„Wer nicht mehr selbst missioniert, der wird missioniert“

Kritik am weitgehenden Verzicht der evangelischen Kirche, die christliche Botschaft unter Muslimen zu verkündigen, hat der Leiter der Mission für Süd-Ost-Europa, Friedemann Wunderlich (Freudenberg bei Siegen), geübt.

(…)

Mohammed sei im Selbstverständnis der Muslime nicht nur für die persönliche Frömmigkeit maßgebend, sondern auch der politische und millitärische Führer der weltweiten muslimischen Gemeinschaft. Wunderlich: „Viele Europäer verstehen das nicht, weil sie Religion nur als Privatangelegenheit einstufen.“

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[http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/wer-nicht-mehr-selbst-missioniert-der-wird-missioniert-98797.html

  1. #1 von drawingwarrior am 4. November 2016 - 09:50

    Nein Herr Wunderlich, wir Europäer verstehen Religion als Privatangelegenheit, weil wir durch Erfahrungen wie den 30 jährigen Krieg gegangen sind und gelernt haben, das Religion und Glaube in die Tempel und nicht in die Parlamente gehören.

  2. #2 von Gerry am 4. November 2016 - 10:05

    Ob wir militante Atheisten vielleicht mal denn Herrn Wunderlich missionieren sollten? Um unserem Ruf nachzukommen, könnten wir das ja z.B. mit Schlägen machen.

    Oder wir könnten es auch unserer tatsächlichen Einstellung nach mit Worten tun. Wie lange würde es wohl dauern bis Wunderlich sich die Ohren zuhält weil er nichts von Rationalität und kritischem Denken hören will?

    P.S.
    Bei den Muslimen die ich persönlich kenne kann ich keine unterwerferischen Tendenzen feststellen. Auch das politische Engagement und die Absicht, anderen die eigenen Ansichten aufzudrücken geht nicht über das hinaus was ich bei den Nicht-Muslimischen Bekannten feststellen kann. Da sind eher die bekennenden Christen ganz vorne dabei.
    Aus meiner Sicht projiziert der Herr Wunderlich seine eigenen Ansichten auf die Muslime.

  3. #3 von Skydaddy am 4. November 2016 - 10:29

    Besonders charmant finde ich seine Argumentation, derzufolge er zwar selbst nicht missioniert werden will, aber gleichzeitig zur Missionierung anderer aufruft.

  4. #4 von schiffmo am 4. November 2016 - 10:32

    Genau dieses Projizieren liest man hier sehr häufig. Ich denke, das liegt daran, dass es einfach symptomatisch ist für viele (oder nur große?) christliche Gemeinschaften. Die, die Teil dieser Gemeinschaften sind, halten ihr Glaubenssystem automatisch für gut und andere (die Kathos zum Beispiel die Protestanten, Orthodoxen oder so) meist aufgrund von Kleinigkeiten für „bedrohlich“ (nicht etwa: „schlecht“), zum Beispiel, weil sie die tolle katholische Gemeinschaft gespalten haben, weil sie anders/unbekannt sind (Orthodoxe) und andere Gedanken („Aberglaube“) die Einheit der eigenen Gemeinschaft gefährden könnten (da kommen diese „Irrlehre“-Gespinste nicht nur der Inquisition^WGlaubenskongregation ins Spiel). Die denken wirklich, durch Unterbinden anderer Gedanken das eigene Denksystem stärken zu können. Dass im Gegenteil ein Denksystem besonders stark ist, das inhaltlich gegenüber möglichst vielen (allen) anderen Gedanken stand hält, und das konsequenterweise andere Gedanken zuläßt und eigene, die einer Prüfung nicht standhalten, verwirft, ist noch nicht in ihre Köpfe vorgedrungen.
    Die Apologie und die Gottesbeweiser versuchen, das vorzutäuschen, halten aber doch immer wieder an Grundlagen fest, die einer Überprüfung nicht standhalten.

  5. #5 von itna am 4. November 2016 - 11:47

    Allmächtiger Gott? Wozu missionieren?

    Bringt der Luschengott es nicht fertig, alle zu seinen Anbetern zu machen?

    Ein Auftritt bei z.B. der Olypiaeröffnungsfeier, Sache erledigt.

  6. #6 von Charlie am 4. November 2016 - 12:04

    Nur wer keine Argumente hat missioniert. Atheisten klären auf!

  7. #7 von Monika am 5. November 2016 - 19:35

    Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,

  8. #8 von itna am 6. November 2016 - 00:04

    Faule Socke, dieser Allmächtige.