Bischof Oster: ‚Ja, natürlich gibt es die Hölle‘

„Ja, natürlich gibt es die Hölle. Sie ist weniger ein Ort als ein Zustand der absoluten Entfernung von Gott.“ Dies erklärte der Passauer Bischof Stefan Oster (Foto) in einem Interview mit der Kirchenzeitung des Bistums Hildesheim. Der vor kurzem zum Jugendbischof der Deutschen Bischofskonferenenz ernannte Oster erinnerte dann in diesem Zusammenhang an Jesus, der vom Feuer gesprochen hatte. „Gott ist das Feuer der Liebe. Die Liebe Gottes berührt und verwandelt mich – wenn ich zulasse, davon berührt zu werden. Wenn ich mich nicht davon berühren lasse, sondern mich verweigere, kommt mir irgendwann das Feuer der Liebe Gottes gleichsam von außen entgegen.“ Gott nehme die Freiheit des Menschen so ernst, dass man durchaus sagen könne, dass man mit ihm nichts mehr zu haben möchte. „Dann sagt Gott irgendwann: Okay, dein Wille geschehe! Du wolltest das so. Dann bin ich im Zustand der absoluten Verlorenheit.“

weiterlesen:

[http://www.kath.net/news/56914

Advertisements
  1. #1 von Rene am 30. September 2016 - 10:09

    Glaubt dieser Typ wirklich, dass er mit seinem debilen Scheiß jemanden beeindruckt? Ich soll seinem Herrn begegnen? Sinngemäß drückt man sich so in der Schutzgeldbranche aus.

  2. #2 von Gerry am 30. September 2016 - 10:58

    Katholische Definition von „Freier Wille“:

    Klar kannst Du machen was Du willst. Wenn Du was machst was mir nicht gefällt bekommst halt hinterher aufs Maul!

  3. #3 von Yeti am 30. September 2016 - 12:02

    Die Komentare auf kathnet sind beängstigend. Ich möchte nicht mit solchen Leuten auf dem gleichen Planeten leben.

  4. #4 von Noch ein Fragender am 30. September 2016 - 12:17

    „Gott ist das Feuer der Liebe. Die Liebe Gottes berührt und verwandelt mich – wenn ich zulasse, davon berührt zu werden.

    Ich epfinde dies immer mehr als unecht und kitschig – dieses angeblich aus dem Jenseits kommende Liebesfeuer, ohne dessen Einwirkung man im „Zustand der absoluten Verlorenheit“ bleibt.

    Eine von natürlicher Empathie und Vernunft getragene Lebensweise, wie sie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zugrunde liegt, hat schon viel mehr Wohl für die Menschheit gebracht als die überspannten göttlichen Liebesfeuer aller Religionen zusammen.

    Artikel 1 (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte)

    Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

    https://www.amnesty.de/umleitung/1899/deu07/001

    P.S. Wenn Gott feurige Liebe wäre, müsste seine „Schöpfung“ anders aussehen.

  5. #5 von dezer.de am 30. September 2016 - 12:38

    „Sie ist weniger ein Ort als ein Zustand der absoluten Entfernung von Gott.“

    Das ist mir zu konkret, ich hätte es gerne noch schwammiger.

  6. #6 von dezer.de am 30. September 2016 - 12:44

    Kommentar auf kack.net:
    „Ja die Begegnung mit dem Herrn. Es gibt nichts Besseres als vom Herrn berührt zu werden.
    Johannes Hartl vom Gebetshaus in Augsburg will zuküntig jährlich 1000 junge Leute aus verschiedenen Ländern vor alllem in Gebet und Lobpreis ausbilden, damit sie hinausgehen und junge Leute mit Jesus berühren. So hoffnungsvoll!!! Ich freue mich wahnsinnig :-)“

    Ich kann ihren brennenden Wahnsinn, den sie für Gottes Liebe hält förmlich spüren.

  7. #7 von Charlie am 30. September 2016 - 12:53

    Wenn das nächste Mal ein Wischi-Waschi-Kathole meint, die Hölle gibt es nicht, reibe ich ihm das unter die Nase.

  8. #8 von Yeti am 30. September 2016 - 13:06

    @dezer:

    und junge Leute mit Jesus berühren

    Hört sich irgendwie schweinisch an.

    in Gebet und Lobpreis ausbilden

    M-(
    So viel vertane Zeit. Ich bin echt traurig.

