Sexy Burka: Amazon empört Muslime

Auf Amazon wurde jetzt eine Version der Burka angeboten, die keinen Spielraum für Spekulationen lässt, was Frau darunter trägt. Ein britischer Anbieter wollte die „sexy Burka“ via Amazon verkaufen.

Den Shitstorm bekam dennoch der Online-Riese ab.“Ihr seid alle ekelhafte Rassisten. Euer Kostüm hat nichts mit meiner Kultur zu tun“, heißt es in einer der Rezensionen.

weiterlesen:

[http://money.oe24.at/unternehmen/Sexy-Burka-Amazon-empoert-Muslime/254136867

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  1. #1 von Siegrun am 10. Oktober 2016 - 10:12

    …es wir dkeiner gezwungen sich die Produkte anzuschauen, noch zu kaufen. Aber shitstorm geht ja immerund kostet nix. Und mal wieder sind die Muslime beleidigt… facepalm

  2. #2 von Elvenpath am 10. Oktober 2016 - 10:23

    Mit Rassismus hat das jedenfalls nichts zu tun. Ist einfach Religionsverarsche und somit vollkommen ok.

  3. #3 von namsawam am 10. Oktober 2016 - 11:30

    … und noch nicht einmal „einfach Religionsverarsche“ – Burka ist nur eine nicht-religiöse Unsitte.

    Wir sollten uns nicht dauernd derart duckmäuserisch verhalten: Sexy Burka ist sicher attraktiver und erheblich weniger frauenfeindlich als dieser bewußte tragbare Käfig.

  4. #4 von namsawam am 10. Oktober 2016 - 11:34

    Schöner Artikel zu dieser (Amazon-lancierten?) Posse:

  5. #5 von Charlie am 10. Oktober 2016 - 13:26

    @namsawam (einzige und letzte Warnung)

    Diese Hass-Seite verlinkst du hier nie wieder, verstanden?

  6. #6 von namsawam am 10. Oktober 2016 - 13:58

    @#5 von Charlie am 10. Oktober 2016 – 13:26

    Jawoll. –

    Daß diese Plattform sich „Proamerikanisch und -israelisch“ nennt und geriert, stört mich aber mehr; von Hass habe ich dagegen nicht viel gemerkt. Eher im Gegenteil (Auszug aus den „Leitlinien“):

    Die politische Korrektheit und das Gutmenschentum dominieren heute überall die Medien. Offiziell findet diese Zensur natürlich nicht statt, dennoch wird über viele Themen, selbst wenn sie von höchster Bedeutung für uns und unser Land sind, nur völlig unzureichend oder sogar verfälschend „informiert“. Wir hingegen bestehen auf unserem Grundrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit. Deshalb haben wir auf diesen Seiten vor allem ein Thema – die Beeinflussung der Bevölkerung im Sinne von politischer Korrektheit durch Medien und Politik. Es scheint uns wichtiger als je zuvor, Tabuthemen aufzugreifen und Informationen zu vermitteln, die dem subtilen Diktat der politischen Korrektheit widersprechen.

    Für uns im Westen ist es bereits soweit, dass sich Europa zunehmend islamischen Standards angleichen muss. Die pro-islamische Selbstzensur unserer Medien ist ein offensichtlicher Beleg dafür, dass man in den Redaktionen offenbar dem Glauben anhängt, es könne mit dem Islam nur dann ein „friedliches“ Zusammenleben geben, wenn wir uns den islamischen Interessen unterwerfen.

    subtiles Diktat der politischen Korrektheit – wie weit geht das?

  7. #7 von namsawam am 10. Oktober 2016 - 17:02

    @#5 von Charlie am 10. Oktober 2016 – 13:26

    Wissen die Belobiger Deines Ordnungsrufs wirklich, von welcher Haß-Seite hier die Rede ist????

  8. #8 von user unknown am 10. Oktober 2016 - 17:38

    @Namsawam: Das ist nicht schwer zu erraten. Schon vor dem Lesen Deines Zweifel zerstreuenden Kommentars war das meine erste Vermutung.
    Sonderlich schön finde ich den Artikel aber nicht. Im Ggs. zum Bild, dessen Würze die Kürze ist, schleppt er sich so dahin.
    Das Bild krankt nur daran, dass es einen Nikab zeigt, keine Burka.

  9. #9 von dezer.de am 10. Oktober 2016 - 17:46

    Ja, weiss ich. Wie uu schon sagte, nicht schwer zu erraten und sehr leicht durch Google zu verifizieren.

  10. #10 von Unechter Pole am 10. Oktober 2016 - 18:18

    @Charlie
    Übrigens wird dieser Blog hier durch manche Suchmaschinen aus den Ergebnissen aussortiert und wohl als Hate-Blog eingestuft.

  11. #11 von oheinfussel am 10. Oktober 2016 - 18:49

    Heult doch!!

  12. #12 von user unknown am 10. Oktober 2016 - 19:42

    @Unechter Pole:
    Durch welche, beispielsweise?

  13. #13 von Unechter Pole am 10. Oktober 2016 - 20:46

    @uu
    Bing
    Yahoo

  14. #14 von user unknown am 10. Oktober 2016 - 22:27

    @UP
    Tatsache! Ändern der Einstellung auf „keine Familienkontrolle“ nützt auch nichts. Bliebe noch zu prüfen, ob der AMB nicht diese Suchmaschinen mittels robots.txt ausgeschlossen hat – aber wieso sollte er dies tun?

