Theologe zur Feuerbestattung: „Wir zerstören mutwillig ein Werk des Schöpfers“

Christen glaubten an einen Gott, der selbst in seiner Menschwerdung den Leib angenommen habe: „Verbrennen wir den Leib, zerstören wir ein Werk des Schöpfers mutwillig.“ Christen glaubten an die leibliche Auferweckung, nicht nur an ein Fortleben der Seele. Der Mensch des kommenden Reiches Gottes werde einen Leib haben: „Leib und Seele werden in ihm wieder vereint sein.“ Christus sei nicht als Geist auferstanden, sondern mit seinem Körper.

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[http://www.idea.de/glaube/detail/wir-zerstoeren-mutwillig-ein-werk-des-schoepfers-98546.html

  1. #1 von Siegrun am 13. Oktober 2016 - 15:24

    …ach so, aber am Kreuz festnageln wär‘ in Ordnung??

  2. #2 von omnibus56 am 13. Oktober 2016 - 15:32

    Schon mal eine einige Wochen alte Leiche gesehen? Wenn die wiederauferstehen, dann wird das eher was mit einem Zombie-Film als mit dem Paradies zu tun haben. 😀 Und nach Jahren ist außer ein paar brüchigen, angegammelten Knochen eh nichts übrig. Religioten muten manchmal arg dämlich an, wenn sie krampfhaft logisch erscheinen wollen… m(

  3. #3 von Charlie am 13. Oktober 2016 - 16:02

    Massenhaft fliegen Skelette gen Himmel oder wie soll man sich das vorstellen? Und wie kommt ein Gerippe aus sein Grab??

  4. #4 von Michael am 13. Oktober 2016 - 16:08

    Es fällt einem sehr schwer, angesichts solcher Naivität (und Dummheit?) sachlich zu bleiben. Der Körper eines Toten zerfällt nun mal vom ersten Moment nach dem Eintritt des Todes. Das ist einfach so. Das Verbrennen ist also nur ein beschleunigtes Verfahren.

  5. #5 von manglaubtesnicht am 13. Oktober 2016 - 16:33

    Das wollen sie jetzt auch noch verbieten? Haben die denn sonst keine Probleme?

  6. #6 von derNino am 13. Oktober 2016 - 16:48

    NA, dann kann man nur hoffen, das er nach dem Tot nicht anzulangen im Grab liegt. Mit oder ohne Verbrennung wird da nach ein paar Jahren nichts mehr sein mit dem seine „Seele“ vereint werden kann.

  7. #7 von Jesinchen am 13. Oktober 2016 - 17:13

    Also genaugenommen zerfällt der menschliche Körper ständig, auch vor dem Tod schon, nur regeneriert er sich eben in der Zeit davor auch noch und reguliert seine Gleichgewichte.

    Das macht aber die Vorstellung dieses Herrn noch absurder. Er tut so als wäre der menschliche Körper nicht eine flexible Zellmasse in der sich Absterben und Neuteilung die Waage halten, sondern tut so als wäre der menschliche Körper ein beständiges Objekt aus einem Guss, dessen Auflösung keine natürliche Folge fehlender Regulation nach dem Tod ist, sondern ein Angriff von außen darstellt, entweder durch konkrete Umwelteinflüsse wie Feuer oder durch ein abstraktes Gebilde wie Zeit.
    Nur durch diese naive Legomännchenperspektive kann er davon ausgehen das der menschliche Körper als Hülle von Gott erschaffen wurde, und kein natürlich gewachsenes Gebilde aus verschiedenen Geweben darstellt, und nur so kann er an der wissenschaftlich vollkommen unhaltbaren Trennung zwischen Persönlichkeit und Körper festhalten.

  8. #8 von Hal am 13. Oktober 2016 - 20:17

    Haben die Kirchen ein finanzielles Interesse am verbuddeln von Leichen? Ja natürlich, ein Urnengrab wirft weniger Profit ab.

  9. #9 von t.nor am 13. Oktober 2016 - 22:48

    Und wenn ich einen Baum fälle und verbrenne zerstöre ich kein „Werk des Schöpfers“, oder wenn ich ein Tier töte und aufesse? Das ist bestimmt etwas gaaanz anderes.

  10. #10 von Elvenpath am 14. Oktober 2016 - 02:37

    Da soll noch jemand behaupten, Religion wäre keine Droge. So ein Dünnpfiff kann doch nur einem drogenvernebeltem Hirn entspringen.

  11. #11 von Willie am 14. Oktober 2016 - 08:21

    Christus sei nicht als Geist auferstanden, sondern mit seinem Körper. Zu seinen Jüngern habe er nach seiner Auferstehung gesagt: „Seht meine Hände und meine Füße, ich bin es selber. Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe“ (Lukas 24,39).

    Hatte der da nicht Löcher in Händen und Füssen, sog. Wundmale? Wo waren denn da die fehlenden Teile des Körpers, etwa Kaugummi des Herrn Hauptgott?

  12. #12 von Noch ein Fragender am 14. Oktober 2016 - 10:38

    @ #11 Willie

    Hatte der da nicht Löcher in Händen und Füssen, sog. Wundmale?

    Ein typisches Beispiel wie religiöse Fantasten ihre Spinnereien nicht zu Ende denken.

    Mit dem Hirngespinst der Wundmale des Auferstandenen, in die der ungläubige Thomas sogar seine Finger legen konnte, meinen sie zwar, die Körperlichkeit des Auferstehungsleibes „bewiesen“ zu haben, gleichzeitig aber produzieren sie eine schlechte Nachricht für alle, die auf einen Auferstehungleib hoffen:

    Wenn beim Auferstehungsleib die vor dem Tod eingetretenen Schäden übernommen und nicht repariert werden, müssen (um nur ein Beispiel zu nennen) Beinamputierte in alle Ewigkeit auf Krücken durch den Himmel humpeln. Da die wenigsten mit heilem Körper sterben, gleicht der Himmel mit seinen Auferstehungsleibern eher einer Krankenstation.

    „Wer in Glaubensdingen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten“ (Wilhelm Busch)

    http://www.sprechgeraet.de/Wer-in-Glaubenssachen-den-Verstand-befragt-kriegt-unchristliche-Antworten.z145.html

  13. #13 von Willie am 14. Oktober 2016 - 11:20

    @NeF

    Beinamputierte in alle Ewigkeit auf Krücken durch den Himmel humpeln.

    Krücken? Dafür gibt es doch Schutzengel (kath. Schutzengelfest 2.Okt). Ok, die haben zu Lebzeiten nichts genutzt, desshalb müssen sie im Nachleben ran – sozusagen die Hölle der Engel. 😉

  14. #14 von Hal am 14. Oktober 2016 - 12:54

    … Löcher in Händen …

    Wikipedia dazu:

    Anatomischen Tests zufolge mussten die Nägel nicht durch die Handflächen, sondern durch Handwurzelknochen oder den Raum zwischen Elle und Speiche sowie durch die Fußwurzel oder das Fersenbein getrieben werden, um das Körpergewicht tragen zu können. Für die Füße bestätigt dies ein Skelettfund in Jerusalem aus dem 1. Jahrhundert, bei dem der Nagel noch im Fersenbein steckte. Dies ist zugleich der erste physische Beleg einer römischen Kreuzigung.

    Noch ein Nagel in den Mythos des Wanderpredigers.