  9. #9 von schiffmo am 30. September 2016 - 13:18

    Hört sich für mich an, als ob er noch was hypebischöfiges sagen wollte, und dass dabei was rausgekommen ist, das sich anhört, als ob er einen angefaulten, löchrigen Teppich verkaufen will. Schließlich war der Oster voll der Hypebischof, als anstand, dass er nach Passau kommt. Inzwischen haben viele begriffen, dass er sogar dach den Maßstäben des Kathovolks der Diözese konservativ ist, und ein knallharter Finanzverwalter. Der Oster-Hype ist mittlerweise ziemlich verebbt.

  10. #10 von Elvenpath am 30. September 2016 - 13:31

    Also, wenn ich in der Hölle lebe (da ich ja von „Gott“ entfernt bin), ist die Hölle ein ziemlich cooler Ort, an dem ich gerne bleibe.

  11. #11 von Gerry am 30. September 2016 - 13:56

    @ schiffmo

    Das sind ja mal gute Nachrichten.
    Weiß man schon ob das für höhere Austrittszahlen in der Diözese sorgt?

  12. #12 von schiffmo am 30. September 2016 - 14:24

    @Gerry: Höhere Austrittszahlen in der Diözese mit dem höchsten Katholikenanteil Deutschlands?
    Zahlen der dt. Bischofskonferenz, Bistum Passau:

    2015: A: 2707 K: 473784 W: 105
    2014: A: 2740 K: 477405 W: 96
    2013: A: 2028 K: 480885 W: 112
    2012: A: 1529 K: 483650 W: 125

    A: Austritte absolut, K: Gesmtzahl der Katholiken, W: Wiedereintritte

    Oster ist Bischof seit 2014. Was negatives (wie Austritte bremsen) bewirkt hat er in diese Richtung offensichtlich nicht. Aus unserer Sicht hat er aber auch noch einiges zu tun…
    Ich denke, dass des ruachade Verhalten der kath. Kirche allgemein in Bezug aufs Geld die Hauptrolle spielt, Beispiel Kirchen-Zinsertragssteuer, und Herr Oster als Teil dieses Verhaltens wahrgenommen wird. Die Zölibatsdebatte kürzlich hat zusätzlich dazu geführt, dass Oster mehr als konservativer Dogmatiker wahrgenommen wird, was seinem Hype sicher keinen neuen Auftrieb verliehen hat, eher im Gegenteil.

  13. #13 von Skydaddy am 30. September 2016 - 15:32

    Um mit der Entfernung von Gott zu drohen, müsste Gott überhaupt erst mal von einem nichtexistenten Gott unterscheidbar sein.

  14. #14 von Skydaddy am 30. September 2016 - 15:39

    Gottes Feuer der Liebe scheint irgendwie nur angenehm zu sein, wenn es von der richtigen Seite kommt. Der bekannte Kritikpunkt, dass Gottes „Liebe“ keine solche ist, sondern eher Eifersucht, und wehe, wenn man seine Liebe nicht erwidert, und Gott ein verrückter Stalker, wird von Oster nur in eine weitere dämliche Metapher gepackt.

    Ich nehme an, den Juden in den Konzentrationslagern schlug Gottes Liebe auch einfach nur von der falschen Seite entgegen …

  15. #15 von itna am 30. September 2016 - 21:51

    Entfernung von so einem perversen Psychopathen als Drohung?
    Eher das Gegenteil bei mir, je weiter weg, desto besser.

  16. #16 von Willie am 30. September 2016 - 21:58

    „Ja, natürlich gibt es die Hölle. Sie ist weniger ein Ort als ein Zustand der absoluten Entfernung von Gott.“

    Da man nicht gootfrei auf der Erde leben kann müsste dies ja das Paradies sein. 😉

    Zum Feuer: Da bekommt das Geschichtchen von Sodom und Gomorrah ja eine ganz andere Bedeutung. Dort wurden nicht Ungläubige vernichtet, Gott hat sie voller Liebe umarmt und all die Christen werden sich mit denen im sog. Paradies wiederfinden. 😉

  17. #17 von Noncredist am 1. Oktober 2016 - 16:15

    Oster erinnerte dann in diesem Zusammenhang an Jesus, der vom Feuer gesprochen hatte. „Gott ist das Feuer der Liebe. Die Liebe Gottes berührt und verwandelt mich – wenn ich zulasse, <<

    Abgesehen davon, dass einige Menschen keine Genehmigung zur „zugelassenen Wandlung“ erteilten – sie waren im Vorkrabbelalter – darf angesichts der unzähligen Prügelchristen, welche seit Jahrhunderten unerteilt zuschlugen, die Annahme der Existenz etwaiger zugelassener Feuerverwandlungen bezweifelt werden. Hier spielt sich eher das erwünschte Kopfkino eines Machthabers aus. Die „Berührung“, und ob man sie jemals „erfüllt“ hat, mag man von einer „Unberührung“ nicht unterscheiden. Es sei denn, ein spezialisierter Berührungsexperte Namens _______ (hier bitte den Namen eines jeweiligen Kirchenmannes einfügen) bestätigt mir die „wahre Berührung“. Natürlich „klar begründet“ durch eine offenbarte Schrift oder Wort, welches angeblich von weit weg her speziell für unsere Religion offenbart wurde. Nur für uns! Und der Rest hat es gefälligst von UNS zu lernen.

