AfD in Sachsen-Anhalt: Staatsleistungen an Kirchen kürzen

Für eine Kürzung der Zahlungen an die Kirchen in Sachsen-Anhalt hat sich der AfD-Landtagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt (Magdeburg) ausgesprochen. „Wir wollen mit den Kirchen ins Gespräch kommen, um die Staatsleistungen nach und nach abzuwickeln“, sagte der 25-jährige Politiker der Mitteldeutschen Zeitung.

weiterlesen:

[http://www.kath.net/news/56925

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  1. #1 von Friedensgrenze am 2. Oktober 2016 - 11:38

    Die Kirchennähe der AfD zeigt sich darin, daß von „kürzen“ der Staatsleistungen gesprochen wird. Das ist durchaus Kirchenposition. Eine Streichung aller Zahlungen von Staatsleistungen ist nötig.

  2. #2 von manglaubtesnicht am 2. Oktober 2016 - 15:41

    Die meisten religiösen AfD’ler sind in evangelikalen Freikirchen engagiert. Die bekommen keine Staatsleistungen.

    EKD und RKK sind aus Pegida-Sicht wahrscheinlich „Lü! Gen! Kir! Chen!“

  3. #3 von Noch ein Fragender am 2. Oktober 2016 - 17:41

    Die Amtskirchen lassen sich zur Zeit (noch?) nicht vor den rechtpopulistischen Wagen spannen, deshalb wird jetzt eine säkulare Idee als Druckmittel instrumentalisiert.

    Warnung vor „falschen Freunden“: die aufklärerische Idee eines weltanschaulich-neutralen menschenrechtsbasierten Rechtsstaates hat mit Rechtspopulismus nichts zu tun.

  4. #4 von Fabian am 3. Oktober 2016 - 00:59

    Es ist immer bitter, wenn man einer Partei wie der AfD in einem Punkt zustimmen muss.
    Dennoch kann ich mich ja dahinter verstecken, dass hinter dieser Forderung keine Begründung steckt. Zu mindest wird keine genannt. Somit wird wohl @Noch Ein Fragender recht haben und es ist nur Populismus.

    Des Weiteren hat Steinhäuser recht, wenn er sagt, dass das der Bundestag klären müsste. Dieser weigert sich aber in Gänze das zu klären. So zuletzt 2013 als der Antrag der Linken Mehrheitlich angelehnt wurde.

    Womit er aber nicht recht hat ist, dass die Kirchen bereit dazu wären. Zum einen reagieren sie sonst immer pikiert, wenn man das Thema aufwirft, zum anderen können Sie gar keine Grundlage für eine Höhe der Einmalzahlung (die AfD will diese wohl ratenweise abstottern) nennen. Sie wissen offenbar selbst nicht, wie viel ihnen (angeblich) Enteignet wurden. Des Weiteren so zutun, dass sie erneut enteignet werden würden, vor allem nach solch einer langen und umfangreichen Entschädigung, zeigt wie ernst sie es tatsächlich meinen.

    Gruß
    Fabian

  5. #5 von Christian Mai am 3. Oktober 2016 - 06:54

    Die Grundlage der Staatsleistungen ist der Reichsdeputationshauptschluß (RDH) von 1803, der in Folge der Napoleonischen Kriege geschlossen wurde. Verschiedene linksrheinische Gebiete waren an Frankreich gefallen und das Heilige Römische Reich Deutscher Nation regelte darin Lasten und Pflichten. Die Säkularisation sah vor, dass es nun keine Verquickung von Staat und Kirche mehr gab und die Landesherren nicht mehr zugleich Bischöfe ihrer Landeskirchen mehr sein konnten.
    Im RDH wurde das alles detailliert geklärt, inklusive Finanzen. So steht in § 63:

    Die bisherige Religionsübung eines jeden Landes soll gegen Aufhebung und Kränkung aller Art geschützt seyn; insbesondere jeder Religion der Besitz und ungestörte Genuß ihres eigenthümlichen Kirchenguts, auch Schulfonds nach der Vorschrift des Westphälischen Friedens ungestört verbleiben; dem Landesherrn steht jedoch frei, andere Religionsverwandte zu dulden und ihnen den vollen Genuß bürgerlicher Rechte zu gestatten.
    Quelle: http://www.documentarchiv.de/nzjh/rdhs1803.html (zuletzt abgerufen am 3.10.2016)

