IS-Rekruten sind besser gebildet

Rekruten für die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) sind laut einer neuen Studie der Weltbank in der Regel gebildeter als der Durchschnitt ihrer jeweiligen Landsleute.

[http://science.orf.at/stories/2801514/

Advertisements
  1. #1 von Noch ein Fragender am 7. Oktober 2016 - 09:56

    Bildung und Aufklärung sind nicht dasselbe.

  2. #2 von deradmiral am 7. Oktober 2016 - 10:21

    Damit zerplatzt das regressiv linke Märchen, das der IS sich aus den untersten Schichten einer Gesellschaft rekrutiert. Das Problem ist die Religion, nicht die Klassengesellschaft.

  3. #3 von Skydaddy am 7. Oktober 2016 - 11:07

    Guter Kommentar von Volker Dittmar bei Facebook, den ich hier mal ungefragt weitergebe (Hervorhebung von mir):

    Bildung im Sinne von Wissenserwerb alleine genügt nicht. Zur Bildung gehören auch Fragen nach dem, was Vernunft eigentlich ist, wie man ideologische Voreingenommenheit vermeidet, wie man mit Denkfehlern umgeht. Das wird an den Schulen kaum vermittelt.

    Die Folgen: Impfgegner, Verschwörungstheoretiker, religiöse Fundamentalisten und andere Obskurantisten bedienen sich der Bildung, ohne dass ihnen Stolpersteine in den Weg gelegt werden.

    Fundamentalismus aller Art ist oft in sich logischer als die emotional weichgespülten Wohlfühl-Formen der Religion. Ihre Grundlagen sind hingegen gleich, deswegen bietet eine moderate Religion auch keinen Schutz gegen Fundamentalismus, im Gegenteil: Man kann mit Inkonsequenz im Denken nicht die relativ gesehen konsequenteren Formen bekämpfen. Man muss die Fundamente bekämpfen, das Übel an der Wurzel packen – und da sind liberale Religionsformen kein Mittel, sondern Teil des Problems. Sie liefern die Infrastruktur für die Radikalen, sowohl in ideologischer Hinsicht als auch in materieller Hinsicht. Die Moscheen, in denen Hetzprediger die Jugend manipulieren, werden von den friedlichen und liberalen Muslimen finanziert, die ihre Jugend darauf vorbereiten, später Opfer radikaler Strategien zu werden.

    Wenn Liberale versuchen, sich dieser Verantwortung zu entziehen, dann muss man das kritisieren: Ihr Denken ist die Basis des radikalen Dschihadismus – die Radikalen sind nur konsequenter, im Denken wie auch im Handeln. Es ist die liberale Version, die den Radikalismus überhaupt erst möglich macht, und mit denselben Denkfehlern kann man das Denken der Fundamentalisten nicht kritisieren.

    Nicht der Fundamentalismus ist das Problem, sondern das Fundament.

  4. #4 von dezer.de am 7. Oktober 2016 - 16:10

    Die haben aus einem Dokument von über 22000 Rekruten 331 rausgepickt und daraus eine „Studie“ gebastelt? Okay…. Und diese Auswahl hat wie stattgefunden?

    Es waren wohl 3800 nicht 331. Hier wurde falsch abgeschrieben, denke ich.

    @Skaydaddy: “ Zur Bildung gehören auch Fragen nach dem, was Vernunft eigentlich ist, wie man ideologische Voreingenommenheit vermeidet, wie man mit Denkfehlern umgeht.“

    Deshalb bleibe ich bei dieser Studie auch skeptisch.

    „Foreign recruits from the Middle East, North Africa and South and East Asia are significantly more educated than what is typical in their region,“

    Regionen in der der typische Bildungsstand von je her unterirdisch ist.

    hier der Link zur Studie: http://documents.worldbank.org/curated/en/409591474983005625/pdf/108525-REVISED-PUBLIC.pdf

    Seite 15. ein Drittel hat nur die Grundschule besucht oder garkeine Schule, Ein Viertel hat einen Hochschulabschluss. Der Rest hat die Sekundarstufe absolviert.

  5. #5 von omnibus56 am 7. Oktober 2016 - 17:03

    ‚Ausbildung‘ ist nicht ‚Bildung‘! Auch dann nicht wenn die Ausbildung an einer Hochschule erfolgt. Nicht umsonst gibt es den Begriff ‚Fachidiot’…