Zürcher Dachverband suspendiert An’Nur-Verein vorübergehend

«Wir sind erschüttert, dass ein Imam in einem unserer Gotteshäuser zu Gewalt aufruft», sagte VIOZ-Präsident Mahmoud El Guindi in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Der Vorstand habe einstimmig beschlossen, den An’Nur-Verein bis auf weiteres zu suspendieren und distanziere sich von den Aussagen des Imams.

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Gegen einen Ausschluss aus dem Dachverband spreche, dass jeder «eine zweite Chance verdient» habe.

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Auch sei es nicht Ziel des VIOZ, Leute für ihr rechtswidriges Verhalten zu bestrafen. «Wir wollen radikale Elemente auf den richtigen Weg zurückbringen. Das erfordert in gewissen Fällen zuerst einmal Toleranz.» Es sei wichtig, den Kontakt zu Moscheegängern mit radikalem Gedankengut zu halten, um ihnen andere Ansichten mit auf den Weg zu geben.

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  1. #1 von Willie am 8. November 2016 - 00:02

    «Wir sind erschüttert, dass ein Imam in einem unserer Gotteshäuser zu Gewalt aufruft», sagte VIOZ-Präsident Mahmoud El Guindi in einem Interview mit der «SonntagsZeitung»

    Die Moscheen gehören der VIOZ?

    Der Vorstand habe einstimmig beschlossen, den An’Nur-Verein bis auf weiteres zu suspendieren und distanziere sich von den Aussagen des Imams.

    Der Vereins-Imam gehört also temporär nicht mehr der VOIZ an und hasspredigt nun frei.

    Es sei wichtig, den Kontakt zu Moscheegängern mit radikalem Gedankengut zu halten, um ihnen andere Ansichten mit auf den Weg zu geben.

    Indem man als selbstgewöhlter Außenstehender nun nicht mehr zum Verein zugehörig gesehen wird?

    «Wir als Verband müssen jetzt Anforderungen an Prediger in unseren Moscheen formulieren.»

    Aber der Verein gehört doch jetzt nicht mehr zum Verband.

    Die Moschee war in den vergangenen Jahren in Zusammenhang mit radikalisierten Jugendlichen immer wieder ins Blickfeld der Behörden und der Medien geraten.

    Und da reagiert man jetzt erst? Mir scheint, da wird die Toleranz schon lange im eigenen Verein sehr weit ausgelegt.

    Der äthiopische Imam und ein Vorstandsmitglied des Vereins befinden sich in Untersuchungshaft.

    Also kann er z.Zt. nicht predigen und dafür suspendiert man jetzt einen ganzen Moscheenverein (und läßt sie damit ohne Aufsicht, da ja nicht mehr dazugehörig).

  2. #2 von Hal am 8. November 2016 - 09:32

    Die Ähnlichkeit zur Katholiban frappierend, der Prediger wird erst salamitaktisch fallen gelassen oder eher auf Distanz gebracht, wenn dieser öffentlich unhaltbar geworden ist.

    Der äthiopische Imam und ein Vorstandsmitglied des Vereins befinden sich in Untersuchungshaft.

    Vorbeugen ist besser als auf die Füße kotzen. Hätte der Verband eine wirkungsvolle Strategie gegen Gewaltaufrufe, wie z. B. Mohammed als Räuber, Sklavenhalter und Kriegsherr als Vorbild darzustellen, hätten dann die Behörden wirklich eingreifen müssen?

    Ob sich wegen diesen beklaglichen Einzelfall hust hust etwas grundsätzlich im Verband ändern wird, ist wohl eher unwahrscheinlich – eine Voraussetzung dafür wäre kritische Auseinandersetzung mit islamischer Tradition und (sogenannt) heiligen Schriften.