    Kircheneigentum wurde also nicht angerührt. Zudem muss man sich vergegenwärtigen, dass es nur um die Fürstentümer der linksrheinischen Gebiete ging, die durch die verbleibenden rechtsrheinischen Fürstentümer entschädigt wurden. Dabei wurde auch geregelt, dass dem nun nicht mehr benötigten Kirchenpersonal eine Pension bis zu deren Tode bezahlt werde. Das sind die heute als Staatsleistungen bekannten Leistungen.
    Wie die Kirchen das hinbekommen haben, dass auch die Nachfolger bezahlt werden und nicht nur die Nachfolger aus den linksrheinischen Gebieten, sondern aus dem gesamten Reichsgebiet, ist mir rätselhaft.
    Wenn man jetzt noch bedenkt, dass das Heilige Römische Reich Deutscher Nation 1806 unterging und in über 1500 Fürstentümer zerfiel, die sich später dann in verschiedene Bünde zusammenfassten, bis dann endlich 1871 das Deutsche Reich gegründet wurde und wenn man dann bedenkt, dass die Bundesrepublik nicht Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches (2+4 Verträge) und schon gar nicht des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ist, so müsste man eigentlich zu dem Schluss kommen, dass die Kirchen die Staatsleistungen komplett zurückbezahlen müssten, weil zu Unrecht erhalten. Aber vielleicht vertagt man deshalb den aus der Weimarer Reichsverfassung übernommenen Abwicklungsauftrag von vor fast 100 Jahren.

  6. #6 von datko am 3. Oktober 2016 - 08:14

    Die beiden großen Kirchensteuerkirchen sind üble Ausbeuter der Menschen!

    Erfreulich: 2015 gab es bei uns nur noch 58 r.-k. Neupriester für den Gemeindedienst. Davon werden im Laufe der Jahre noch einige das Handtuch werfen und einige den Anforderungen der r.-k. Kirche nicht genügen.

    Die AfD ist eine respektable Partei. Mir gefällt auch ihr Vorgehen gegen den öffentlichen Rundfunk.

  7. #7 von Willie am 3. Oktober 2016 - 08:25

    @Fabian

    Dieser weigert sich aber in Gänze das zu klären. So zuletzt 2013 als der Antrag der Linken Mehrheitlich angelehnt wurde.

    Womit Du aufgezeigt hast, dass es kein AfD-Punkt ist, sondern man nur auf einen weiteren Zug mitauspringen will.

  8. #8 von Friedensgrenze am 3. Oktober 2016 - 08:38

    #5 Christian May

    Die Vorstellung, daß nicht der Staat den Kirchen ein Geld zahlen muss wenn die regelmäßigen Staatsleistungen aufhören, sondern die Kirchen von ihrem Milliardenvermögen Geld an den verschuldeten Staat zahlen müssen, gefällt mir.

    Ich habe mich schon schon gewundert warum die Kirche so eine satte Einmalzahlung nicht herbeiverhandelt. Die Furcht vor der Möglichkeit, selbst zur Kasse gebeten zu werden könnte ein Grund sein.

  9. #9 von Friedensgrenze am 3. Oktober 2016 - 08:45

    #5 Christian Mai

    Die Vorstellung, daß nicht der Staat den Kirchen ein Geld zahlen muss wenn die regelmäßigen Staatsleistungen aufhören, sondern die Kirchen von ihrem Milliardenvermögen Geld an den verschuldeten Staat zahlen müssen, gefällt mir.

    Ich habe mich schon schon gewundert warum die Kirche so eine satte Einmalzahlung nicht herbeiverhandelt. Die Furcht vor der Möglichkeit, selbst zur Kasse gebeten zu werden, könnte ein Grund sein.

  10. #10 von Fabian am 3. Oktober 2016 - 10:01

    @datko

    Die AfD ist eine respektable Partei.

    Offenbar ist der Begriff des Respektes ein ziemlich weit gefasster Begriff, sehr weit.

    Mir gefällt auch ihr Vorgehen gegen den öffentlichen Rundfunk.

