Nazi-Deutschland: Die Mär von den braven Pfarrersleuten

Margarete und Christian Krause führten das Leben einer gewöhnlichen Pfarrersfamilie, bürgerlich, aufrecht, links. Doch nach ihrem Tod entdeckten die Kinder ein düsteres Geheimnis – in Kisten auf dem Dachboden.

(…)

Erst 2012 nahm sich Sohn Joachim der aufbewahrten Papiere an, sortierte, arbeitete monatelang die Dokumente durch, schrieb ab, machte Altes wieder lesbar, allein mehr als 1800 Briefe studierte er. Am Ende stand eine erschütternde Einsicht. „Ich habe meine Eltern dadurch noch einmal ganz neu kennengelernt“, sagt Joachim Krause, 69, Theologe wie sein Vater.

Weder er noch seine beiden Geschwister ahnten: Mutter Margarete, die so freundliche Pfarrfrau, war einst eine fanatische Anhängerin Hitlers; Vater Christian war zumindest zeitweilig dem Faschismus verfallen; dessen Bruder Helmut ganz und gar.

weiterlesen (kostenpflichtig):

[http://www.spiegel.de/spiegel/nationalsozialismus-die-maer-von-den-braven-pfarrersleuten-a-1119875.html

  1. #1 von Christian am 11. November 2016 - 10:43

    Und wen überrascht das so wirklich. Heucheln ist doch Grundvoraussetzung in diesem Beruf.😉

  2. #2 von Gerry am 11. November 2016 - 11:30

    Keine echten Christen!

  3. #3 von Charlie am 11. November 2016 - 11:37

    Das Mär von den gottlosen Nazis.

  4. #4 von Elvenpath am 11. November 2016 - 11:46

    In deutschen Wohnzimmern, von deutschen Kirchenkanzeln aus wurde für den Führer gebetet.
    Aber das wird verdrängt und „vergessen“.

  5. #5 von klafuenf am 11. November 2016 - 13:19

    Das waren halt gute Deutsche Christen: http://lachsdressur.de/deutsche-christen/

  6. #6 von Willie am 11. November 2016 - 21:36

    Darf man das Briefgeheimnis seiner verstorbenen Eltern brechen?

    Sind er rechtlich gesehen überhaupt noch Briefe? Die Schreiben wurden aufbewahrt (wie ein Tagebuch) und für die nachfolgende Generation zugänglich gemacht. Einige Kartons und Kisten deuten nicht auch unzugängliche bzw. verschlossenes Behältnis gegen Kenntnisnahme hin

    Es ist ein Stück Zeitgeschichte und macht die Widerwärtigkeit auch innerhalb der Kirchen deutlich.

  7. #7 von Diamond Mcnamara am 11. November 2016 - 23:21

    Ja, so sans die alten Pfarrersleit. Ging der Pfarrer mal auf Reisen, legt‘ er seine Frau in Eisen, doch der Prälat Frieterich hatte einen Dieterich.

  8. #8 von Jesinchen am 12. November 2016 - 12:00

    „Darf man das Briefgeheimnis seiner verstorbenen Eltern brechen?“

    „Sind es rechtlich gesehen überhaupt noch Briefe?“

    Also abgesehen davon das du vollkommen recht hast und es keine Briefe mehr sind, sondern nur aufbewahrte Dokumente, bricht es auch das Briefgeheimnis der Eltern nicht, wenn es Briefe wären, und der Erbe die Briefe öffnet, liest und veröffentlicht, da das Recht auf den Brief an den Erben weitergegeben wird.