Abtreibungsaktivisten wegen Messstörung zu Haft verurteilt

Fünf Abtreibungsbefürworter hatten auf Mallorca eine Sonntagsmesse massiv gestört. Das Gericht verurteilte sie zu je einem Jahr Haft.

weiterlesen:

[http://www.kath.net/news/57116

  1. #1 von Charlie am 14. Oktober 2016 - 10:55

    Schlimmer als ein Banküberfall.

  2. #2 von Friedensgrenze am 14. Oktober 2016 - 13:53

    Knast für Gotteslästerer. Euer scheiß Glaube kotzt mich an.

  3. #3 von dezer.de am 14. Oktober 2016 - 13:57

    http://mallorcamagazin.com/nachrichten/gesellschaft/2016/10/13/50478/feministinnen-bekommen-haftstrafe.html

    Uuuu, sie hatten Transparente!!! Und haben geschrien!!!! 1 Jahr dafür in den Knast ist doch angemessen..

    m/

  4. #4 von t.nor am 14. Oktober 2016 - 14:34

    Und es geht kein Aufschrei durch die deutsche Presse wie beim Pussy Riot Prozess in Russland? Seltsam…
    Ganz abgesehen davon, sollte man in Deutschland auch nicht auf die Idee kommen die Religionsausübung zu stören, weil dies nach § 167 StGB genau so strafbar ist. Nach meiner Meinung ist das auch sinvoll. Abgeschafft gehört der § 166, der sogenannte Blasphemie Paragraph.

  5. #5 von Rene am 14. Oktober 2016 - 15:08

    Diese Religionsnazis haben andere Massstäbe. Kinderficker kommen mit einem erhobenen Zeigefinger davon.

  6. #6 von parksuender am 14. Oktober 2016 - 19:23

    @ t.nor #4
    Was hältst Du am §167 StGB für sinnvoll? Bist Du religiös oder warum befürwortest Du ihn?

    Ich befürworte noch lange nicht, dass man z. B. in der Kirche mit freiem Oberkörper protestiert (geschehen in Köln), aber dafür möglicherweise in den Knast gehen zu müssen halte ich für stark übertrieben. Zum Glück sind die Richter in Deutschland vernünftiger als in Spanien. In einer öffentlichen Bibliothek kann einem das nicht passieren (nur Anklage wegen Erregung öffentl. Ärgernisses und Ruhestörung?). Warum also der Unterschied zwischen Kirche und anderen öffentl. zugänglichen Einrichtung? Bei einer philosophischen Ansprache darf man stören, aber wenn der Pfarrer über Frauenkörper bestimmen will muss man still sein? Ja hallo, geht’s noch?

  7. #7 von Unechter Pole am 14. Oktober 2016 - 19:25

    @t.nor
    Ich verstehe gar nicht, wieso Religionsausübung strenger geschützt werden sollte als Geburtstagfeiern, Sportveranstaltungen oder z.B. langer Vormittagsschaf am Sonntag.

  8. #8 von manglaubtesnicht am 14. Oktober 2016 - 19:54

    167 ist unnötig, gegen Störer reicht das Hausrecht.

  9. #9 von t.nor am 14. Oktober 2016 - 20:16

    Ich denke, weil er vor religösem Fantismus schützen soll. In Berlin wurden vor einigen Jahren mal zwei vollkommen Verrückte verurteilt, weil sie regelmäßig Gottesdienste gestört haben unter anderem eine Trauerfeier an der Wowereit teilgenommen hat.

  10. #10 von itna am 14. Oktober 2016 - 20:26

    Umgekehrt passiert aber nichts, schon seltsam.

  11. #11 von parksuender am 14. Oktober 2016 - 20:52

    @ t.nor #9
    Du redest wahrscheinlich von diesem Vorfall:
    Eklat bei ZDF-Gottesdienst: Störer unterbrachen Eucharistiefeier

    Die Gottesdienststörer gehören keiner Kirche oder Freikirche an, da ihrer Ansicht nach alle in Deutschland existierenden Gemeinden, Kirchen oder Gemeinschaften “Irrlehren verbreiten und den wahren Herrn Jesus Christus verleugnen”.

    [http://www.kath.net/news/8027

    Das sind natürlich religiöse Fanatiker.

    Aber überlegen wir uns doch einmal folgendes Szenario:
    Pfarrer predigt über die Sünde der Homosexualität. Homosexuelle seien für ihn Unmenschen, Gott solle sie mit Krankheiten übersähen, etc. Steht jemand der Zuhörer auf, macht Radau und stört erheblich den Gottesdienst, kann dieser wegen §167 verurteilt werden. Ist das gerecht? Und wer ist dann der Fanatiker?

  12. #12 von Friedensgrenze am 14. Oktober 2016 - 21:07

    #8 manglaubtesnicht

    Was ist schon Hausrecht wenn man bedenkt, daß die Christen mittlerweile wieder bis in die Mitte der Bäuche von Frauen hineinregieren?

    Bin ja keine Frau aber ich wär auch ganz schön angepisst wenn das einer bei mir versuchen würde.

  13. #13 von t.nor am 14. Oktober 2016 - 21:36

    Stimmt. Andreas Roy und Christian Arnold.
    Stimmt auch, gerecht wäre das nicht. Aber so einen Pfarrer könnte man vielleicht auch wegen Volksverhetzung anzeigen. Irgendwo dürfte auch die Religionsfreiheit ein Ende haben.

  14. #14 von drawingwarrior am 14. Oktober 2016 - 22:11

    Eine Messstörung ist die Unterbrechung oder das Fehlgehen einer Messung.
    Bei dem beschriebenen Akt handelt es sich um Störung eines Gottesdienstes.
    Ich persönlich bin kein Freund solcher Aktionen, halte aber die Bestrafung für unverhältnismässig.
    Dem Richter unterlief eine Messstörung, da er unangemessen hart urteilte.

  15. #15 von Friedensgrenze am 14. Oktober 2016 - 22:15

    Jetzt messen die seit 2000 Jahren und haben noch immer kein Ergebnis. Da is nix.

  16. #16 von parksuender am 14. Oktober 2016 - 22:36

    @t.nor
    Stimmt, den Pfarrer kann man AUCH anklagen. Ich hebe das Wort extra hervor, weil der Straftatbestand des $167 deshalb nicht verfällt.
    In jeder anderen Veranstaltung wäre der Störer nicht eines Verbrechens angeklagt worden.
    Denk mal bei Gelegenheit darüber nach.

  17. #17 von awmrkl am 15. Oktober 2016 - 04:36

    @t.nor

    „weil sie regelmäßig Gottesdienste gestört haben“
    Na und? Werden Leute, die eine Vereinsfeier stören, per StGb verurteilt? Nein. Sie werden des Hauses verwiesen, evtl plus Hausverbot.
    Braucht es dazu extra stgb-§§?

    „könnte man vielleicht auch wegen Volksverhetzung anzeigen. Irgendwo dürfte auch die Religionsfreiheit ein Ende haben“
    IdR nein (oder kennst Du auch nur einen solchen Fall, der nach solcher Anzeige nicht umgehend eingestellt wurde?). Solche Anzeigen werden idR nicht verfolgt, es herrscht in D (und nicht nur da) anscheinend Narrenfreiheit für Pfaffen und Kleriker.

    Und „dürfte“ ist gut! Sollte wäre schon mal besser. Ist aber faktisch derzeit nicht. Religiös verseuchten Staatsanwaltschaften, Gerichten, bVerfG sei Dank dafür! grrrr