    Nope. Der ÖR ist ganz anders begründet und rechtlich geregelt, als die Staatsleistungen.
    Dass beides über Staatsverträge geregelt ist, ändert daran wenig. Davon gibt es viele.
    Weiterhin liefert der ÖR einen Nutzen, im Gegensatz zu den Kirchen.
    In einer Welt nur mit RTL und Dudelfunk mag ich nicht leben. Dann würde ich gar kein deutsches Fernsehen mehr sehen oder Radio hören.

    Gruß
    Fabian

  11. #11 von datko am 3. Oktober 2016 - 14:55

    Zu Fabian 10:01
    Die AfD positioniert sich auch klar gegen den Islam. Da kann ihr keine andere Partei das Wasser reichen. CDU und CSU trauen sich jetzt im Windschatten der AfD auch kritisch zum Islam Stellung zu nehmen. Mittlerweile habe ich in Regensburg 3.800 Flyer „Rechtsstaat, nicht Scharia.“ in Briefkästen geworfen. Die Flyer kann man kostenlos vom Trägerverein: Zivile Koalition e.V. erhalten. AfD-nahe Kreise geben dafür viel Geld aus.

    Ich bin gerne bereit, für die AfD eine Lanze zu brechen.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph

  12. #12 von parksuender am 3. Oktober 2016 - 15:37

    @datko
    Selbst wenn man einige Punkte des Parteiprogramms der AfD befürworten kann – Mich wundert es dass Du als Atheist bei dieser Partei, die in Teilen ganz klar konservativ-christlich ist (bis hin zu fundamentalistischen Zügen), keine Bauchschmerzen bekommst.

  13. #13 von Charlie am 3. Oktober 2016 - 18:48

    @datko

    Die AfD ist eine respektable Partei. Mir gefällt auch ihr Vorgehen gegen den öffentlichen Rundfunk.

    Logisch, da der öffentlich-rechtliche Rundfunk regelmäßig die Schweinereien und Verlogenheit der Partei aufdeckt. Für die AfD ist die Presse eine System- und Lügenpresse und möchte daher den GEZ finanzierten und unabhängigen Rundfunk durch einen staatlich finanzierten Staatsfunk ersetzen und so erschafft sie eine echte System- und Lügenpresse. Realsatire.

  14. #14 von scipiommxii am 3. Oktober 2016 - 20:12

    „Die AfD positioniert sich auch klar gegen den Islam. Da kann ihr keine andere Partei das Wasser reichen.“

    Ich nenne jetzt mal zwei Parteien, die der AfD hier sehr wohl das Wasser reichen können: Republikaner und die NPD. (Ok, das war jetzt billig …)

    Viele Grüße (nota bene: keine deutschnationalen!) und süße Träume!

    Scipio, Klugscheißer und Spötter!

  15. #15 von Hinterfragerin am 3. Oktober 2016 - 20:48

    Ich erinnere mich, dass ihr hier mal einen Link zu den Positionen verschiedener Parteien zum Thema Religion & Staat hattet, als es um die Ba-Wü-Wahl ging, da hatte glaube ich der hpd angefragt? Interessanterweise waren es in diesem Kontext insbesondere AfD-Vertreter, die sich säkular-laizistisch äußerten, allerdings unter dem Vorbehalt, nicht für die Gesamtpartei zu sprechen.

    Ich denke, in der AfD gibt es ziemliche Grabenkämpfe, was bei einer so jungen Partei wohl fast normal ist: wirtschaftsliberal gegen eher sozial-staatlich, christlich-homophob-konservativ gegen eher laizistisch-säkular.

    Die AfD ist für mich insoweit eine respektable Partei, als sie zumindest was die Programme und offiziellen Positionen betrifft, sehr weitgehend klar auf dem Boden der FDGO steht. Man muss sie nicht mögen, um das anzuerkennen. Und sie vertritt, das muss man so sagen, Leute aus der Mitte der Gesellschaft, deren Positionen man anhören sollte und ernst nehmen sollte. Ich denke, es wäre gar nicht so schlecht, eine rechte Partei zu haben, die dennoch demokratisch orientiert ist, weil dies Menschen eine politische Heimat gibt, die sich aktuell nicht mehr repräsentiert fühlen, was ich für gefährlich halte. Man kann auf diese Weise miteinander im Gespräch bleiben. Dämonisierung hilft wenig, wenn man die Leute erreichen will.

