Wissenschaftler: Sex lässt Männer vermehrt an Gott glauben

An der Studie – veröffentlicht im Fachblatt „Social Cognitive and Affective Neuroscience“ – nahmen insgesamt 83 Männer teil. Die eine Gruppe bekam Oxytocin, die Vergleichsgruppe ein Placebo.

Die Hormon-geschwängerten Teilnehmer gaben signifikant häufiger an, dass Spiritualität in ihrem Leben eine Rolle spiele und ihnen Sinn gebe – unabhängig davon, ob sie einer Religion angehörten oder nicht. Zudem fühlten sich diese Männer eher mit anderen Lebewesen verbunden, als die Probanden aus der Placebo-Gruppe.

Aber das Oxytocin beeinflusste die Männer nicht gleichermaßen: Das Hormon verstärkte den Glauben nur bei denjenigen, die ein bestimmtes Gen in sich tragen. Und zwar das Gen „CD38“, das die Ausschüttung von Oxytocin im Gehirn reguliert.

weiterlesen:

[https://www.welt.de/kmpkt/article158399071/Sex-laesst-Maenner-vermehrt-an-Gott-glauben.html

  1. #1 von frater mosses zu lobdenberg am 28. September 2016 - 11:56

    Aha, ich hab’ dieses Gen dann also sicher nicht. 😉

  2. #2 von omnibus56 am 28. September 2016 - 12:00

    Ich habe wohl zu wenig Sex 😉

  3. #3 von Skydaddy am 28. September 2016 - 12:43

    Ist natürlich scheiße für Zölibatäre:

    Erst Keuschheit geloben, und dann mangels Sex ungläubig werden …

  4. #4 von Skydaddy am 28. September 2016 - 12:45

    Off-topic:

    Ist das wirklich die Website der Tageszeitung „Die Welt“? Ich weiß, die Adresse stimmt. Aber ein Bezug zur Tageszeitung ist nicht mehr zu erkennen und es sieht eher aus wie Springers Antwort auf die Huffington Post.

  5. #5 von Charlie am 28. September 2016 - 12:52

    Für Männer mit dem Gen glauben dann vermehrt an Gott und wenn sie durch Vernunft Atheist geworden sind, ist der Affekt dann weg??

  6. #6 von Skydaddy am 28. September 2016 - 12:53

    @Charlie:

    Jedenfalls ist der Sex dann besser – mangels Schuldgefühlen.

  7. #7 von Rene am 28. September 2016 - 12:56

    Lieber teuflisch gut als göttlich. „Oh mein Gott“ kann doch jede(r).

  8. #8 von Gerry am 28. September 2016 - 13:14

    @ Skydaddy

    Das nennt sich „Qualitätsmedium“.

    Im Prozess gegen Adblock Plus sagte der Anwalt von Springer:

    Das Kerngeschäft der Klägerin ist die Vermarktung von Werbung. Journalistische Inhalte sind das Vehikel, um die Aufmerksamkeit des Publikums für die werblichen Inhalte zu erreichen.

  9. #9 von dezer.de am 28. September 2016 - 13:39

    @Gerry: In postfaktischen Zeitungen geht es ja auh nicht mehr um Journalismus sondern um Storys. Die Welt macht es ganz gut vor.

  10. #10 von dezer.de am 28. September 2016 - 13:43

    Ich versuchs nochmal: „In postfaktischen Zeiten geht es ja auch nicht mehr um Journalismus sondern um das Verkaufen von Storys. Die Welt macht es ganz gut vor.“

  11. #11 von Elvenpath am 28. September 2016 - 15:31

    Nur, weil jemand beim Orgasmus „Oh, mein Gott!“ schreit, ist er/sie noch lange nicht gläubig.

  12. #12 von Jesinchen am 28. September 2016 - 17:17

    Also der zitierte Abschnitt gibt nicht das wieder, was die Überschrift suggeriert.
    Es ist davon die Rede das Oxytocin bei genetisch vorbelasteten Männern den Hang zur Spiritualität verstärkt, nicht den zum Gottglauben. Das ist ein gewaltiger Unterschied, so wie es in dem Abschnitt ja auch erwähnt wird („Die Hormon-geschwängerten Teilnehmer gaben signifikant häufiger an, dass Spiritualität in ihrem Leben eine Rolle spiele und ihnen Sinn gebe – unabhängig davon, ob sie einer Religion angehörten oder nicht.“)
    Religion und Glauben funktionieren auch wunderbar ohne Spiritualität, genauso wie man sein emotionales Bedürfnis nach Spiritualität nicht mit religiösen Märchen stillen muss.

  13. #13 von Skydaddy am 28. September 2016 - 17:53

    Ein Beleg mehr dafür, dass der Glaube an Gott nichts mit Fakten oder der Realität zu tun hat.

    Die Akzeptanz von Gravitation, Evolution usw. sind m.W. nicht von Hormonen abhängig.

  14. #14 von uwe hauptschueler am 28. September 2016 - 18:52

    Das Verbot des Masturbierens, des ausserehelichen und homosexuellen Geschlechtsverkehrs wäre demnach ein Eigentor.

  15. #15 von Michael am 28. September 2016 - 19:48

    …eher an Göttinnen, würde ich vermuten. träum 🙂

  16. #16 von Yeti am 28. September 2016 - 20:13

    @Michael:

    eher an Göttinnen

    Göttinnen sind genauso scheiße wie Götter. Glaub’s mir, ich war fast zehn Jahre mit einer zusammen. Gott und Göttin wären daran fast zerbrochen.

    „Oh mein Gott“ im – äh – Affekt ist aber völlig ok, finde ich. Man ist ja schließlich gerade nicht mehr so wirklich Herr seiner Sinne.

  17. #17 von user unknown am 29. September 2016 - 07:24

    Wenn ich bedenke, wie viel atheistischer ich wohl sein könnte!