  15. #15 von namsawam am 12. Oktober 2016 - 10:58

    @#10 von Unechter Pole am 10. Oktober 2016 – 18:18

    Kurz:

    Ein Spatz schimpft den andern Dachscheißer.

    (Und keiner merkt’s!)

  16. #16 von namsawam am 13. Oktober 2016 - 13:47

    … und noch was zum Thema (auch, wenn das hier schon wieder o.o.o. ist):

    Atatürks Gesetz:

    „Mit sofortiger Wirkung haben alle türkischen Frauen das Recht, sich zu kleiden, wie sie wollen, aber alle Prostituierten müssen eine Burka tragen.“

    Das ist keineswegs nur ein schlauer Zug in Richtung Modernisierung, sondern außerordentlich fundiertes Geschichtswissen:

    Schon sehr lange nämlich vor dem dummen Islam gingen sich prostituierende Frauen verschleiert, damit sie keiner (zu schnell) erkennen konnte…

    Das sollte man jedem Burka-Befürworter ins Postfach legen (bündelweise).

  17. #17 von dezer.de am 13. Oktober 2016 - 13:49

    @Namsawam: Lass mich raten, „Burka-Befürworter“ sind für dich alle die ein Burkaverbot ablehnen, richtig?!

  18. #18 von namsawam am 13. Oktober 2016 - 13:58

    @#17 von dezer.de am 13. Oktober 2016 – 13:49

    … da hast Du mich (unabsichtlich?) rasant mistverstanden:

    Verbots-Ablehner sind noch keine Befürworter – die sind der harte Kern.

    Aber erstaun- und erfreulich, daß „Sexy Burka: Amazon empört Muslime“ noch nicht ganz tot ist.

    Aber was sagst Du zum Atatürk?

  19. #19 von schiffmo am 13. Oktober 2016 - 14:09

    @namsawam: Welche weiteren Eigenschaften möchtest Du sonst noch gerne verpflichtend sichtbar gekennzeichnet haben? Ansichten? Einstellungen?
    Da wäre ich sehr vorsichtig an Deiner Stelle, das kann ganz schnell nach hinten losgehen.

  20. #20 von namsawam am 13. Oktober 2016 - 14:20

    @#19 von schiffmo am 13. Oktober 2016 – 14:09

    Du interpretierst und verallgemeinerst ein bißchen zuviel:

    Wo schreibe ich, daß ich überhaupt irgendetwas

    sonst noch gerne verpflichtend sichtbar gekennzeichnet haben

    möchte? –

    Ich bewundere diesen Atatürk, zumal er sehr wohl wußte und erwarten durfte, daß keine einzige Prostituierte die Burka tragen würde. Er hat das ganze eben als Recht und nicht als Pflicht geboten. Soviel zur „verpflichtend sichtbar“en Kennzeichnung.

    Apropos: Wo ist bei Dir „hinten“?

  21. #21 von namsawam am 13. Oktober 2016 - 14:21

    … habe #18 von namsawam am 13. Oktober 2016 – 13:58

    gegeben, muß aber erst noch (warum??) freigeschaltet werden…

  22. #22 von namsawam am 13. Oktober 2016 - 14:24

    noch’n Versuch:

    @#17 von dezer.de am 13. Oktober 2016 – 13:49

    … da hast Du mich (unabsichtlich?) rasant mistverstanden:

    Verbots-Ablehner sind noch keine Befürworter – die sind der harte Kern.

    Aber erstaun- und erfreulich, daß „Sexy Burka: Amazon empört Muslime“ noch nicht ganz tot ist.

    Aber was sagst Du zum Atatürk?

  23. #23 von Charlie am 13. Oktober 2016 - 14:46

    @UP

    Wusste ich nicht, aber solange uns google nicht zensiert. 🙂

    @UU

    Aus unserer Sicht gibt es keine Einschränkungen für Suchmaschinen.

  24. #24 von schiffmo am 13. Oktober 2016 - 15:27

    @namsawam: Nein, ich verallgemeinere nicht. Ich finde meinen post nicht weit genug gehend. Außerdem stelle ich nur Fragen.
    Die Vorschrift, die Du hier vorträgst (ich habe nicht überprüft, ob sie tatsächlich eingebracht/in Kraft gesetzt wurde, und von wem sie eingebracht und/oder in Kraft gesetzt wurde, interessiert mich auch nicht.), hat sehr viele Kennzeichen einer stigmatisierenden Kleidervorschrift, sowohl in der vordergründigen, als auch in der „zweiten“ Wirkung.
    Vordergründig werden durch den Burkazwang für Prostituierte diese in einer pikanten Weise sichtbar gekennzeichnet. So eine Vorschrift ist meines Erachtens nicht mit unseren Grundrechten vereinbar.
    In der „zweiten“ Wirkung werden Menschen, die eine Burka tragen wollen oder tragen müssen (Zwang durch Familie, religiöse Gruppe) durch die zweite Vorschrift als Prostituierte gebrandmarkt. Das ist ein meines Erachtens noch weitergehender Bruch unserer Grundrechte.
    Du wolltest es deutlich und bekommst es deutlich:
    Die von Dir vorgestellte Vorschrift widerspricht unserem Grundrechtssystem in Wort und Geist eklatant. Das Befürworten einer solchen Vorschrift ist durch dieselben Grundrechte abgedeckt, also ist es Dein gutes Recht, sie zu bewerben.
    Mein gutes Recht ist es aber, dass jemand, der die von Dir zitierte Vorschrift propagiert und umgesetzt sehen will, die Demontage unseres Grundrechtesystems und unserer freiheitlichen Lebensweise betreibt.
    Das ist nicht nur genauso vehement zu verhindern wie jeglicher Angriff auf unsere Lebensweise von welcher Religion aus auch immer, und es ist zusätzlich sogar für die Befürworter einer solchen Vorschrift dumm.
    Denn im Sinne von Kant könnte man mit denselben Gründen einführen, dass alle Menschen, die in einem geregelten Verfahren als „gewaltbereite Briefmarkenfetischisten“ eingestuft werden, nur mehr mit einem kennzeichnenden Kleidungsstück in die Öffentlichkeit treten dürfen.

