Volkskirche raus aus den Köpfen!

Die großen Kirchen in Deutschland gefallen sich oft noch in der Pose der Mehrheitskirchen. Stefan Gärtner hinterfragt diese Mentalität der „Volkskirche“. Längst bröckeln die Mehrheiten und immer öfter finden sich die Kirchen als Minderheit wieder – für Gärtner ein Anlass, daran zu erinnern, dass Minderheiten auch als Produkte der Mehrheiten und ihrer Machtausübung entstehen.

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[http://www.feinschwarz.net/volkskirche-raus-aus-den-koepfen/

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  1. #1 von user unknown am 29. September 2016 - 11:00

    Die Kathedrale ist deren sichtbarer Mittelpunkt. Man trifft daneben auf City-, Kunst- und Jugendkirchen, Priesterseminare und Domherrenhäuser, Akademien und Klöster, theologische Fakultäten und konfessionelle Büchereien, Suppenküchen, Krankenhäuser, Schulen und Beratungsstellen. Der Kirchensteuer sei Dank. Doch obwohl die Konten vieler Bistümer und Landeskirchen voll sind, bleiben die Gotteshäuser leer.

    Zig Absätze später:

    Dass der Priestermangel in der katholischen Kirche durch den so genannten Gläubigenmangel bedingt wird, ist übrigens eine Fiktion. Es ist genau umgekehrt. Weil die Kirche die Zugangsvoraussetzungen für die Leitungsverantwortung in den Gemeinden nicht verändern will und darum immer größere Seelsorgeeinheiten schaffen muss, laufen ihr die Gläubigen weg. Wenn die Kirche vor Ort geschlossen wird, dann hat dies einen nachhaltigen Effekt auf die religiöse Teilhabe.

    Nicht logisch,

    Wäre dem so, dann wären die Kirchen doch dort, wo sie einen Pfaffen hinsetzen, der die Messe hält, voll.

    Die Gläubigen brechen weg, weil die Kirche langweilig ist und keine interessanten Fragen beantworten kann. Und mit den Gläubigen brechen auch die Priester weg. Ich weiß nicht, was das Vorzugsalter für den Kirchenaustritt ist. Aber ich schätze, dass der mittlere Pfarrer heute älter ist, als der mittlere Gläubige, einfach weil man unter 25 Jahren nur das letztere sein kann. Wieviele Priester wann in den Ruhestand gehen, das steht natürlich dieser Vermutung entgegen, aber zu meiner Zeit als Schäfchen war es so, dass noch uralte Pfaffen die Messe gehalten haben. Ich wusste damals gar nicht, dass Priester in Rente gehen dürfen und das auch tun. Als junger Mensch interessiert man sich auch wenig für Rente.