Nach Karikatur gegen den IS – Prominenter Autor in Jordanien erschossen

IS-Kämpfer bittet in Karikatur Gott um einen Drink

IS-Kämpfer bittet in Karikatur Gott um einen Drink

Der prominente Autor Hattar ist im jordanischen Amman ermordet worden. Die tödlichen Schüsse trafen ihn vor einem Gerichtsgebäude, in dem er sich wegen einer Karikatur, die gegen den IS gerichtet war, verantworten sollte.

(…)

Hattar wurde vorgeworfen, über soziale Netzwerke eine Karikatur weiterverbreitet zu haben, die von konservativen Geistlichen als beleidigend für Gott und den Islam eingestuft wird. Auch die Behörden sehen darin einen Gesetzesverstoß.

weiterlesen:

[https://www.tagesschau.de/ausland/jordanischer-journalist-erschossen-101.html

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  1. #1 von Unechter Pole am 26. September 2016 - 10:00

    Das hat nichts zu tun.

  2. #2 von Veria am 26. September 2016 - 12:51

    Ich hab die Übersetzung von der Karikatur gelesen und fand sie zum schießen … allerdings nur im übertragenen Sinn.

  3. #3 von dirk am 26. September 2016 - 13:11

    Der ermordete Journalist bezeichnete sich selbst als Atheist.

    http://accesswdun.com/article/2016/9/449861

    Bezüglich des Mörders:
    „…Jordanian media identified the shooter as an imam, or prayer leader, at a local mosque,…“

    Und eines geistigen Brandstifters:

    „“The prime minister was the first one who incited against Nahed when he ordered his arrest and put him on trial for sharing the cartoon, and that ignited the public against him and led to his killing,“ said Saad Hattar, a cousin of the writer.“

    Dazu fällt mir Merkel ein

    Was sagte Frau Merkel in ihrem Video-Podcast #29/2016
    24. September 2016.

    „… Insgesamt ist es natürlich so, dass das
    Sprichwort „Reisen bildet“ immer noch gilt, und gerade Aufenthalte im
    Ausland, auch vielleicht in etwas ferneren Regionen, helfen dazu natürlich,
    die Globalisierung besser zu verstehen, die Situation der Menschen in
    anderen Ländern besser zu verstehen. Deshalb ist es durchaus
    empfehlenswert, auch mal Erkundungen außerhalb unseres eigenen Landes
    zu machen.

    Deshalb kann ich nur jeden ermutigen, der in
    arabische Länder fährt, dass man sich einfach auch ein Stück weit mit der
    Geschichte und der Entwicklung dieser Länder beschäftigt und dabei ganz
    sicher immer wieder neue Erkenntnisse gewinnt. „

  4. #4 von dirk am 26. September 2016 - 13:12

    Das soll die englische Übersetzung der Karikatur sein sein.

    https://pbs.twimg.com/media/CtMpt_yWEAAPyaf.jpg:large

  5. #5 von paul0f am 26. September 2016 - 13:40

    Ehrlich gesagt – das Bild könnte man auch mit einem Papst, 2 Knaben im Bett und dem Christengott als Knecht machen. Die Message ist m.E. die selbe.^^

  6. #6 von dirk am 26. September 2016 - 14:13

    @ #5 von paul0f

    Die Message von Hattar beim verbreiten des Bildes war wohl das es Leute gibt die glauben das sie für ihre Morde ins Paradies kommen und dort von Allah hervorragend versorgt werden.

    Und eine Message welche der Imans mit seinem Mord an Hattar zeigte geht in die selbe Richtung.

    Das ist genauso wie die Veröffentlichung von Karikaturen welche Mohamed als gewalttätig zeigen und daraufhin Mohamed Gläubige andere Leute umbringen.

  7. #7 von paul0f am 26. September 2016 - 15:22

    Naja – genauso scheint es Priester zu geben, die „glauben“ trotz ihres Kindesmissbrauchs in den Himmel kommen und dort zur Freude ihrer Fantasiegestalt „leben“ zu können.

