Theo Lehmann: Es gibt zu wenig Verkündiger des Evangeliums

Evangelischer Pfarrer kritisiert: Die Kirchen sind steinreich und vernachlässigen trotzdem die Glaubensverkündigung, das sei ein Ausdruck der „Glaubenslosigkeit“, die weithin vorherrsche.

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[http://www.kath.net/news/57273

  1. #1 von Hal am 8. November 2016 - 12:36

    Die Kirchen sind unter anderem Steinreich weil sie den Staat, alle Bürger, systematisch beklauen, Erbe erschleichen unter Anwendung von künstlich schlechten Gewissen und mit leeren Versprechen. Diese parasitären Vereine weigern sich auch Steuern zu zahlen, obwohl sie wirtschaftliche Betriebe und Beteiligungen daran besitzen, und dazu noch ihre Mitarbeiter diskriminieren.

    Ein Pfarrer, weit ab von der gesellschaftlichen Entwicklung, geistig im Glockenturm einsitzend, wundert sich dass Menschen sich kaum verschafen lassen – oh weh.
    Das vertrauen in Politiker, ÖR und corporate Media ist gefallen (und das zu recht!), es herrscht ein unübersehbarer Interessenkonflikt zur Bevölkerung, die 5. Kolonne der politischen Kirchenvertreter, sie drückt Gesetze durch, wie z. B. die Kriminalisierung aktiver Sterbehilfe, entgegen einer mehr als einer zweidrittel Mehrheit (70-80%?). Andere Gesetze favorisieren die wenigen Prozent der Stinkreichen, sie führen aggressiven Klassenkampf gegen die breite Bevölkerung, zerstören das soziale Sicherheitsnetz, darunter Renten, aber das Bildungssystem, bekämpfen Gewerkschaften, begehen Schweinereien wie CETA/TTIP, und beteiligen sich an imperialen Kriegen des Westens. Selbst die SPD und Grünen sind zu einen Haufen neoliberaler Arschgeigen verkommen. Dann kommt die AfD angetanzt, was für eine Alternative zum alternativlos neoliberalen Merkelismus, noch extrem neoliberaler – eine Alternative in Neusprech?
    Währenddessen kränkelt die EU Wirtschaftlich und zunehmend Antidemokratisch (sie ist ein inhärent antidemokratisches Konstrukt, siehe Kommission) vor sich hin, die Korruption nimmt zu, Klimawandel und Energiewende werden kaum Thematisiert. Freiheitsrechte werden im Namen der Sicherheit (Terrorismus) und politischen corretness eingeschränkt, die Geheimdienste haben ein unbeaufsichtigtes Eigenleben entwickelt, bis hin zu eigener Außenpolitik (Zusammenarbeit mit anderen Geheimdiensten).

    Im dritten Reich hatten die Kirchen noch gesellschaftlichen Einfluss, sie beteten für Hitler und führten auch Wahlkampf für die NSDAP. Die Bevölkerung war zu 96% Kirchenmitglieder. Den Einheitsbrei aus Goebbels Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda und Predigten standen nur wenige andere Informationen entgegen. Heute leben wir im Informationszeitalter. Die zurückgebliebenen, ähm verbliebenen Schafe schwänzen mehrheitlich den Gottesdienst, kennen wahrscheinlich kaum Bibel, Glaubensbekenntnis und Dogmen ihres Vereins und sind eher im Spektrum von Buffetchristen bis hin zu praktischen Atheisten zu finden.

    In diesen Zeiten, wo die Informationsfreiheit noch nicht besiegt worden ist, wird die größte EKD-Propagandanummer, die Lutherdekade (staatlich finanziert, selbstverständlich) eher ein unausweichliches Fiasko, anstatt wie weltfremd erhofft, ein wiederbeleben einer Leiche des Glaubens.

    Wie kann das sein? Gibt es systemische Ursachen?

    Sind die Kirchen nicht institutionalisiert gestrig, ihr Menschenbild in der Vergangenheit verhaftet, Hirten über Schafe gestellt? Die EKD versucht mit der Zeit zu halten, dennoch spannt sie weit, von Evangelikalen bis hin zu humanistischen Pfaffen, letztere die sich im Grunde nur im Namen Christen sind.
    Aus Luthers verdrängten und weitgehend verschweigenden „Die Juden und ihren Lügen“, wurde die „Die ev. Pfarrer und ihre Lügen“, es fielen einige unappetitliche Skelette aus dem Schrank. Jetzt erst wird es opportun sich von der zu tiefst christlich-lutherischen Judenmission zu distanzieren, positiv dass sie das überhaupt machen, aber wie immer sehr spät.
    Wie lange müssen wir warten bis aktive Sterbehilfe von diesen Leuten vereinnahmt wird?

    Die Propaganda, die die Kirchen als Horte der Moral, sozial überlebenswichtige Institutionen und zu Vorkämpfer der Menschenrechte erklären will, sind ganz einfach Lügen, es ist Geschichtsrevision die nur durch Kontrolle von Informationen aufrecht erhalten werden kann. Ist das so oft beschworene christlich-jüdische Abendland, weniger auf der Vergangenheit bezogen, sondern eher eine Idealvorstellung der Zukunft?

  2. #2 von Monika am 8. November 2016 - 12:39

    Hal, wo du recht hast, hast du recht!
    Jesus selbst hat gegen religiöse Institutionen und Würdenträger gewettert!

  3. #3 von drawingwarrior am 8. November 2016 - 12:44

    Ja Monika, weil das etablierte System seiner Ideologie im Wege war.
    Wann immer man seine eigene Idee durchsetzen will, muss man erst die Axt an die heiligen Eichen der anderen ansetzen.