Viele Kirchen im Westen schämen sich des Kreuzes

Viele Kirchen in Westeuropa scheinen sich für das Kreuz und die biblisch-christlichen Werte zu schämen. Diesen Eindruck hat einer der Vizepräsidenten des Lutherischen Weltbunds (LWB), der ungarische Bischof Tamás Fabiny (Budapest). Wie er am 4. November vor der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Magdeburg sagte, wird in vielen Kirchen weder von Sünde, noch vom Gericht oder vom Kreuz gesprochen. Man scheue sich, Andersgläubige missionieren zu wollen und verstecke christliche Symbole, um die Gefühle Außenstehender nicht zu verletzen. Eine solche falsch verstandene Neutralität mache aber gesichtslos und bewirke die Trennung von den europäischen Wurzeln

[http://www.idea.de/frei-kirchen/detail/lwb-vizepraesident-viele-kirchen-im-westen-schaemen-sich-des-kreuzes-98805.html

  1. #1 von itna am 4. November 2016 - 23:16

    Ich würde mich auch schämen, wenn solch einen Nonsens glauben würde. Und das als erwachsener Mensch.

  2. #2 von itna am 4. November 2016 - 23:17

    Und noch mehr schämen würde ich mich, so einen Psychopathengott anzubeten.

  3. #3 von Noch ein Fragender am 4. November 2016 - 23:26

    wird in vielen Kirchen weder von Sünde, noch vom Gericht oder vom Kreuz gesprochen.

    Soweit ich sehe, wird von „aufgeklärteren“ Theologen nur versucht, etwas weniger naiv als in der Tradition üblich vom Kreuz zu reden.

    Der ungarische Bischof hat offensichtlich die Diskussion der letzten Jahre um die Kreuzestheologie in der EKD nicht mitbekommen.

    Viele moderne Theologen sehen im Verständnis des Kreuzestodes als Sühnopfer ein grausames und sadistisches Gottesbild, das der Lehre Jesu von der unbedingten Liebe Gottes widerspricht.

    https://www.ekd.de/aktuell_presse/news_2015_03_27_1_kreuz.html

    Schon Bultmann schrieb 1941:

    „Wie kann meine Schuld durch den Tod eines Schuldlosen (wenn man von einem solchen überhaupt reden darf) gesühnt werden? Welche primitiven Begriffe von Schuld und Gerechtigkeit liegen solcher Vorstellung zugrunde? Welch primitiver Gottesbegriff? Soll die Anschauung vom sündentilgenden Tode Christi aus der Opfervorstellung verstanden werden: welch primitive Mythologie, daß ein Mensch gewordenes Gotteswesen durch sein Blut die Sünden der Menschen sühnt!“ (Neues Testament und Mythologie, 1941, 20)

    [https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Bultmann

    P.S Ein Atheist hat’s gut – der braucht sich um solche dogmatischen Scheinprobleme nicht den Kopf zu zerbrechen.
    Trotzdem finde ich es hilfreich, um diese Streitfragen zu wissen, um leichter einzuschätzen, wes Geistes Kind die jeweiligen Vertreter sind.

  4. #4 von uwe hauptschueler am 5. November 2016 - 09:20

    Bei einer Kirche Schamgefühl zu finden, wird in der Regel nicht ganz einfach sein.

  5. #5 von Monika am 5. November 2016 - 19:29

    Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden ist’s eine Gotteskraft.

  6. #6 von Hal am 5. November 2016 - 19:38

    Bei Dir würden keine leichten Schläge am Hinterkopf Hirnaktivität befördern, sie würden nur nicken verursachen. Und Du hast vieles abgenickt – oder?