  8. #8 von schiffmo am 26. September 2016 - 15:59

    @dirk: Ich gehe von der englischen Übersetzung aus, arabisch kann ich (leider) nicht. Die Message ist doch, dass diese warlords selbstgerechte Potentaten sind, die Wasser predigen und Wein saufen. Sie arbeiten nur mit der Metapher des Paradieses. Das ist alles völlig identisch mit dem Christentum. Warum Du da jetzt zwangsweise die speziellen islamischen Eintrittstarife ins Paradies mit reinmischst, könnte ich nur mutmaßen.
    Dann noch @3: Dass Reisen und der Kontakt zur Bevölkerung fremder Länder bildet, ist und bleibt wahr. Dass es nicht so günstig ist, in Länder zu reisen, die in gewaltsamen Umbrüchen stecken, ist rallerdings auch klar. Seit wann tun die das aber? Es gab Zeiten, und auch die 90er waren solche, in denen war das Reisen in viele der nahöstlichen Länder überhaupt kein Problem, radikalisierte Islamisten so gut wie nicht vorhanden. Da kommt wieder Dein Merkelzitat ins Spiel: „Deshalb kann ich nur jeden ermutigen, der in arabische Länder fährt, dass man sich einfach auch ein Stück weit mit der Geschichte und der Entwicklung dieser Länder beschäftigt und dabei ganz sicher immer wieder neue Erkenntnisse gewinnt.“ Die erste Aufgabe wäre jetzt, zu untersuchen, was denn da, zum Beispiel, aber nicht nur, um 2000 rum so passiert ist, dass sich das so auffällig geändert hat, das wäre die Beschäftigung mit der alllerneuesten Geschichte. Historisch-kulturelle Bezüge und Entwicklungen aus den Jahrzehnten vorher zu betrachten, kann dabei auch hilfreich sein. Ich habe das nicht gemacht, und verlange das auch nicht von Dir.
    Trotzdem kann man zusammenfassend sagen:
    – Natürlich ist eine solche Beschäftigung mit der Geschichte und Entwicklung aufschlußreich und wichtig fürs Verständnis der aktuellen Zustände,
    – die aktuellen Zustände sind ein Schnappschuss. Es ist Aufgabe der Politik (nicht nur unserer), darauf hinzuwirken, dass sich die Gesamtlage bessert.
    – Eine Herangehensweise wie „alles durchgeknallte Kameltreiber, die sollen zuhause bleiben“ greift viel zu kurz und löst keine Probleme.
    Eine genaue Ursachenforschung ist hier genauso dienlich wie bei vielen anderen Problemstellungen, und Rahmensetzungen wie „… sollen zuhause bleiben“ sind nicht hilfreich, sondern hinderlich bei der Problemlösung und bei der Ursachenforschung.

  9. #9 von Monika am 26. September 2016 - 16:04

    Ich bin gerade etwas perplex, weil der IS-Kämpfer mit den zwei Schönheiten hundertpro so aussieht wie eine Karikatur aus dem Stürmer, nur mit anderer Kopfbedeckung…
    Den Mord finde ich selbstredend schrecklich, und sollten staatliche Stellen diesen Mord begünstigt haben, hat Jordanien ein Problem.

  10. #10 von Charlie am 26. September 2016 - 16:23

    Interessant ist jedoch, dass sich der Karikaturist wegen der Zeichnung vor Gericht, wegen Beleidigung des Islams, verantworten musste. Dabei trifft die Satire doch die IS-Terroristen, die ja bekanntlich nichts mit dem Islam zu tun haben, oder doch??

  11. #11 von dirk am 26. September 2016 - 16:28

    #8 von schiffmo

    Zitat schiffmo

    „Warum Du da jetzt zwangsweise die speziellen islamischen Eintrittstarife ins Paradies mit reinmischst, könnte ich nur mutmaßen.“

    Das ist doch offensichtlich der Herr welcher im Bett liegt hat einen mohammedanischen Bart und liegt mit zwei Frauen im Bett was weitaus mehr islamisch den christlich Vorstellungen entspricht.

    Desweiteren ist der Herr welche die Karikatur verbreitete ja auch ein Kritiker der Allahkrieger in Syrien. (Moderate gibt es laut US und englischen Geheimdiensten auf seiten der militärischen Opposition kaum und die Kurden kämpfen kaum militärisch gegen die Regierung Syriens und wurden von der Regierung mit Waffen versorgt und haben mit Regierungsanhängern gekämpft.)

    Übrigens bei der massenhaften Werbung welche die Allahkrieger in Syrien und deren Propagandaorganisation Weißhelme zur Zeit erfahren ist es sinnvoll mal etwas zu deren Ziele und direkten Unterstützer Israel, Katar, Saudi Arabien, USA Türkei, Kuweit zu erfahren.

    [http://www.ksta.de/politik/interview-mit-al-nusra-kommandeur–die-amerikaner-stehen-auf-unserer-seite–24802176

    „Unser Ziel ist der Sturz des diktatorischen Regimes, des Tyrannen-Regimes, des Regimes der Abtrünnigen. Unser Ziel ist auch die Durchführung von Eroberungen, wie sie [der große arabische Feldherr] Khaled Ben Al Walid gemacht hat. Erst in der Arabischen Welt und dann in Europa.““

    Zitat schiffmo

    „– Natürlich ist eine solche Beschäftigung mit der Geschichte und Entwicklung aufschlußreich und wichtig fürs Verständnis der aktuellen Zustände,“

    Das bemerkenswerte war ja dies aus dem Munde von Frau Merkel zu hören welche aktiv das Elend in Syrien fördert um eine politische Veränderung dort zu erreichen. Gepaart auch noch mit ihrem Hinweis Reisen, auch nach Arabien erwünscht, wo gestern in Jordanien ein Atheist ermordet wurde und die Regierung in vorher in den Knast steckte.