    Ich denke, durch meine Ausführungen habe ich gezeigt, dass diese Vorschrift aus ganz allgemeinen, von keiner politischen Richtung abhängigen Gründen mit unserer Rechts- und Gesellschaftsordnung nicht vereinbar ist, und, dass sie darüberhinaus diese Ordnung gefährdet.

  25. #25 von dezer.de am 13. Oktober 2016 - 15:34

    Atatürk finde ich gut.

  26. #26 von schiffmo am 13. Oktober 2016 - 15:42

    Statt „dass jemand“ sollte „dass ich feststelle, dass jemand“
    Ich möchte auch die Menschen, die das propagieren, aufrufen, diese Gefahren in ihrem Tun zu erkennen und davon abzulassen.

    Die Mißstände, die hinter solchen Vorhaben stecken, existieren oft tatsächlich. Es ist aber nicht hilfreich, ihnen mit neuen Mißständen, die oft noch wesentlich schlimmer sind, „abzuhelfen“.

  27. #27 von namsawam am 13. Oktober 2016 - 16:14

    @#24 von schiffmo am 13. Oktober 2016 – 15:27

    Die Vorschrift, die Du hier vorträgst (ich habe nicht überprüft, ob sie tatsächlich eingebracht/in Kraft gesetzt wurde, und von wem sie eingebracht und/oder in Kraft gesetzt wurde, interessiert mich auch nicht.), hat sehr viele Kennzeichen einer stigmatisierenden Kleidervorschrift, sowohl in der vordergründigen, als auch in der „zweiten“ Wirkung.

    Hättest Du mal besser. Und Desinteresse ist auch nicht vernünftig.
    Ist die Freiheit sich zu kleiden, wie man will, ein Stigma? Da gibt’s Wiki für.

    Vordergründig werden durch den Burkazwang für Prostituierte diese in einer pikanten Weise sichtbar gekennzeichnet.

    Du hast mein „Er hat das ganze eben als Recht und nicht als Pflicht geboten.“ offenbar völlig ignoriert. Von wegen Zwang.

    Die von Dir vorgestellte Vorschrift widerspricht unserem Grundrechtssystem in Wort und Geist eklatant.

    Das ist lächerlich und zeigt deutlich, daß Du die Vorgehensweise Atatürks (in der damaligen Türkei) weder verstanden hast, noch billigst.
    Deine Überinterpretation setzt Du geradezu zwanghaft fort, indem Du schreibst, daß

    …jemand, der die von Dir zitierte Vorschrift propagiert und umgesetzt sehen will, die Demontage unseres Grundrechtesystems und unserer freiheitlichen Lebensweise betreibt.

    Ich habe rein gar nichts propagiert oder will es gar umgesetzt sehen (die Art bleibt höchstens zu überlegen) und weiß auch nicht, womit ich diesen Eindruck erweckt hätte – etwa vielleicht dadurch, daß ich diesen Atatürk für seine Modernisierungspolitik bewundere und speziell diesen Schachzug gegen die gefährlich starken Ewig-Gestrigen?

    Da Du also von völlig falschen Voraussetzungen ausgegangen bist, muß der ganze Rest in den Reißwolf.

    Meine Frage danach, wo bei Dir hinten ist, hat sich ja damit auch erübrigt.

    @#25 von dezer.de am 13. Oktober 2016 – 15:34

    Richtig. Aber bis auf sein Vorgehen gegen die Kurden.

  28. #28 von Hal am 13. Oktober 2016 - 16:32

    Wenn ich namsawam und sein Verweis auf Atatürks türkische Lösung mit der vormodernen und frauenfeindlichen (Voll)Verschleierung fertig zu werden, dann nehme ich nicht an er wolle diese 100 Jahre später 1 zu 1 in D umgesetzt sehen.

    Irgendwie gibt es sehr viele die anscheinend glauben Fundamentalisten und Fanatiker könnte man mit Toleranz, Freundlichkeit und Akzept ihrer völlig bekloppten Meinungen und Überzeugungen begegnen und so zur Vernunft zu verleiten. Ist das nicht christliche Feindesliebe? Hat diese jemals funktioniert? Sie wird meiner Erfahrung nach geheuchelt und nur verbal als; „Siehe her was für ein toller Christ ich bin“ verwendet.

    Extremisten müssen klare Grenzen aufgezeigt werden, dazu können sie auch Kritisiert und veräppelt werden, nur nicht ignoriert oder gar zu Verhandlungen zu den Grundlagen und -werten unserer Gesellschaft eingeladen werden.

