Muslimische Studenten an der Uni Stuttgart – Streit über Räume zum Gebet

Nach mehreren Zwischenfällen mit betenden muslimischen Studierenden in den Bibliotheken der Uni Stuttgart hat der Rektor die Hausordnung verschärft. Die Uni sei ein säkularer Lernort, gebetet werden könne anderswo, sagt er.

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[http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.rektor-verschaerft-hausordnung-streit-um-raeume-zum-gebet-an-der-uni.a96cb34d-2167-4bda-b466-8cb85d301662.html

  1. #1 von K.Brückner am 15. November 2016 - 11:43

    Die Universität ist keine Kirche. ES gab in diesem Zusammenhang noch nie ein Problem mit christlichen Religionen. Der Eroberung des öffentlichen Raums durch muslimische Fundamentalisten muss Einhalt geboten werden.

    K.Brückner

  2. #2 von Gerry am 15. November 2016 - 12:06

    Tolle Haltung des Rektors.

    Und wenn die Religioten in den Unis ihren Mangel an kritischem Denken demonstrieren wollen, dann will ich in religiös okkupierten Gebäuden/Räumen wissenschaftliche Demonstrationen und Vorlesungen abhalten können.

  3. #3 von Jesinchen am 15. November 2016 - 13:52

    Wie bitte? Die haben andere Studenten daran gehindert die für alle frei stehenden Räume der Uni in ihrem ursprünglichen Zweck zu nutzen? Gehts noch?
    An Schulen gibt es für derartig asoziales Verhalten Verweiße.
    Für so ein Verhalten muss es eigentlich Hausverboten hageln.

  4. #4 von Hal am 15. November 2016 - 15:32

    „Wir sehen uns nicht als diejenigen, die die Probleme der Uni lösen können – dafür haben wir weder das Personal noch die Räume.“

    Tja, Berufsreligioten meinen also es wäre ein Problem der Universität, dessen Rektor ist ist jedoch nicht dafür verantwortlich abergläubische Zwangshandlungen zu akkommodieren oder gar zu privilegieren.

    Aber man sei bereit, bei dem Thema zu moderieren. Im vergangenen Jahr seien an vielen Orten in Deutschland Räume der Stille geschlossen worden, weil es zwischen Interessengruppen Streit über die Nutzung gegeben habe. In so einem Fall könne nur ein Beirat helfen.

    Sie könnten den muslimischen Studierenden ja gerne Beistehen wenn es darum geht ein naheliegendes Lokal zu Mieten, sie könnten dann zur Eröffnung des Betschuppens eine symbolische Verständigungsaktion ihrer fundamental verfeindeten Ideologien und Vorstellungen feiern und den Staat damit in Ruhe lassen.

    Das entscheidende Kriterium müsse aber die Gesprächsbereitschaft mit Andersdenkenden sein.

    Sagt die Made im Speck, dessen Religion knapp 2000 Jahre lang Andersdenkende belästigt und auch umgebracht hat. Es ist ja schön und gut mit Gesprächsbereitschaft, nur gibt es Andersdenkende die bei gewisser, von der freien Meinungsäußerung gedeckter und berechtigter Kritik eher Gewaltbereitschaft zeigen.

  5. #5 von dezer.de am 15. November 2016 - 15:49

    „Dabei wurde von muslimischen Kommilitonen versucht, Studierende und Beschäftigte am Eintreten in diese Bibliotheksräume zu hindern mit der Begründung, betende Gläubige nicht stören zu dürfen.“
    Wie dreist kann man sein?

    „Ein Student habe den künstlerisch schön gestalteten Raum gesehen und vorgeschlagen, man könne einen Vorhang einziehen, um Männer und Frauen zu trennen, “
    So dreist also.

    „Bereits 2011 hatte der Asta auf Initiative der türkischen Hochschulgemeinschaft in einem anderen Zimmer einen solchen „interreligiösen Gebetsraum“ eingerichtet, dieser wurde dann aber als Still- und Wickelraum benötigt.“
    Wenigstens was.

  6. #6 von Noch ein Fragender am 16. November 2016 - 01:19

    @ #1 von K.Brückner am 15. November 2016

    ES gab in diesem Zusammenhang noch nie ein Problem mit christlichen Religionen.

    Leider doch.

    Das Thema hatte bei der Herbstsynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg in Stuttgart hohe Wellen geschlagen. Dekan Ralf Albrecht (Nagold/Nordschwarzwald) hatte es als Skandal bezeichnet, dass Studierenden öffentliche Gebetsveranstaltungen im Theologicum verboten worden seien. Der Dekan der Fakultät, Jürgen Kampmann, hatte den antragstellenden Studenten mitgeteilt, Andachten sollten in Kirchen oder Kapellen stattfinden. … Kampmann verweist aber darauf, dass Lehrveranstaltungen oder die Arbeit in Bibliotheken durch eine „Frömmigkeitspraxis“ nicht beeinträchtigt werden dürften.

    http://www.jesus.de/blickpunkt/detailansicht/ansicht/kein-verbot-christlicher-andachten202737.html

  7. #7 von K.Brückner am 16. November 2016 - 06:54

    @ Noch ein Fragender

    Danke für den Hinweis. War mir nicht bekannt und hätte ich auch nicht für mich möglich gehalten. Aber auch christliche Gebetsveranstaltungen haben nach meiner Meinung im öffentlichen Raum einer Universität nichts zu suchen.

    K.Brückner