  12. #12 von Willie am 27. September 2016 - 03:34

    Unsre Monika weiß nicht was ein Dilledopp ist, oder dies über Suchseiten herausfinden, aber sie kennt die Karikaturen einer ehemaligen Natzi-Hetzzeitung.

  13. #13 von schiffmo am 27. September 2016 - 09:09

    @dirk: Natürlich ist dasoffensichtlich, aber nicht bemerkenswert. Eine Karrikatur arbeitet immer mit Stereotypen. Du findest es offensichtlich überraschend, dass die Stereotypen einer Karrikatur, die aus dem arabischen Raum kommt und für diesen gedacht ist, aus dem arabischen Raum kommen, und verbindest das mit irgendwelchen Meinungen über den arabischen Raum und über Parteien in einem gewaltsam ausgetragenen Konflikt. Das ist unsauber.
    Dann machst Du noch Aussagen darüber, was unsere Regierungschefin zu diesem Konflikt beiträgt. Dabei beziehst Du sehr eindeutig Stellung für eine Konfliktpartei.
    Das ist sehr unsauber.
    Du versäumst es, konkrete Fragen zu stellen. Eine solche wäre es gewesen, zu überlegen, ob es überhaupt eine gute Handlungsmöglichkeit ist, eine Konfliktpartei mit Waffen zu unterstützen. Eine andere wäre gewesen, sich zu überlegen, welche Möglichkeiten eine russische Regierung hat, und ihr ggf. deutlich zu machen, dass eine Nach-Bürgerkriegsordnung zwar das Weiterbestehen ihres Stützpunktes beinhaltete, aber ihr Einfluss ansonsten begrenzt bleiben muss.Ich denke, dass den Russen das sehr wichtig ist, und dass eine westliche Garantie für den Stützpunkt einiges an der Haltung Russlands verhandelbar machen könnte.
    Du versäumst es, festzustellen, dass internationales Recht gegen kämpfende Truppen schlicht nicht durchsetzbar ist, und dass mindestens zwei Seiten in diesem Bürgerkrieg eindeutig und planvoll (Vorsatz, ggf. Völkermord) Kriegsverbrechen begangen haben, da zählen die syrischen Regierungstruppen dazu.
    Eine Möglichkeit wäre gewesen, per UN in Syrien einzumarschieren und alle zu verhaften, die Dreck am Stecken haben. Das geht aber nur mit den Russen, denn die UN kann sich nicht mit diesem sehr mächtigen ihrer Mitglieder anlegen. Außerdem wird das sehr, sehr teuer, und sehr viele UN-Soldaten würden Leib und Leben riskieren.
    Du ignorierst beharrlich, dass „mit den Russen“ noch lange nicht heißen darf, dass die dabei die erste Geige spielen. Denn ich verspreche Dir, wenn das eintritt, bekommst Du alles, nur kein befriedetes Land, das wieder aufgebaut werden kann und in das Flüchtlinge zurückkehren können.

  14. #14 von Monika am 27. September 2016 - 10:08

    Willie, das haben wir in der Schule gehabt, was man nicht kennt, kann man nicht bekämpfen, aber Kreisel waren zu meiner Schulzeit schon ziemlich out.

  15. #15 von Siegrun am 27. September 2016 - 10:31

    Kreisel haben etwas immerwährendes…denn die physikalischen Gesetze gelten immer!

  16. #16 von Monika am 27. September 2016 - 12:32

    Und wo es Gesetze gibt, gibt es auch einen Gesetzgeber.

  17. #17 von schiffmo am 27. September 2016 - 12:48

    Monika, mußt Du echt bei jedem Thema was anbringen, das einfach nur komplett dumm ist?

  18. #18 von Monika am 27. September 2016 - 12:56

    schiffmo, warum ist was dumm? Oder sogar komplett dumm? Und dennoch einfach? Definier das bitte. Danke.
    Aber so, daß ich es verstehen kann! 😉 😉 😉

  19. #19 von dezer.de am 27. September 2016 - 13:50

    @Monika: „Und wo es Gesetze gibt, gibt es auch einen Gesetzgeber“ .

    Und wo es einen Gott gibt, gibt es auch einen Gotterschaffer.

  20. #20 von schiffmo am 27. September 2016 - 14:24

    @Monika: Denk mal ein wenig über Deine #16 nach. Du solltest draufkommen, dass Deine Aussage nichts als dumm ist.