    Bei alledem machen der offene Rechtspopulismus mancher Vertreter dieser Partei und mehr noch die sehr geschickte Form der Propaganda, die etwa Frau Petry betreibt, mir Sorge. Die geistige Brandstifterei, die diese Leute betreiben, vor allem die Angstmacherei, führt jetzt schon zu Gewalt (auch wenn die Parteivertreter diese offiziell ablehnen), und sie wird irgendwann die ersten Toten fordern.

    Meiner Ansicht nach, sollte man mit schärfster Kritik gegen diese Form der Demagogie angehen, ohne die Partei und insbesondere ihre Wählerinnen zu dämonisieren oder für Dinge zu kritisieren, die die Partei so gar nicht vertritt – was immer wieder geschieht. Oder sie aus dem politischen Diskurs auszugrenzen. Damit spielt man den Demagogen nur in die Hand.

  16. #16 von Fabian am 3. Oktober 2016 - 21:58

    @datko

    Die AfD positioniert sich auch klar gegen den Islam. Da kann ihr keine andere Partei das Wasser reichen.

    Genau das ist ja das Problem. Sie wendet sich
    a) gegen und
    b) selektiv den Islam.
    Was soll das heißen, sich „gegen den Islam“ zu wenden? Wie kann man sich gegen ein Abstraktum wenden?
    Nö, nö, man wendet sich gegen die Muslime. Des Weiteren betreibt man eben keine Religionskritik. Noch nicht einmal dann, als die beiden Großkirchen in der Mehrheit sich gegen die AfD gestellt haben. Daran ändern solche Retourkutschen auch nichts.
    Es geht nur selektiv gegen „den Islam“ und nun auch gegen die Kirchen, die das so nicht mitmachen wollen. Aber es geht nicht gegen das Christentum, Judentum, Buddhismus etc.
    Und man ist immer „gegen“. Es geht nicht darum für ein besseres und vernünftigeres Zusammenleben einzutreten, zum Beispiel auch in dem man religiösen Institutionen Rechte und Pfründe streicht, die ihnen in einer laizistischen Politik und säkularen Gesellschaft nicht zustehen. Es geht immer nur darum gegen sie zu kämpfen. Gegen die einen aus reiner Xenophobie, gegen die anderen aufgrund des Widerstandes gegen solche Bestrebungen.

    CDU und CSU trauen sich jetzt im Windschatten der AfD auch kritisch zum Islam Stellung zu nehmen.

    Nun ja, immer hin bereiteten sie jahrelang den Boden auf dem PEGIDA und AfD gedieh.
    Nun haben sie die Möglichkeit, mit der AfD als Druckmittel, solche Forderungen nun besser gegen die Zivilgesellschaft durchzusetzen.

    Mittlerweile habe ich in Regensburg 3.800 Flyer „Rechtsstaat, nicht Scharia.“ in Briefkästen geworfen.

    Ach, Du spamst da rum?
    Das ist ja genauso nervig und „sachlich“ wie Spam-Mails über Pillen für Penisvergrößerungen oder exorbitanten Gewinnen und ähnliches.

    Die Flyer kann man kostenlos vom Trägerverein: Zivile Koalition e.V. erhalten. AfD-nahe Kreise geben dafür viel Geld aus.

    Das wäre ja noch schöner wenn die Deppen das nicht selber bezahlen würden.

    Ich bin gerne bereit, für die AfD eine Lanze zu brechen.

    Tue Dir dabei nicht weh.

    Joachim Datko – Physiker, Philosoph

    Schönes Ad Verecundiam.

    Fabian Hoemcke
    Humanist

  17. #17 von frater mosses zu lobdenberg am 3. Oktober 2016 - 23:27

    @datko:

    Die AfD positioniert sich auch klar gegen den Islam. Da kann ihr keine andere Partei das Wasser reichen.

    Ein paar schon, von denen sind die meisten aber schon verboten. Eine davon hat auch noch den letzten Weltkrieg verloren.

    CDU und CSU trauen sich jetzt im Windschatten der AfD auch kritisch zum Islam Stellung zu nehmen.