  29. #29 von namsawam am 13. Oktober 2016 - 17:31

    Hallo Hal, mal endlich wieder,

    Irgendwie gibt es sehr viele die anscheinend glauben Fundamentalisten und Fanatiker könnte man mit Toleranz, Freundlichkeit und Akzept ihrer völlig bekloppten Meinungen und Überzeugungen begegnen und so zur Vernunft zu verleiten.

    „Verleiten“ ist genau die richtige Satire. Jedenfalls viel besser (und nicht so langweilig) wie etwa „bringen“, „überzeugen“ oder „erweichen“. Denn von selbst werden sie das nur sehr selten schaffen…

    Das bekannte Prahlen

    „Siehe her was für ein toller Christ ich bin“

    ist Leitmotiv meines „Gravatars“.

  30. #30 von Hal am 13. Oktober 2016 - 20:06

    Moin namsawam,

    Ich war gerade drüben bei PI und habe ein wenig herum gestöbert. Die sind ganzheitlich unappetitlich, aber es sind keine weltfremden Verschwörungstheoretiker dessen Kritik(Hetze?) an Gesellschaft, Politik und Medien aus der Luft gegriffen oder grundlos wären.

    Einerseits kann ich gut verstehen dass Charlie Links zu dieser Seite nicht erlaubt, andererseits ist es wichtig zu wissen was Pegiden, AfD´ler und so weiter denken und schreiben. Verlinkungen zu kath.net, eine faschistisch-katholische Seite, ist jedoch wegen religiösen Inhalten gestattet. Politik und Religion hochgradig mit einander verstrickt, sodass diese Unterscheidung mir eigentlich unsinnig erscheint. Der Bundestag ist mit Schafen voll gestopft und sämtliche Minister sind religiotisch verstrahlt. In den Ländern und Kommunen sieht es nicht viel besser aus.

    Wer glaubt ÖR und die privaten Medien würden objektiv berichten, hat ein an der Waffel. Alleine die weit bekannte Vorzugsbehandlung der Kirchen im ÖR, sollte eine gewisse Skepsis auslösen.

    Weiterhin scheinen Menschen zu erwarten ihre Meinungen zu Politik und Gesellschaft in Paketform (Ideologie) erhalten zu können und die anderen auf dem imaginär liniarem politischen Spektrum haben selbstverständlich immer Unrecht. Dualismus mit Abstufungen.
    Das politische Feld ist jedoch zumindest zweidimensional, wenn nicht noch komplexer.

    Gutes Bild übrigens, Absolution für natürliches Verhalten.

  31. #31 von namsawam am 13. Oktober 2016 - 23:18

    @#30 von Hal am 13. Oktober 2016 – 20:06

    Du hast mit Deinem zweiten Absatz die Widersprüchlichkeit und Fragwürdigkeit von Linkverboten generell aufgezeigt.
    Solche Verbote machen n.m.M. sehr selten Sinn (z.B. bei kriminellem Inhalt). Und selbst wenn „Hetze“ oder „Haß“ dort erscheinen, kann sogar das sehr informativ sein.
    Herbert Wehner antwortete auf die Frage, warum er denn ausgerechnet (im Bundestag) die Bildzeitung lese, er müsse schließlich wissen, was die Leute denken sollen.
    Das politische Feld hat beliebig viele Dimensionen, immer abhängig von den Intentionen der Akteure.

    Wahrlich, Heuchelei ist ein fundamental „natürliches“ Verhalten – schon Dackel und erst recht alle Primaten beherrschen es.
    Wer also Heuchelei nicht überall (auch hier!) erwartet, hat – um es mit Deinen Worten zu schreiben – übel einen an der Waffel.

    Kennst Du Reineke Fuchs? Wenn nicht, tu‘ ihn Dir unbedingt an; den Goetheschen.

  32. #32 von schiffmo am 14. Oktober 2016 - 10:51

    @namsawam:

    Hättest Du mal besser.

    Nein. Das brauche ich nicht für mein Argument und lenkt ab.

    Ist die Freiheit sich zu kleiden, wie man will, ein Stigma? Da gibt’s Wiki für.

    Nein. Habe ich nicht behauptet. Sieh nach, ich habe darauf hingewiesen, inwieweit die Von Dir vorgetragene Vorschrift stigmatisiert.

    Du hast mein „Er hat das ganze eben als Recht und nicht als Pflicht geboten.“ offenbar völlig ignoriert. Von wegen Zwang.

    In der von Dir zitierten Vorschrift steht an entscheidender Stelle „müssen“:

    aber alle Prostituierten müssen eine Burka tragen.

    Du kannst gerne auf „außerordentlich fundiertes Geschichtswissen“ – wessen auch immer – zurückgreifen, inwieweit hier die Exegese der von Dir vorgetragenen Vorschrift der Vorschrift selbst vorzuziehen ist.

    etwa vielleicht dadurch, daß ich diesen Atatürk für seine Modernisierungspolitik bewundere und speziell diesen Schachzug gegen die gefährlich starken Ewig-Gestrigen?

