 2016 - 19:23

    denn häufig ist Islamkritik Religionskritik. Von ferne grüßt Voltaire’s Mohammed-Drama, der den Islam prügelte, aber das Christentum, näherhin den Katholizismus, meinte.

    Ja, da hat einer erkannt, daß die meisten Argumente, welche man gegen den Islam vorbringen kann, auch auf andere Religionen, wie eben das Christentum, passen. Was er aber nicht erkannt hat: Das hier…

    Zu den Symptomen gehört eine aggressive Therapieunwilligkeit bis hin zu physischen Ausfällen, gerne im Kontext von schwerer emotionaler Inkontinenz und progredienter Logorrhöe.

    …trifft auf Religioten aller Art geradezu perfekt zu. Und, nein, Herr Imkamp: Exzessiver Fremdwortverbrauch ist nicht unbedingt ein Zeichen von Intelligenz sondern eher von inteligenzsimulation. Übrigens hört sich „Sprechdurchfall“ doch viel besser an, als „Logorrhöe“🙂 .

  15. #15 von Deus Ex Machina am 17. November 2016 - 19:32

    „Zu den Symptomen gehört eine aggressive Therapieunwilligkeit bis hin zu physischen Ausfällen, gerne im Kontext von schwerer emotionaler Inkontinenz und progredienter Logorrhöe. “

    –> Ein Gedanke: Was wäre, wenn der Arsch vorher nicht über Atheisten, sondern über Juden gesprochen hätte? Die versucht das Christentum ja schließlich auch seit Jahrtausenden zu bekehren/missionieren/therapieren/heilen. Da würde eine Welle der Empörung über so offen antisemtische Thesen durch Deutschland fegen. Aber mit uns Atheisten kann man sich ja solche Spielchen erlauben? Tatsächlich wette ich, dass Imkamp auch genauso über die „Gottesmörder“ denkt, nur aus PR-Gründen dies nicht offen sagt.

    „Aus den intellektuellen Salonspielereien des 18. Jahrhunderts ist der Atheismus der Hitchens, Singers oder Dawkins geworden, eher ein intellektuelles Unterschichtsphänomen: Prekariats-Atheismus, nicht ungefährlich.“

    –> Mir bleibt die Spucke weg! Zuerst einmal bin ich über diese anmaßende Arroganz eines Pfaffen mit seiner barocken Kirchenfürstattitüde natürlich erzürnt. Sein windiger Verein hortet Geld und Güter und lässt sich noch vom Staat fett entlohnen. Genauer betrachtet aber kann ich nur sagen, dass jemand mit so einer Elfenbeinturmmentalität und offen zur Schau gestellten Verachtung für alle Anderdenkenden nur seinen eigenen Untergang und den seiner Ideologie beschleunigen wird. Der wird bald von der Realität umgewalzt. Also: weiter so, Herr Imkamp!

  16. #16 von Friedensgrenze am 17. November 2016 - 20:33

    Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe, ziehe ich meinen Spruch mit der Deko zurück.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_von_Thurn_und_Taxis_(1982)

  17. #17 von Gerry am 17. November 2016 - 20:38

    @ Friedensgrenze

    Da sieht man mal wieder, was jahrhundertelange Inzucht anrichten kann…

  18. #18 von Hinterfragerin am 17. November 2016 - 20:44

    Es wäre fast lustig, wenn es nicht so traurig wäre.

    Einerseits wird im Vergleich wesentlich weniger herabwürdigenden Beiträgen zur weltanschaulichen Diskussion, wie etwa denen von Dawkins, das Etikett der Militanz angeheftet, ja das des Fundamentalismus.

    Andererseits begeht man selbst nun wirklich alle NoGos eines halbwegs zivilisierten Diskurses, abgesehen von Gewaltaufrufen:

    da ist der Versuch, Nazi-Assoziationen zu wecken (marschiert im Geist..)
    da ist die Abqualifizierung anderer Meinungen mittels pejorativen Ausdrücken – weshalb sollte es „dümmlich“ sein, schlicht zu konstatieren, man glaube nicht an Gott, zumal, wenn dies klar als subjektive, persönliche Einstellung gekennzeichnet ist; da werden die Meinungsäußerungen einer Reihe von public intellectuals, die allesamt in einer ganz anderen Liga spielen als Inkamp (was man, wenn man den zivilisierten Dialog sucht, auch bei Andersdenkenden anerkennen kann), als „Unterschichtphänomen“ abgetan
    da behauptet man einen Willen zum Dialog, der so nicht existiert, denn wer einen Dialog will, der steigt wohl kaum mit einer derartigen Arroganz ein
    da ist die komplette Nichtauseinandersetzung mit den Argumenten der Gegenseite

    Zumindest gibt der Mann zu, dass für ihn keine ergebnisoffene Diskussion möglich ist. Leider erkennt er nicht, dass er sich dadurch intellektuell für bankrott erklärt.

    Natürlich wird auch intern ausgeteilt, gegen die bösen Liberalen, die, wie entsetzlich, tatsächlich einen Dialog auf Augenhöhe suchen. Wobei diese, witzigerweise, immer versichern, dass die Atheisten ein ganz falsches Bild von Gläubigen haben, wenn sie etwa jemanden wie Inkamp vor Augen haben…

    Schön, dass er sich im letzten Absatz selbst die Diagnose stellt, leider fehlt ihm die Selbstreflektivität, das auch zu erkennen.

