Unklare Eigentumsverhältnisse: Kampf um spanische Kirchen

Wem gehören die sakralen Bauten in Spanien? Das ist nur scheinbar eindeutig geregelt. So mancher fordert, die Kirchen an den Staat zurückzugeben.

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[http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/eigentumsverhaeltnisse-kampf-um-spanische-kirchen-14468658.html

  1. #1 von Monika am 5. November 2016 - 19:32

    Gebt dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist!

  2. #2 von Friedensgrenze am 5. November 2016 - 20:22

    Nix is Gottes

  3. #3 von Unechter Pole am 5. November 2016 - 20:53

    @Monika
    Gebt dem Rewe, was des Kaiser’s, und Edeka, was Tengelmanns ist!

  4. #4 von Willie am 5. November 2016 - 21:14

    Klöster und Kirchen sind mMn ein guter Beweis dafür, wie die kath. Kirche sich Eigentum angeeignet hat. Bis auf ein paar eigene Bauprojekte, z.B. der wahnwitizige Petersdom, ginge diese Bauvorhaben doch überwiegend von der Bevölkerung (oder den Nonnen/Mönchen) aus – auch finanziell. Anschließend, da man den Jesus draufgepappt hatte, reklamierte man dies dann als Eigenbesitz „Gottes“ und damit der Kirche (oder bei kleineren Kapellen etc. wurde der Pfarrer als Erbschleicher aktiv)

  5. #5 von uwe hauptschueler am 5. November 2016 - 21:24

    Viel interessanter ist die Frage: Wem gehört die katholische Kirche?
    Den Gläubigen sicherlich nicht, denn die haben dort keinerlei Eigentümerrechte.

  6. #6 von parksuender am 5. November 2016 - 21:52

    Genau Monika,da im Artikel von Weinbergen die Rede ist hier mal ein wahre Geschichte in diesem Zusammenhang. Die Kirche ist angeblich der größte Weinbergbesitzer bei mir im Ort. Alles womöglich Erbmasse der braven Schäfchen, die der gläubigen Gemeinde etwas gutes tun wollten (ob die Kirche sich unrechtmäßig Landbesitz angeeignet hat kann ich aber auch nicht ausschließen). Den Pachtbesitz steckt die Kirche gerne ein, die Landwirte können die Felder bearbeiten, soweit so gut. Doch was passiert im Ort? Kein Geld da für die Reparatur des Kirchenturms, nichts für soziale Zwecke. Die lokale Kirche verarmt. Das Geld wandert in irgendwelche Kassen der ev. Kirche und liegt anscheinend dort sehr gut.

    Oder mal anders gefragt: Warum muss die Kirche in Äckerböden investieren? Ist Großgrundbesitz im Sinne Gottes?

  7. #7 von Monika am 5. November 2016 - 22:32

    Das erinnert mich an ein Gleichnis:

    Jesus sprach: Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr*, der einen Weinberg pflanzte und einen Zaun darum setzte und eine Kelter darin grub und einen Turm baute; und er verpachtete ihn an Weingärtner** und reiste außer Landes. Als aber die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte zu empfangen. Und die Weingärtner nahmen seine Knechte, einen schlugen sie, einen anderen töteten sie, einen anderen steinigten sie. Wiederum sandte er andere Knechte, mehr als die ersten; und sie taten ihnen ebenso. Zuletzt aber sandte er einen Sohn zu ihnen, indem er sagte: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen! Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Dieser ist der Erbe. Kommt, lasst uns ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen! Und sie nahmen ihn, warfen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er jenen Weingärtnern tun? Sie sagen zu ihm: Er wird jene Übeltäter übel umbringen, und den Weinberg wird er an andere Weingärtner verpachten, die ihm die Früchte abgeben werden zu ihrer Zeit.
    (Die Bibel Matthäus 21, 33-41)

    *(Gott)
    **(Kirche)

  8. #8 von Willie am 5. November 2016 - 22:48

    So @parksünder, jetzt hat es Dir aber die Weingärtnerin gegeben.😆

  9. #9 von parksuender am 5. November 2016 - 23:21

    @Monika
    Juchhu, ein Gleichnis mit Mord und Totschlag.
    Angeblich soll der Weinbergsbesitzer für Jahwe/Gott stehen, sein Sohn (Jesus) wird von den Übeltätern (Juden) ermordet. Wenn man nicht aufpasst, schlimmster Antisemitismus. Und Du merkst das nicht mal.

  10. #10 von drawingwarrior am 6. November 2016 - 13:24

    Monika hat den FAZ Artikel nicht gelesen.
    Daher ist die Analogie falsch gewählt.
    Interessant ist eine Nebenmerkung im Artikel, dass das Franco Regim der RKK quasi freie Bahn für die Grundbucheintragungen gewährte und diese hochmoralische Institution nicht gezögert hat, diesen Persilschein bis zum Boden auszuschöpfen.
    Wenn die spanische Bevölkerung sich das nicht mehr bieten lässt, dann ist das natürlich Christenverfolgung.

  11. #11 von Rene am 6. November 2016 - 15:39

    Was ich nicht verstehe, wer ist denn „so mancher“? Möchten die Spanier die laufenden Kosten für die Tempel übernehmen?

  12. #12 von Monika am 8. November 2016 - 11:43

    parksuender, Jesus war selbst Jude, wenn du gegen Jesus hetzt, ist das nach deiner Meinung also Antisemitismus.
    Dann laß es!

  13. #13 von Monika am 8. November 2016 - 11:51

    Übrigens stehen die Übeltäter keineswegs für „die Juden“, sondern für die Tempelpriesterschaft.

  14. #14 von parksuender am 8. November 2016 - 11:54

    Monika, Dein Fehlschluss ist die Bibelgeschichten als historische Tatsachen zu sehen.
    Matthäus Ziel war die Missionierung der Heiden. In Folge dessen stellte er die Juden durch die Worte Jesu als schlecht dar. Er legte sie Jesus in den Mund – Ist das so schwer nachzuvollziehen?

    Wenn Du willst, nenne ich Dir gerne meine Internetquellen, kann aber etwas dauern.

  15. #15 von Monika am 8. November 2016 - 12:09

    parksuender, ein Gleichnis ist per Definition keine „historische Tatsache,“,ein Gleichnis ist eine Erzählung zur Erklärung eines Sachverhalts durch bildhafte Rede.
    Matthäus war ein sehr frommer, ein gottesfürchtiger Mann, Er hätte es nicht gewagt, Gott Worte in den Mund zu legen, die nicht von Gott kommen.