    Im Gegenteil. Dieser Schachzug, den Du offenkundig zumindest „bewunder[st]“, ist einer, der genau die Art einer anderen Sorte gefährlicher Ewig-Gestriger ist. Inwieweit er geholfen hat, die von Dir gemeinten Ewig-Gestrigen dauerhaft von der Stiftung neuen Unheils abzuhalten, können wir derzeit in der Türkei beobachten.

    @Hal: Vordringlich ist aber auch zu beachten, dass man nicht selbst zum Extremisten werden darf, wenn man diese in ihre Schranken weisen will. Denn dadurch hat man meistens doppelt nichts gewonnen: Die ersten Extremisten fühlen sich bestärkt, und der Rest der Betroffenen hat die neu geschaffenen Extremisten zusätzlich am Hals.

    […] dann nehme ich nicht an er wolle diese 100 Jahre später 1 zu 1 in D umgesetzt sehen.

    Schön, dass Du das annimmst. Es gibt da darüberhinaus noch ein undefiniertes Feld zwischen Deiner Annahme und dem Umstand, dass namsawam „speziell diesen Schachzug“ bewundert.

  33. #33 von namsawam am 14. Oktober 2016 - 13:37

    @#32 von schiffmo am 14. Oktober 2016 – 10:51

    Bis jetzt hast Du Dich geflissentlich darum herumgedrückt, meine – wie ich denke – grundlegende Frage 1 aus #20 zu beantworten. Aber auch die Frage 2 ist bis jetzt nicht beantwortet.
    Vielleicht stufst Du die beiden ja praktischerweise als „rhetorisch“ ein??!

    ========

    Du in #24:

    Außerdem stelle ich nur Fragen.

    Was ist denn dann wohl?:

    Da wäre ich sehr vorsichtig an Deiner Stelle, das kann ganz schnell nach hinten losgehen.

    … und

    …ich habe nicht überprüft, ob sie tatsächlich eingebracht/in Kraft gesetzt wurde, und von wem sie eingebracht und/oder in Kraft gesetzt wurde, interessiert mich auch nicht.

    Ich in #27:

    Hättest Du mal besser.

    Du eben in #32

    Nein. Das brauche ich nicht für mein Argument und lenkt ab.

    ========

    Seltsames Credo, aber so ist es wohl: Voraussetzungen für Verstehen lenken unerfreulicherweise stark von einem fast hysterischen Bestehen auf einem unhaltbaren Argument und dem Darüber-Zanken ab.

    Nein, danke.

    Aber wenigstens hättest Du ja auf Hal’s betont gemäßigtes

    Irgendwie gibt es sehr viele die anscheinend glauben Fundamentalisten und Fanatiker könnte man mit Toleranz, Freundlichkeit und Akzept ihrer völlig bekloppten Meinungen und Überzeugungen begegnen und so zur Vernunft zu verleiten. Ist das nicht christliche Feindesliebe? Hat diese jemals funktioniert? Sie wird meiner Erfahrung nach geheuchelt und nur verbal als; „Siehe her was für ein toller Christ ich bin“ verwendet.

    angemessen reagieren können.

    Dein

    Im Gegenteil. Dieser Schachzug, den Du offenkundig zumindest „bewunder[st]“, ist einer, der genau die Art einer anderen Sorte gefährlicher Ewig-Gestriger ist. Inwieweit er geholfen hat, die von Dir gemeinten Ewig-Gestrigen dauerhaft von der Stiftung neuen Unheils abzuhalten, können wir derzeit in der Türkei beobachten.

    ist allerdings schon ein ziemlicher Logik-Höhepunkt. Selbst d’rauf gekommen?

    Gegen Deine scharfsinnige Beobachtung, wir könnten derzeit etwas „in der Türkei beobachten“, ist nichts zu sagen. Allerdings aber die indirekte Behauptung, daß jemand überhaupt „von der Stiftung neuen Unheils“ dauerhaft abgehalten werden kann. Davon war zum Einen bisher nie die Rede und zum Anderen scheint mir das ein Glaubenssatz unbelehrbarer Gutmenschen-Eiferer, denn er insinuiert Zwang als Ursache von Unheil. (Das erreicht fehlender Zwang leider meistens viel besser.)
    Nicht nur ein Glaubenssatz, auch eine völlig bekloppte Meinung. Seit wann ist das Ziel von Politik unbedingte Vermeidung von Unheil?? Dieses Ziel ist nie sicher zu realisieren und schon daher völlig idiotisch. Ohne jeden Sinn für Realität. Traumtänzerei. Phrasendreschen. Bitte vielmals um Entschuldigung, ehrlich.

    Besonders bitte ich für diese polemische Tirade und die Abweichung vom eigentlichen Thema um Nachsicht. Ich hatte nicht die Absicht.

  34. #34 von Hal am 14. Oktober 2016 - 14:05

    @schiffmo

    Vordringlich ist aber auch zu beachten, dass man nicht selbst zum Extremisten werden darf, wenn man diese in ihre Schranken weisen will.

    Die Extremisten sind schon da, die Gesellschaft ist schon polarisiert. Es bestehen Ängste wegen Überfremdung, schleichende Islamisierung, Arbeitsplätze, Wohnungen und vieles mehr. Diese Ängste muss man als Real anerkennen selbst wenn deren Grundlagen nicht unbedingt etwas mit der Wirklichkeit zu tun haben.