    Lieber Herr Inkamp, die „Salonspielereien“ des 18. Jahrhunderts führten Menschen noch ins Gefängnis, wenn es gut lief. Manche Menschen starben, weil sie deren Ergebnisse zu lesen wagten… Also ja, Atheismus ist nicht ungefährlich, aber leider auch heute noch eher für die Atheisten.

    Sie gehören zu jenen Menschen, mit denen Dialog schlicht nicht möglich ist, da sie keinerlei Respekt vor Andersdenkenden haben. Sie geben selbst zu, ihre eigene Haltung nicht zu hinterfragen. Insofern sind sie der lebende Beweis dafür, dass zahlreiche Kritikpunkte atheistischer Religionskritiker den Nagel auf den Kopf treffen.

    @ DEM

    In kaum einem anderen gesellschaftlichen Kontext (außerhalb radikaler Kreise) wäre es möglich, ungestraft durch gesellschaftliche Missachtung – in dieser Form über Andersdenkende zu schreiben.

  19. #19 von Rene am 17. November 2016 - 22:03

    Ist doch ganz einfach: Der Typ kann mich mal kreuzweise und schon sind wir genau auf Augenhöhe.

  20. #20 von Smiling_Joe am 17. November 2016 - 22:17

    Der „Artikel“ gleicht einer schlechten Power Point Präsentation. Mit vielen hochtrabend klingenden Fremdwörtern über die Beleidigungen auf unterster Stufe hinwegtäuschen. Aber im gleichen Atemzug davon sprechen, man müsse sich bei einem Dialog „herunterbeugen“.
    Das ist so viel HB-Männchen-Attitüde, dass ich eigentlich nur darüber lachen kann, dass das wirklich ein Mensch in einem gesetzten Alter sein soll.

  21. #21 von Charlie am 18. November 2016 - 00:24

    Zusammenfassung:

    Kampftruppe, dümmlich, Krankheit (zweimal), Zivilisationskrankheit, ansteckend, schwer therapierbar, gravierende gesellschaftliche Folgen, Wahn, aggressive Therapieunwilligkeit, psychische Ausfälle, emotionale Inkontinenz, krankhafte Geschwätzigkeit (Logorrhöe), intellektuelles Unterschichtenphänomen, gefährlich, Prekariats-Atheismus (Atheismus führt zum sozialen Abstieg), habe ich was vergessen?

    Atheismus, das Crystal Meth der Intellektuellen.

    Selten, wirklich selten so viel unqualifizierte und unsachliche Kritik über Atheismus gelesen. Und wir sind so einiges gewohnt. Und ich gehe sogar einen Schritt weiter und nenne diese „Kritik“ eine Hasspredigt und das macht ihn für mich zu einem verbitterten Hassprediger.

    Bei Beschreibungen wie „emotionale Inkontinenz“ oder „intellektuelles Unterschichtenphänomen“ (eigentlich ein Paradoxon) kann ich ja noch Schmunzeln, jedoch nicht bei „gefährlich“ oder „Krankheit“.

    PS: Wegen unsachlicher Kritik an Imkamp: Wer austeilt, muss auch einstecken können.

  22. #22 von Willie am 18. November 2016 - 05:35

    @yeti,

    ja, die EInleitung ist besonders geil, da diese im Umkehrschluß ja auch bedeutet, dass diese Christen vom Schlage Imkamp, den Islam nur verteidigen da es als Religionskritik verstanden wird und man Angst um die ergaunerten Futtertröge hat. Abgesehen von der Breitsseite an alle nicht katholischen Christen mit seinem „… das Christentum, näherhin den Katholizismus“. Damit sind die Fronten geklärt und ganz im Sinne des Kriegserklärungspapstes wird eine unkatholische **Generalmobilmachung* erkannt.

  23. #23 von deshan11 am 18. November 2016 - 09:02

    Eigentlich klingt das gesamte Geschreibsel von Imkamp nach Sprechdurchfall. Ich war mir ja nicht sicher, ob das Satire ist, aber ich vermute (oder befürchte) der mein das ernst. Ich glaub, der Weihrauch, den der eingeatmet hat, war nicht gut …

  24. #24 von Elvenpath am 18. November 2016 - 10:19

    Nun ja. Einbildung ist ja auch eine Bildung.

  25. #25 von Netizen am 21. November 2016 - 23:38

    [Der Dialog mit dem Atheismus] sollte, wenn möglich, auf der berühmten „Augenhöhe“ stattfinden, allerdings müssten sich die Gläubigen dabei schon ein Stück weit herunterbeugen;

    Da ist aber mal einer ganz bescheiden, geradezu ein Glanzbeispiel christlicher „Nächstenliebe“.

    Nun, mir jedenfalls ist ein kleines, kompaktes Brötchen aus naturbelassenem Teig deutlich lieber als ein großes, aufgeplustertes Plüschbackwerk, welches mit Konservierungsstoffen vollgepumpt dem Schimmel und damit seiner eigenen Überholtheit zu trotzen versucht.

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