    Du erinnerst Dich, wer alles plötzlich von Datenschutz und Internet faselte, als die Piraten vor ein paar Jahren kurz davor waren, in den Bundestag einzuziehen? Die selben Konservativen versuchen jetzt Eure Positionen zu besetzen, allen voran Seehofer, dessen politische Position aus Mir san mir!, der Lufthoheit über den Stammtischen und dem Dogma besteht, dass es rechts der CSU nichts mehr geben dürfe. Natürlich schwafelt der jetzt Euren geistigen Dünnpfiff nach, echte Argumente oder gar eine eigene Agenta hat er ja nicht.

    Mittlerweile habe ich in Regensburg 3.800 Flyer „Rechtsstaat, nicht Scharia.“ in Briefkästen geworfen.

    Lass Dich dabei nicht erwischen. Hier (Ladenburg, BaWü) hat einer Eurer Nasenbären seine ungefragt in den Briefkästen verteilten Pamphlete beim letzten Kommunalwahlkampf schon mal öffentlich zurückbekommen. Den Haufen Papierschnitzel auf dem Wahlstand fand er irgendwie nicht lustig – die Umstehenden dafür um so mehr.

    Die Flyer kann man kostenlos vom XXX

    Parteipropaganda hat hier nichts verloren.

    Ich bin gerne bereit, für die AfD eine Lanze zu brechen.

    Nur zu. Mit vernünftigen Argumenten habt Ihr Schnullernazis es ja nicht so.

  18. #18 von Christian Mai am 4. Oktober 2016 - 05:56

    Über die Verknüpfungen von AfD und Christentum kann man hier etwas lesen:
    [http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/putin-orban-und-afd-rechte-christen-finden-politische-heimat-14043650.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Interessant ist auch dieser Herr, der als Vordenker der AfD bezeichnet wird:
    [https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Kubitschek

    Was den Islam betrifft, so argumentiert man ja, dass dieser nicht verfassungskompatibel sei (AfD-Programm S. 48 f. [https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2016/05/2016-06-27_afd-grundsatzprogramm_web-version.pdf). Den Dekalog hat man offensichtlich dahingehend nicht überprüft (siehe auch Artikel ganz oben).

    Und es sieht auch so aus, dass es Verbindungen zwischen Identitärer Bewegung und AfD gibt.

    Insbesondere in dem letzten Absatz des kath-net Artikels zeigt sich doch auch die seit Jahrhunderten gepflegte (und sehr erfolgreiche) christliche Kirchtaktik: immer mit den Mächtigen und den vermeintlich zukünftigen Mächtigen kooperieren.

  19. #19 von dezer.de am 4. Oktober 2016 - 11:01

    Wenn wir das mit den Rundfunkgebühren nicht in den Griff bekommen wird das im Zusammenspiel mit Asylsuchenden den Untergang Deutschlands bedeuten.

  20. #20 von datko am 4. Oktober 2016 - 12:00

    Zu 3.10.16 – 15:37
    Zitat: “ @datko
    […] Mich wundert es dass Du als Atheist bei dieser Partei, die in Teilen ganz klar konservativ-christlich ist (bis hin zu fundamentalistischen Zügen), keine Bauchschmerzen bekommst.[…]

    Das Christentum steht in Deutschland auf verlorenem Posten. Das naturwissenschaftliche Weltbild, in den Schulen durch die MINT-Fächer vermittelt, hat sich durchgesetzt.

    Durch den massiven Zuzug von Menschen, die in islamischen Ländern sozialisiert wurden, ist es notwendig klar zu formulieren, dass der Islam eine Gefahr für die offene Gesellschaft ist. Anlässlich einer angemeldeten Straßenausstellung der Galerie für Kirchenkritik, von Herrn Sellinger, wollte uns ein Mohammedaner Vorschriften machen und verlangte penetrant das Abhängen von zwei Bildern. Die von Herrn Sellinger herbeigerufene Polizei erklärte ihm die Rechtslage. Das akzeptierte er zwar, konnte sich aber innerlich trotzdem nicht beruhigen.

  21. #21 von dezer.de am 4. Oktober 2016 - 14:08

    @datka: „Durch den massiven Zuzug von Menschen…“ massiv ist so schwammig

    Da ja alles relativ ist, müsste hier doch die Relation „Einheimischer je Zugezogener“ sein, richtig?