    Für die ganz normalen Arbeitnehmer sind die Reallöhne in den letzten zwei Jahrzehnten nicht gestiegen, während die Profite der Konzerne wachsen. Das soziale Sicherheitsnetz ist sehr löchrig geworden und viele fallen hindurch, während Besserverdiener Steuererleichterungen bekommen. Es wird an Bildung gespart und der Bundestag verabschiedet Gesetze die vom Bundesverfassungsgericht gekippt werden. Der kleine Mann fühlt sich von Politikern verarscht und von den Medien verunglimpft. 15,4% leben in der BRD nahe der Armutsgrenze!

    Soziale Ungerechtigkeit und Armut schaffen ideale Wachstumsbedingungen für rechte Parteien.

    Ich kann Bismarck für seine Einführung der Altersrente bewundern, besonders weil er damit die Sozialdemokraten den Wind aus den Segeln nehmen wollte. Daraus kannst Du dann schließen was Du willst. 😀

  35. #35 von schiffmo am 14. Oktober 2016 - 15:58

    Frage in #20: Wo Du schreibst, dass Du sonst noch was sichtbar gekennzeichnet haben willst? Ich sehe Deine Bewunderung für „Atatürks Gesetz“, stelle fest, dass dies im letzten Teilsatz eine ganz eindeutig verpflichtende Formulierung enthält („, aber alle Prostituierten müssen eine Burka tragen.“), und frage Dich davon ausgehend, welche Eigenschaften von menschen Du sonst noch gerne sichtbar gekennzeichnet hättest.
    Ist es für Dich irgendwie peinlich, diese meine Frage zu beantworten, zum Beispiel mit der Antwort „Keine“, optional mit dem Zusatz „Die erste Eigenschaft auch nicht“?

    Die zweite Frage ist die, wo bei mir „hinten“ wäre. „Nach hinten losgehen“ ist eine verbreitete Redensart, die besagt, dass eine Aktion unbeabsichtigte, weitreichende und zerstörerische Wirkung, insbesondere gegen den Urheber, entfalten kann.
    Ich beziehe diese Redensart auf dieselbe Frage, die Du bis jetzt nicht beantwortet hast, und zwar weder in der oben angedeuteten noch in irgendeiner anderen Form.

    Die Verwendung des Wortes „Gutmenschen“ verbitte ich mir ganz außerordentlich: „Mit dem Vorwurf „Gutmensch“, „Gutbürger“ oder „Gutmenschentum“ werden Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm und weltfremd, als Helfersyndrom oder moralischer Imperialismus diffamiert.“ Außerdem ist es ein rechter Kampfbegriff (für beides siehe z.B. [http://www.unwortdesjahres.net/fileadmin/unwort/download/pressemitteilung_unwort2015.pdf )´.

    Allerdings möchte ich feststellen, dass „Atatürks Gesetz“ (und auch sonst nichts) anscheinend nicht erreicht hat, dass die „starken Ewig-Gestrigen“ seiner Zeit über längere Epochen an Stärke eingebüßt hätten, wie Du in #33 mit „Gegen Deine scharfsinnige Beobachtung, wir könnten derzeit etwas „in der Türkei beobachten“, ist nichts zu sagen.“ konzidierst. Einen hier anklingender positiver Nutzen, der den reaktionär-gängelndenTeil von „Atatürks Gesetz“ irgendwie aufwiegen könnte, kann ich nicht erkennen.

    „Seit wann ist das Ziel von Politik unbedingte Vermeidung von Unheil?? Dieses Ziel ist nie sicher zu realisieren und schon daher völlig idiotisch. Ohne jeden Sinn für Realität. Traumtänzerei. Phrasendreschen. Bitte vielmals um Entschuldigung, ehrlich.“ Du drehst mir die Worte im Mund herum. Ich spreche mich dauernd gerade dagegen aus, sowas versuchen zu wollen. Zu Deinen Gunsten betrachte ich die Frage, ob mit dieser Reglerei, die immerhin Du ins Spiel brachtest, irgendwas nützliches erreicht wurde, und finde nichts.

    Jetzt steht aber Deine Antwort auf die Frage aus, insbesondere ob Du es für angemessen hältst, Frauen, die zufälligerweise in konservativen, unterdrückerischen Umfeldern und Familien leben, gemäß „Atatürks Gesetz“ mit Prostituierten auf eine Stufe zu stellen.