    Das ein jeweiliges Superberührungswesen es BIS ZUM HEUTIGEM TAGE nicht geschafft hat, Anders- und Ungläubige unisono zur „wahren“ Religion zu bekehren – und dafür NOCH IMMER „Geistliche“ (= irdische Machtapparate) benötigt, dürfte wohl ein unlösbares Rätsel bleiben.
    Diese Leistung ist für ein unendlich großes, voller Liebe platzendes und stets um uns liebvoll kümmerndes Wesen mit unbegrenzten Möglichkeiten ein wahrhaftlich erbärmliche Leistung sein. Alleine die von Menschen erdachten Menschenrechte haben in kürzester Zeit mehr Frieden geschafft, als zwei Jahrtausende voller Religion.

    Und nebenbei… ist dieses Feuer nicht das Feuer, in dem die „Ungläubigen“ HINEINGEWORFEN werden? Seit wann ist das „reinigende Feuer“, was seit Äonen Sinnbild für die extremste Form der „Reinigung“ war, plötzlich ein Ort der schönsten Liebe?

    Wenn ich mich nicht davon berühren lasse, sondern mich verweigere, kommt mir irgendwann das Feuer der Liebe Gottes gleichsam von außen entgegen.“ <<

    Die „wahren“ Gläubigen rösten also IM Feuer, während die Ungläubigen von Aussen kruspig-cross angebraten werden? Oder wie genau will der Herr es nun genau angerichtet haben?
    Oder ist die Liebe Gottes ein „schmerzloses“ Ereignis, frei von Feuer, Schwefel und Geschreie und man befindet sich mitten im Elend … spürt aber nichts. Während die Ungläubigen hingegen voller Gefühle draussen vor sich hinschreien? Voller Liebe von Liebe in der Liebe brandblasenfrei existierend, während die „Verweigerer“ BEWUSST zu ewigen Qualen totgebraten werden? VOLLER GEFÜHLE?

    Irgendwie sehr quer diese Denkweise. Das „Liebesfeuer“ eines Gottes, was zwar im Innerem liebt, aber von aussen eher schmerzt, ist wohl nur ein Produkt des Kopfkinos eines Bischofes. Ich bezweifle ernsthaft, dass dieser Mann mehr Wissen besitzt, als andere Menschen. Er ist genausowenig gestorben, in der Feuerliebe gewesen und wieder zurückgekommen, wie andere Menschen. Und dass das allmächtige Wesen sich lieber einem wahnwitzig kommunizierendem Pfaffen zuwendet, anstatt diese sehr sehr wichtige Erkenntnis der GESAMTEN MENSCHEIT ZUGLEICH zukommen lässt, ist auch sehr sehr unwahrscheinlich.

    Ergo … Kopfkino eines Menschenfleisch-Keksfressers 😉

    Gott nehme die Freiheit des Menschen so ernst, (…) <<

    Quelle bitte? Kann man dies überprüfen?

    „Dann sagt Gott irgendwann: Okay, dein Wille geschehe! Du wolltest das so. Dann bin ich im Zustand der absoluten Verlorenheit.“ <<

    Quelle bitte? Kann man dies überprüfen?

    Soll man nun tatsächlich der Meinung sein, dass man von einer brennenden Liebe „fortgeschubst“ werden würde, nur weil man davon „nichts wissen will“? Oder besser … weil die „Argumente“, die diese Göttergläubigen während der Lebzeit unisono vor sich hinbehaupteten, sich quer durch die Religionen widersprachen und Ungläubige ganz und gar nicht von der Existenz einer (!) Richtigkeit überzeugten, soll dieser jeweilige Gott nach dem Tode bewusst für die NICHT-Korrigierung etwaiger Falschbehauptungen entscheiden, keine Aufklärung betreiben und stattdessen SOFORT für die Erzeugung EWIGEN (!!) Leides entscheiden? Ehrlich? Muss ich dies tatsächlich glauben? 🙂

  18. #18 von 8tung am 2. Oktober 2016 - 20:28

    Ich habe Gott noch nie vermisst. Der ist mir sowas von gleichgültig.
    Das Geschwätz von der Hölle dient nur dazu, die Gläubigen mittels Angst einjagen bei „der Stange“ zu halten!