Der Streit um die Globuli

Seit Jahren tobt eine Auseinandersetzung über den Nutzen von Homöopathie. Was fasziniert Ärzte an der Homöopathie, dass sie diese in ihr Programm aufnehmen? Haben die Methoden, die sich Samuel Hahnemann vor 200 Jahren ausdachte, eine Berechtigung in Arztpraxen?

[http://www.deutschlandradiokultur.de/homoeopathie-der-streit-um-die-globuli.976.de.html?dram:article_id=367259

  1. #1 von Willie am 5. Oktober 2016 - 03:45

    „Homöopathie hilft bei allen Krankheiten, die keiner chirurgischen oder intensivmedizinischen Behandlung bedürfen. …

    Auf die Psyche, ja, und damit kann ein unterstütyender Placeboeffekt ausgelöst werden.

    Ein sorgfältig ausgewähltes homöopathisches Arzneimittel heilt schnell, sanft, sicher, nebenwirkungsfrei und dauerhaft auch schwere, akute und chronische Erkrankungen, wie Migräne, Neurodermitis, Asthma bronchiale, Colitis, Rheumatismus für die sonst nur Linderung, aber keine Heilung möglich ist. Dies gilt auch für akute Krankheiten bakterieller oder viraler Natur.“

    Wenn dem so wäre, dann dürfte es doch ein leichtes für diese Schwurbler sein, dort massenhaft Belege vorzulegen – besonders wenn man diese Aussagen auch noch als schulmedizinische Ärztin tätigt, die chronische, sowie bakterielle oder virale Erkrankungen erkennen können muss. Gerade die chrinsiche Kranken die dort mit Homöopathie geheilt wurden, sollten doch daran Interesse zeigen umd Leidensgonnsen und Genossinnen zu helfen. Oder wird durch die H. auch der Egoismus ausgeprägter?

    An Arzneimittel werden besondere Anforderungen gestellt, festgelegt im Arzneimittelgesetz: Sie müssen eine klinische Prüfung bestehen, ihre Wirksamkeit muss nachgewiesen werden. Anforderungen, die an homöopathische Präparate gar nicht erst gestellt werden. Vielleicht ist das auch gar nicht nötig, denn für homöopathische Präparate wird ein Wirkstoff verdünnt. Homöopathen nennen das „potentieren“.

    Dieses „Vielleicht ist das auch gar nicht nötig“ ist breitgetretener Quark. Wenn dort Substanzen tätig werden sollen, auch wenn sie nur im nichtvorhandenem Wassergedächnis „vermehrt“ wurden, müssen sie evidenzbasierende Prüfungen bestehen. Es geht dabei ja nur scheinbar um das Medikament (Arzneimittel) selbst, das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Gesundheit des Menschen. Ein Medikament was keine Wirkung, aber auch nicht die erwartete Wirkung, erbringt wird nicht für die zu behandelnde Krankheit des Menschen zugelassen.

  2. #2 von paul0f am 5. Oktober 2016 - 08:39

    Was fasziniert Ärzte an der Homöopathie, dass sie diese in ihr Programm aufnehmen?

    Nennen wir das Kind doch beim Namen: Die zu erwartenden Mehreinnahmen bei verhältnismässig geringem Aufwand.
    Irwie müssen ja die Ferienwohnung, der Porsche und die Golfclubbeiträge finanziert werden.^^

  3. #3 von Veria am 5. Oktober 2016 - 09:37

    Wann immer es um Globuli geht – die Verhütungsglobuli: http://www.der-postillon.com/2014/05/hersteller-fur-alternativmedizin-bringt.html

  4. #4 von omnibus56 am 5. Oktober 2016 - 12:33

    Frage an Radio Eriwan: „Helfen Globuli gegen Bakterien und Viren?“
    Antwort: „Im Prinzip, ja. Aber man muss die Bakterien und Viren auch mit den Globuli treffen.“

  5. #5 von klauswerner am 5. Oktober 2016 - 14:28

    „Was fasziniert Ärzte an der Homöopathie, dass sie diese in ihr Programm aufnehmen?“

    Die völlig risikofreie zusätzliche Einnahmequelle, bei der man sich noch nicht mal mit dem Paptienten auseinander setzen muss – die kommen von alleine und wollen das Zeug!