  36. #36 von schiffmo am 14. Oktober 2016 - 16:31

    @Hal: Wo ist die „Überfremdung“? Inwieweit helfen Ängste bei einer „Schleichende[n] Islamisierung“, vorausgesetzt, wir wissen, was das ist? Was hat beides mit Arbeitsplätzen und Wohnungen zu tun? Ganz besonders: Wie hängen die wachsenden Konzerngewinne mit Zuwanderung zusammen? Wer ist der „kleine Mann“, dass man sagen kann, die Medien würden gezielt ihn verunglimpfen?
    Dass die Politik optimierbar ist, bestreite ich nicht. Im Unterschied zu den rechten Parteien biete ich aber keine einfach klingenden Parolen an, deren Anwendung kein einziges der von Dir angesprochenen Probleme tatsächlich löst, wie denn auch, denn die Ansprachen sind so unkonkret oder manchmal sogar schlicht falsch, dass Maßnahmen auf dieser Grundlage die Situation fast ausschließlich verschlechtern können.
    Natürlich muss manches vom Kopf auf die Füße, zum Beispiel gehörte mal klargemacht, dass es die Aufgabe der Wirtschaft ist, die Menschen mit den benötigten Gütern zu versorgen, und nicht die Aufgabe vieler Menschen, die Gewinne sehr reicher und mächtiger Menschen zu mehren.
    Das klarzumachen veränderte aber nur die Diskussion. Wenn zum Beispiel ein Mensch eine Wohnung vermietet an jemanden, der überschuldet ist, zum Beispiel weil die Wirtschaft sich sein Geld als Gewinn in die Taschen gestopft hat, hat der Vermieter nicht dauerhaft die Wahl, den Menschen praktisch kostenlos in der Wohnung weiterleben zu lassen, und zwar nur teilweise deswegen, weil er seine eigenen Kosten nicht mehr decken kann, sondern auch, weil das zum Beispiel Papierkram und weitere finanzielle Folgen mit dem Finanzamt zur Folge hat. Das ganze System fördert es, dass (an der Spitze gemessen) sehr begrenzt vermögende Menschen sich konform zu verhalten. Sowas kann man nicht einfach so ändern, und die Parolen der rechten Parteien sind in diesem Detail völlig nutzlos, weil das System gleichermaßen für die Zuwanderer und die benachteiligten Schichten vernichtend wirkt.

    Deshalb ist es um so wichtiger, klarzumachen, dass die rechten Parteien keineswegs die Ursachen der Benachteiligung reduzieren, sondern neue Benachteiligungen schaffen und die bestehenden Benachteiligungen eher noch verfestigen. Wäre ja auch dumm, der eigenen Existenzberechtigung entgegenzuwirken.

    Kann es sein, dass Du Bismarck hier für was bewunderst, das er nicht erreicht hat? Es ist gesichert, dass es ganz besonders Bismarck um den Machterhalt der alten Eliten (alter Adel, neuer Industrieadel (widerwillig) ging, darin kann ich ganz und gar nichts bewundernswertes erkennen, und die Situation der Schichten, die heute benachteiligt sind, war damals ganz eindeutig noch schlechter. Profitiert hat unter anderem der Staat, da man Mittellose recht leicht direkt zum Militärdienst (als Aufstigesmöglichkeit) „überreden“ kann, und was daraus wurde, wird gegen Ende des Kaiserreichs sehr klar. Was bewundernswertes kann ich daran nicht erkennen.

  37. #37 von namsawam am 14. Oktober 2016 - 18:00

    @#35 von schiffmo am 14. Oktober 2016 – 15:58

    Frage in #20: Wo Du schreibst, dass Du sonst noch was sichtbar gekennzeichnet haben willst? Ich sehe Deine Bewunderung für „Atatürks Gesetz“, stelle fest, dass dies im letzten Teilsatz eine ganz eindeutig verpflichtende Formulierung enthält („, aber alle Prostituierten müssen eine Burka tragen.“), und frage Dich davon ausgehend, welche Eigenschaften von menschen Du sonst noch gerne sichtbar gekennzeichnet hättest.
    Ist es für Dich irgendwie peinlich, diese meine Frage zu beantworten, zum Beispiel mit der Antwort „Keine“, optional mit dem Zusatz „Die erste Eigenschaft auch nicht“?

    Deutlicher kann kaum gezeigt werden, daß man etwas nicht einmal im Ansatz verstanden hat und nur, weil an einer Stelle das Wörtchen ‚müssen‘ auftaucht, dann auf’s Ganze als Pflicht schließen zu können glaubt. Wieso ist das so schwer? Wenn es doch nur in einem „Teilsatz“ erscheint, wie Du erkannt hast, wieso schließt Du dann daraus auf’s Ganze??? Ich erklär’s Dir nicht. (Aber vielleicht weißt Du wenigstens, was ‚Esprit‘ ist.)

    usw., usw….

    Jetzt steht aber Deine Antwort auf die Frage aus, insbesondere ob Du es für angemessen hältst, Frauen, die zufälligerweise in konservativen, unterdrückerischen Umfeldern und Familien leben, gemäß „Atatürks Gesetz“ mit Prostituierten auf eine Stufe zu stellen.

    Ich erwarte nicht, daß Du auch nur einen einzigen Satz von Heinrich von Kleist z.B. wirklich verstehen kannst.
    Du liest in Sätze stetig genau die Absichten hinein, die Dir „Munition“ scheinen, damit Du damit Dein Mütchen kühlen kannst.

    … mit Prostituierten auf eine Stufe zu stellen.

    Wer? Wo? Wieso? Nicht zu glauben.

    Laß stecken.

    @Hal

    Bismarck war ein selten großer Künstler (des Möglichen) im selben Jahrhundert wie Talleyrand und diesem ebenbürtig. Wo ist dieser Geist heute?
    Aber wenn man Futter für Quatsch braucht, findet man das sicher ganz schnell auch bei ihnen – es braucht nur ein bißchen Aktivquark.

  38. #38 von Hal am 15. Oktober 2016 - 14:25

    @schiffmo

    Im Grunde sind wir uns wohl einig.

    Wer ist der kleine Mann? Was ist das Prekariat? Wer lebt an der Armutsgrenze?

    Es ist eine Gruppe von Menschen die Statistisch erfasst werden kann und mit Hilfe von sozialen Indikatoren kann ein durchschnittlicher kleiner Mann errechnet werden, es mag sogar eine Klara Schmidt oder einen Michael Müller geben dessen Lebensumstände somit beschrieben werden.

