Volker Kauder kritisiert Bericht zur Lage der Religionsfreiheit

So finde man „fast nichts“ darüber, dass weltweit mindestens 100 Millionen Christen verfolgt werden. Kein einziges Wort gebe über ihre Situation in Pakistan Auskunft. Auch die Erhebungen der christlichen Hilfsorganisation „Open Doors“ (Kelkheim bei Frankfurt am Main) zur Christenverfolgung weltweit würden nicht erwähnt.

weiterlesen:

[http://www.idea.de/politik/detail/volker-kauder-kritisiert-bericht-zur-lage-der-religionsfreiheit-98311.html

  1. #1 von oheinfussel am 24. September 2016 - 17:48

    Wird eigentlich irgendwo mal die Verfolgung von Atheisten dokumentiert?

  2. #2 von Unechter Pole am 24. September 2016 - 19:53

    Der Bericht ist die Christenverfolgung pur.

  3. #3 von Monika am 24. September 2016 - 21:08

    oheinfussel, das wäre eine sinnvolle Aufgabe für den Atheist Media Blog und die hier aktiven, oder?
    Die Leute bei Open Doors erwarten ja auch nicht, daß sich jemand anderes um ihre Glaubensgeschwister kümmert, sondern packen es selbst an.

  4. #4 von drawingwarrior am 25. September 2016 - 00:06

    In einem offiziellen Bericht der Bundsregierung zum Thema Verfolgung aus weltanschaulichen Gründen haben die Atheisten, die zum Teil aus das furchtbarste gefoltert werden genauso ihren Platz wie die Christen und jede andere verfolgte Gruppe.
    Wir hier auf dem AMB gehen auch gern einen Schritt weiter und nennen die Gründe für Verfolgung und zeigen Lösungswege auf.
    Einer dieser Wege lautet, an alle religiösen Fraktion gerichtet, beruhigt euch, es ist nur ein Buch und es handelt von einem Märchen.
    Man sollte in diesem Zusammenhang nich vergessen, wer hier von wem verfolgt wird.
    In der Regel verfolgen die Anhänger einer Religion die Anhänger einer anderen.
    Mir ist bis heute kein atheistisches Regime bekannt, dass Religionen unterdrückt.
    Nord- Korea ist kein atheistisches Land, da die Familie Kim sich in den Status von Gottheiten gehoben hat.
    Als Christ, Moslem oder Jude verstösst man bei der Verbreitung seiner Religion also nicht gegen den Atheismus, sondern gegen die Religion Kim.
    Dieses Regim ist so atheistisch wie die ägyptischen Pharaonen.
    Fakt ist, dass Menschen wie ich in Nord-Korea unter den gleichen Repressalien leiden wie Christen.
    Wer nicht für die Familie Kim ist, ist in dem Land unten durch.

  5. #5 von Willie am 25. September 2016 - 06:03

    Wie oft wird denn der Kauder als verfolgter Christ dort geführt?

  6. #6 von namsawam am 25. September 2016 - 10:32

    Weder Kauder noch sonst irgendjemand scheint vor diesem vorgestrigen Palaver die zugrunde liegende Drucksache 18/8740 auch nur „diagonal“ gelesen zu haben. So eine Diskussionsqualität erwartet man eben von allen Idioten.
    Abgesehen davon, daß in diesem 72-seitigen Dokument genau 30 mal (!) Bezug auf Pakistan genommen wird (und 141 mal auf „Christ“) – über Gewalt und Unterdrückung gegen alle größeren Religionsgemeinschaften, insbesondere der „christlichen“, wird eingehend und mit Quellenangabe berichtet. U.a. verschweigt Herr Kauder folgendes Kapitel (oder kennt es gar nicht):

