Keine Ehe mehr für Minderjährige

Wie den Meldungen überregionaler Zeitungen zu entnehmen ist, plant die deutsche Bundesregierung sowohl die religiöse, als auch die standesamtliche Ehe für Minderjährige zu verbieten. Ziel dabei ist die Unterbindung von muslimischen Zwangsheiraten.

Weiterlesen: http://hpd.de/artikel/keine-ehe-mehr-fuer-minderjaehrige-13636

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  1. #1 von m0ebius am 15. Oktober 2016 - 14:45

    Finde ich ausgesprochen sinnvoll. Ich sehe keinen Grund, wieso Minderjährige heiraten müssten.

  2. #2 von Willie am 16. Oktober 2016 - 01:00

    @m0ebius

    Dem schließe ich mich an.

    Dieser Mädchenversorgungsparagraf (kennt jmd. eine Fall mit Jungen?) ist ein Anachronismus und hat wenig, wie beim hpd geschrieben „nimmt man es scheinbar billigend in Kauf, junge Menschen in Deutschland zu bevormunden und somit das Recht auf Selbstbestimmung zu vernachlässigen.“ zu tun. Zum einen darf derzeit der/die Jugendliche nicht selbstbestimmt entscheiden, da die EInwilligung der Erziehungsberechtigten (Vormund) benötigt wird. Zum anderen braucht es heute moralisch keiner Ehe mehr um Sex zu haben oder Kinder zu bekommen (oder wie nach dem Kriege die Kinderheime schnellsten wieder zu leeren). Und letztendlich gibt es eine Reihe von Einschränkungen Minderjáhriger, das geht vom Auto fahren bis hin zum Haus bauen ….., da man auch unterstellt, dass diese jungen Menschen da noch nicht reif genug zu sind.

    Wenn diese Ehe wirklich gewollt ist, und die Liebe so groß, dann übersteht sie auch eine max. Wartezeit von 2 Jahren.

  3. #3 von Elvenpath am 16. Oktober 2016 - 15:36

    Jetzt fangen wir schon an, unsere Gesetze anzupassen, um unsere sogenannten moralischen Vorstellungen gezielt gegenüber einer bestimmten Religion durchzusetzen.
    Denn bisher war das entsprechende Gesetz nie ein Problem gewesen.

  4. #4 von Unechter Pole am 16. Oktober 2016 - 19:21

    Geht doch.

  5. #5 von Willie am 17. Oktober 2016 - 05:58

    @Elvenpath

    Denn bisher war das entsprechende Gesetz nie ein Problem gewesen.

    Im staatlichen Sinne wohl nicht, im privaten Bereich aber oft genug schon. Natürlich kann man jetzt diese Rücknahme der Sonderbehandlung von Jugedlichen einer best. Religion anlasten, aber genau dies habe ich versucht zu verhindern. Meine Argumente dagegen liegen im Sinn dieser Sondergesetzgebung begründet. Bei der Geschäftsfähigkeit, bei der Wahlfähigkeit und selbst bei dieser Ehefähigkeit machte man die Einschränkung nicht umsonst. Diese ab 16 heiraten können, wenn denn der Erziehungsberechtigte dem zustimmt, unterliegt ja eben nicht der Selbstbestimmung des Menschen (Jugendlichen) und war mMn eindeutig auf die schnelle Versorgung von Mädchen ausgerichtet, die a) nicht zum Lebensunterhalt der Familien beitragen und b) keine „Schande“ über die Familie bringen sollten, wenn sie doch mal schwanger wurden. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass die Adenauerchristen diese Sonderbestimmung auch favorisierten, da man in den Nachkriegsjahren damit die Kinderheime schneller zu leeren meinte. Nebenbei haben wir auch die Eheerzwingungparagrafen abgeschaft (ich denke da gerade an: „Der Junge schaute ganz verwundert, das Mädchen sprach von Dreizehnhundert“ (BGB §1300))