    Deshalb ist es um so wichtiger, klarzumachen, dass die rechten Parteien keineswegs die Ursachen der Benachteiligung reduzieren, sondern neue Benachteiligungen schaffen und die bestehenden Benachteiligungen eher noch verfestigen. Wäre ja auch dumm, der eigenen Existenzberechtigung entgegenzuwirken.

    Wenn Du Dir das Parteiprogramm der AfD durchliest, wirst Du so allerhand neoliberalen Wahnsinn finden. Die sind ungefähr so Sozial wie die Nationalsozialisten es waren, also sehr national.

    Mit der Wiedervereinigung verpassten wir eine historische Chance eine neue, bessere und weitaus demokratischere Verfassung zu Schreiben – mit den kryptofaschistischen Mief Adenauers aufzuräumen. Wie hieß noch der Kapitän der wiedervereinigten Titanic, und steuert sein Mädel nicht den selben Kurs?

    Wir mögen mit Verachtung und Abscheu den amerikanischen Wahlkampf beobachten, aber haben wir eigentlich noch eine andere Wahl als zwischen SPD-Neoliberal, CDU-Neoliberal und Alternative-hoch-2-Neoliberal, wobei sämtliche dieser Parteien von Christen unterwandert sind und deren Parteivorstände von denen kontrolliert werden. Soviel zum sozialen Engagement der Polit-Christen, es scheint als ob sie mehr Leid und Verzweiflung schaffen wollten. Lieber Waffen an Saudistan liefern, als als Kindern eine anständige Schulbildung zu ermöglichen.

    Wir leben in einer postdemokratischen Gesellschaft und keiner scheint eine so große Gruppe wie die Konfessionsfreien und/oder sozial humanistisch Denkende vertreten zu wollen.

    Ich frage mich ob wir nicht die technischen Möglichkeiten haben etwas besseres als repräsentative Demokratie mit Parteienfilz und Lobbyismus (legale Korruption!) zu entwickeln. Es scheint eine Tatsache zu sein, dass sich ausschließlich ungeeignete Machtmenschen sich im gegenwärtigen System durchsetzen können, intrigante Parteipamper mit Sitzfleisch und so dicker Haut wie Schädel.

    @namsawam

    Ich bin Deinen Rat gefolgt und lese jetzt Goethes Fuchs zum ersten mal. Es ist ein Vergnügen, aber leider nicht auf Papier.

    http://gutenberg.spiegel.de/buch/reineke-fuchs-3681/2

  39. #39 von namsawam am 15. Oktober 2016 - 14:46

    … und leider auch ohne die Illustrationen, aber schau mal:

    https://www.amazon.de/Reineke-Fuchs-Johann-Wolfgang-Goethe/dp/B001D53Q3E/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1476535245&sr=1-2&keywords=goethe++reineke++fuchs+Kaulbach

    Mit Empfehlungen – viel Freude wirst Du haben. Und Zynismus achten.

  40. #40 von namsawam am 15. Oktober 2016 - 14:49

    @Charlie

    Kann ich vorher erkennen / wissen, ob ein Link eine Freischaltung braucht?

  41. #41 von namsawam am 15. Oktober 2016 - 14:53

    @Hal

    [Zu meiner #39: (Dein Kommentar muss noch freigeschaltet werden.) Daher hier erstmal mit deaktiviertem Link.]

    … und leider auch ohne die Illustrationen, aber schau mal:

    [https://www.amazon.de/Reineke-Fuchs-Johann-Wolfgang-Goethe/dp/B001D53Q3E/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1476535245&sr=1-2&keywords=goethe++reineke++fuchs+Kaulbach

    Mit Empfehlungen – viel Freude wirst Du haben. Und Zynismus achten.

  42. #42 von Charlie am 15. Oktober 2016 - 18:21

    @namsawam

    Mehr als ein Link und gewisse Seiten wie amazon.

  43. #43 von namsawam am 15. Oktober 2016 - 18:24

    Danke.

  44. #44 von schiffmo am 17. Oktober 2016 - 10:39

    @namsawam: Ich weiß, wie man Regeln formuliert und liest, und Du hast eine zitiert, und noch „Atatürks Gesetz“ genannt.
    Alles, was Du machst, ist, diese Regel auszulegen, es gibt Menschen, die das „Exegese“ nennen.
    „Das sollte man jedem Burka-Befürworter ins Postfach legen (bündelweise).“ finde ich tendenziös – An dieser Stelle wissen wir noch nicht, was ein „Burka-Befürworter“ sein soll. Mittlerweile wissen wir, dass es sich für Dich um den „harten Kern“ der Verbotsgegner handelt – was nicht allzu scharf definiert ist.

    Mir vorzuwerfen, ich würde hier die Logik überstrapazieren und Stellungnahmen zu teils abseitigen Dingen abzuverlangen, ist ein starkes Stück, wenn Du selbst zu Rückfragen zum Thema so zurückhaltend bleibst.

    Welcher Teil des (umfassenden) Werk Kleists steht Deiner Meinung nach in direktem Zusammenhang mit dem von Dir so genannten „Atatürks Gesetz“ (siehe Deine #16)? Soll etwa Atatürk der Gerichtsrat Walter sein? Was soll es, mir zu unterstellen, ich würde kein Wort von Kleist verstehen?