Pfarrer lässt Buddha-Statue vom Grab entfernen

Ein Buddha auf einem Grabstein im fränkischen Helmbrechts erregt derzeit die Gemüter: Ein Mann hatte die Statue auf dem Grab seiner Eltern abgestellt. Zu viel für den dort ansässigen Pfarrer, der die Statue als zu krassen Kontrast zum Christentum sah und sie entfernen ließ. Doch wie stehen die Pfarreien bei uns zu diesem Thema?

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[https://tegernseerstimme.de/ist-das-religion-oder-kann-das-weg/223548.html

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  1. #1 von frater mosses zu lobdenberg am 27. September 2016 - 15:25

    Nordostoberfranken ist halt protestantisches Kernland, da will man keinen entrückt lächelnden Dicken als Konkurrenz zum ausgemergelten Gefolterten.

  2. #2 von oheinfussel am 27. September 2016 - 18:28

    Das ist ganz schön scheiße – ehrlich

  3. #3 von omnibus56 am 27. September 2016 - 20:15

    Welche rechtliche Handhabe erlaubt dem Pfarrer, Veränderungen an Gräbern eigenmächtig vornehmen zu lassen/vorzunehmen?

  4. #4 von Yeti am 27. September 2016 - 20:20

    @omnibus:

    Welche rechtliche Handhabe

    Evtl. die Friedhofssatzung.

  5. #5 von Unechter Pole am 27. September 2016 - 20:50

    @omnibus
    Leider sogar Art. 8(4) Bayerisches BestG.

  6. #6 von Rene am 27. September 2016 - 21:22

    Pfarrer durch Buddha Statue entfernt.

  7. #7 von Deus Ex Machina am 28. September 2016 - 07:12

    Wie war das nochmal mit der Pluralität der Religionen und dem Respekt vor dem Glauben anderer?

  8. #8 von 8tung am 28. September 2016 - 16:18

    Der Pfarrer gehört angezeigt. Wegen Entwendung fremden Eigentums. In Deutschland herrscht Religionsfreiheit. Da kann jeder auf dem Grab seiner Angehörigen Religiöses draufstellen was er will.

  9. #9 von Fetzenfisch am 29. September 2016 - 08:27

    Diese Friedhofsatzungen sind ein echtes Ärgernis. Es gibt sogar Vorschriften welche Pflanzen und Blumen nur erlaubt sind und wie die Grabsteine aussehen müssen. Grauenhaft! Gut das Bremen den Friedhofszwang abgeschafft hat. Meine Asche lasse ich in meinem Garten verstreuen. Keine Pastoren, keine Grabpflege, keine scheußlichen Blumen!

  10. #10 von Siegrun am 29. September 2016 - 08:38

    @ Fetzenfisch: gibt es bei euch gar keinen Friedhofszwang mehr?

    In D bekommt man die Urne garnicht in die Hand, da musste man so einen Umgehungsvertrag machen und sich in der Schweiz einäschern lassen.
    Aus England kenne ich das, da kannste Opa’s asche auch auf den kaminsims stelen, wenn du magst.
    Das finde ich sehr gut.
    Ich sag‘ auch: ich will kein Grab für mich. verstreut mich auf einem Flugplatz (am besten einen militärischen, wo es schön laut ist) und gut ist’s.

    das ganze Brimborium ist echt üble Geldmacherei, das will ich meinen Hinterbleibenden nicht antun.
    Wenn noch Kohle übrig ist von mir, dann sollen sie ne ordentlich Party machen, das finde ich viel besser!

  11. #11 von Fetzenfisch am 29. September 2016 - 10:55

    In Bremen gilt die Regelung, das Du das vorher schriftlich festgehalten haben musst das Deine Asche verstreut werden soll. Das geht im eigenen Garten / Grundstück oder auf öffentlichem Grund nach Antrag. Es sollen demnächst spezielle Fläche bestimmt werden ,wo das ohne große Probleme möglich sein soll. Nachdem ich fast 10.000 für die Beerdigung meines Vaters losgeworden bin ( Mit Trauerfeier etc.) bekommen diese Aasgeier keinen unnötigen Cent mehr von mir.

  12. #12 von Siegrun am 29. September 2016 - 13:14

    @ Fetzenfisch #11: das verstehe ich, haben wir auch schon durch…daher auch meine Einstellung…aber schön, daß dieser Zwang endlich gelockert wird.