    III.
    2.1. (Straf)rechtliche Sanktionen
    Staaten mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung sehen zum Teil drakonische Strafen für die öffentliche Abkehr vom Islam (Apostasie) vor, wie sie in der Regel, aber nicht ausschließlich, im Rahmen einer Konversion erfolgt (Todesstrafe z. B. in Afghanistan, Brunei, Iran, Jemen, Malediven, Mauretanien, Saudi-Arabien, Sudan, Vereinigte Arabische Emirate). Nimmt der Beklagte seine öffentliche Abkehr vom Islam zurück, kann die Strafverfolgung eingestellt bzw. das Strafmaß gemildert werden (so z. B. in Afghanistan, Brunei, Jemen, Mauretanien, Sudan). In einigen der genannten Länder sind Verurteilungen wegen Apostasie / Konversion seit Jahren aber nicht mehr bekannt geworden (z. B. Vereinigte Arabische Emirate). Wo Todesurteile ausgesprochen werden, wird ihre Vollstreckung zwar in der Regel verhindert, dennoch ist das Verfahren immer mit erheblichen Einschnitten für die betroffene Person und ihr Umfeld verbunden: sie reichen vom Zwang zur unmittelbaren Ausreise bis hin zur Feststellung einer „psychischen Erkrankung“. Auf Konvertiten und ihrem engeren Umfeld lastet damit ein immenser Druck. Außerdem werden Blasphemievorwürfe, zum Beispiel gegen Konvertiten oder „Apostaten“, immer wieder zum Anlass oder Vorwand für Mob-Gewalt oder Mordanschläge genommen, wie wiederholt in Pakistan vorgekommen, wo das Strafmaß für Blasphemie bis zur Todesstrafe reicht (Art. 295-C des Strafgesetzbuchs).

    Das und viele andere Beispiele zur Situation und Verfolgung (inkl. pogromartigen) durch Staaten mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung (wie Pakistan) unterschlägt der armselige Polemiker und Verdummer Kauder selbstverständlich, sozusagen in Kauderwelsch.

    Wer will schon nicht die eigene Klientel bei der Stange halten!
    Und auch klar, daß solch eine Mischpoke wie “ idea.de – das christliche Nachrichtenportal“ diese Auslassung gerne ungeprüft wiedergibt…

  7. #7 von namsawam am 25. September 2016 - 10:41

    … ach, übrigens achdufussel:
    In dieser Drucksache wird auf Atheisten (leider nicht Gottfreie) 20 mal Bezug genommen.
    Da sollte doch auch für Deine #1 etwas Dabeisein. I.Ü. lohnt sich das Lesen.

  8. #8 von dirk am 25. September 2016 - 12:44

    Der Kritiker der Islamkritiker Christian Röther hatte in mehreren Artikeln die Gefährlichkeit des Islams verharmlost.

    Circa zur selben Zeit als in diesem Blog ein Artikel von im verlinkt wurde, hatte in NY ein wütender sich verstärkt dem Islam zugewandter Muslim mehrere Sprengsätze gelegt wovon einer mehrere Menschen verletzte.

    Bei einer Islam Kritikerin hob Christian Röther hervor das sie selbst aussagt das sie davon ausgeht das Muslime ihr wegen ihrer Äußerungen etwas antun könnten, ohne zu erwähnen das dies aufgrund vergangener Taten gegen Islamkritikern und Drohungen gegen Islamkritikern auch von der Polizei genauso gesehen wird.

    Heute ist wieder ein Islamkritiker ermordet worden.

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/jordanien-islamkritischer-journalist-erschossen-14452260.html

  9. #9 von dirk am 25. September 2016 - 14:41

    Hier die „islamkritische“ Karikatur mit englischer Übersetzung welche in dem vorherigen faz Artikel erwähnt wurde.

    https://pbs.twimg.com/media/CtMpt_yWEAAPyaf.jpg:large

  10. #10 von dirk am 25. September 2016 - 19:02

    Der ermordete Journalist bezeichnete sich selbst als Atheist.

    http://accesswdun.com/article/2016/9/449861

    Bezüglich des Mörders:
    „…Jordanian media identified the shooter as an imam, or prayer leader, at a local mosque,…“

    Und eines geistigen Brandstifters:

    „“The prime minister was the first one who incited against Nahed when he ordered his arrest and put him on trial for sharing the cartoon, and that ignited the public against him and led to his killing,“ said Saad Hattar, a cousin of the writer.“

    Was sagte Frau Merkel in ihrem Video-Podcast #29/2016
    24. September 2016.

    „… Insgesamt ist es natürlich so, dass das
    Sprichwort „Reisen bildet“ immer noch gilt, und gerade Aufenthalte im
    Ausland, auch vielleicht in etwas ferneren Regionen, helfen dazu natürlich,
    die Globalisierung besser zu verstehen, die Situation der Menschen in
    anderen Ländern besser zu verstehen. Deshalb ist es durchaus
    empfehlenswert, auch mal Erkundungen außerhalb unseres eigenen Landes
    zu machen.

    Deshalb kann ich nur jeden ermutigen, der in
    arabische Länder fährt, dass man sich einfach auch ein Stück weit mit der
    Geschichte und der Entwicklung dieser Länder beschäftigt und dabei ganz
    sicher immer wieder neue Erkenntnisse gewinnt. „