    Ab welcher Relation siehst du unsere „offene Gesellschaft“ denn tatsächlich in Gefahr?

    Diese aus dem Bauch gefühlte „Überfremdung“ ist mir einfach zu surreal. Zumal sie auch dort am stärksten scheint wo sie am wenigsten mit der tatsächlichen Realität zu tun hat.

  22. #22 von frater mosses zu lobdenberg am 4. Oktober 2016 - 15:29

    @datko:

    Das Christentum steht in Deutschland auf verlorenem Posten. Das naturwissenschaftliche Weltbild, in den Schulen durch die MINT-Fächer vermittelt, hat sich durchgesetzt.

    Soll das das gleiche Weltbild sein, das die Aluhutträger und xenophoben Verschwörungsschwurbler

    Durch den massiven Zuzug von Menschen,

    Welcher „massive Zuzug“? Letztes Jahr kam gerade mal ’ne Million Vertriebene, also einer pro ca. 80 Deutsche; dieses Jahr sind die Zahlen wegen der unmenschlichen und asozialen Abschottungspolitik an den Südgrenzen und unserer fortgesetzten Kooperation mit alten und neuen Diktatoren in Nordafrika und Türkei schon wieder deutlich geringer, zukünftig werden sie wohl weiter sinken.

    Massiv ist anders … massiv waren die 14 Millionen Flüchtliche, die bei vielleicht 70 Millionen Deutschen in einem gerade von den Nazis ausgeplünderten und von den Alliierten besiegten Deutschland Zuflucht suchten, also einer auf fünf. Bei einem Sechzehntel dieses Verhältnisses klemmt Ihr Feiglinge in einem immer noch sehr reichen Land den Schwanz ein? Schämt Euch!

    die in islamischen Ländern sozialisiert wurden, ist es notwendig klar zu formulieren, dass der Islam eine Gefahr für die offene Gesellschaft ist.

    Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die offene Gesellschaft ist eine Gefahr für den Islam, wie sie übrigens eine Gefahr für jede organisierte Religion und totalitäre Ideologie ist. Jede ernsthafte Studie zu Einwanderern (nicht nur islamischen) zeigt, dass Folgegenerationen sehr schnell weitgehend den lokalen Lebensstil übernehmen. Das wird auch hier passieren, falls wir die Reste unserer offenen Gesellschaft gegen aluhuttragende Schreihälse und rechte Angst- und Hassprediger verteidigen können.

    Anlässlich einer angemeldeten Straßenausstellung der Galerie für Kirchenkritik, von Herrn Sellinger, wollte uns ein Mohammedaner Vorschriften machen und verlangte penetrant das Abhängen von zwei Bildern. Die von Herrn Sellinger herbeigerufene Polizei erklärte ihm die Rechtslage. Das akzeptierte er zwar, konnte sich aber innerlich trotzdem nicht beruhigen.

    Na und, dann beruhigt er sich innerlich halt nicht. Er hält sich an geltendes Recht, also wo ist das Problem? Dass Herr Kirchenkritiker Sellinger selbst ein Problem mit Kritik an seiner Sache hat und deswegen gleich mal die Polizei rufen muss, zeigt im Gegenteil, dass er es auch nicht so mit der offenen Gesellschaft hat.

  23. #23 von frater mosses zu lobdenberg am 4. Oktober 2016 - 15:36

    Ergänzung zu #22:

    Soll das das gleiche Weltbild sein, das die Aluhutträger und xenophoben Verschwörungsschwurbler

    … auf den Straßen antreibt? Kann ich irgendwie nicht wirklich glauben.

    Ceterum censeo, Editierfunktionem esse optabilis!

  24. #24 von Gerry am 4. Oktober 2016 - 16:07

    Das naturwissenschaftliche Weltbild, in den Schulen durch die MINT-Fächer vermittelt, hat sich durchgesetzt.

    Und deswegen laufen so viele Leute zum Homöopathen und glauben, Sterne könnten irgendetwas über ihr Leben aussagen.
    Warum machen eigentlich Politiker immer noch Politik entsprechend ihrer Ideologie und nicht entsprechend den Fakten?

    Oder hab ich das mit dem naturwissenschaftlichen Weltbild jahrzehntelang falsch verstanden und es geht dabei um blinden Glauben?