Ausstellung: Widerstand gegen NS-Regime

„Gelebte Reformation zwischen Widerstand und Anpassung“ ist der Titel einer Ausstellung zur Barmer Theologischen Erklärung, die am Donnerstag im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover eröffnet worden ist.

(…)

Die am 31. Mai 1934 in Wuppertal-Barmen verabschiedete Barmer Theologische Erklärung gilt als zentrales Dokument des Kirchenkampfes in der NS-Zeit. Darin grenzten sich evangelische Christen von der Weltanschauung der Nationalsozialisten und von theologischen Irrlehren ab.

weiterlesen:

[http://www.jesus.de/blickpunkt/detailansicht/ansicht/ausstellung-zur-barmer-theologischen-erklaerung-eroeffnet206625.html

  1. #1 von oheinfussel am 24. September 2016 - 17:42

    Ja, es wimmelte nur so darin vor Widerstandskämpfern …. -.-

  2. #2 von Torchy am 24. September 2016 - 18:30

    Die Abgrenzung sollte eine rein innerkirchliche sein. Ein paar Christen waren mit dem nationalsozialistischen Kurs der DEK nicht einverstanden.
    Daher auch die schwammige theologisch-bibelexegetische Fachsprache und das völlige Fehlen jeglicher Kritik an der Judenverfolung.

    Bleibt am Ende wohl doch nur Bonhoeffer als einziges(!) Vorbild!

  3. #3 von stephancologne am 24. September 2016 - 21:38

    Wann kommt denn die Ausstellung „Ricardo und die Rattenlinie“?

    oder

    „Das beste aus den Hirtenbriefen nach dem Konkordat“?

  4. #4 von itna am 25. September 2016 - 09:55

    Im Dritten Reich gibt es 62,7% evangelische und 32,5% katholische Christen. Die Mörder, KZ-Schergen und Kriegsverbrecher sind “gute” Christen. Bei 10% NSDAP-Mitgliedern sind Priester und Lehrer zu 50% NSDAP Genossen. Die Oberhirten beider Amtskirchen loben das NAZI Regime in höchsten Tönen “In Hitler ist die Zeit erfüllt für das Deutsche Volk, denn durch Hitler ist Christus, Gott, der Helfer und Erlöser, unter uns mächtig geworden. Darum ist der Nationalsozialismus positives Christentum der Tat. Hitler ist jetzt der Weg des Geistes und Willens Gottes zur Christuskirche deutscher Nation” (EKD Präses Müller 1934).

    Kann ich gerne fortsetzen, falls es interessiert?.

  5. #5 von Monika am 25. September 2016 - 11:55

    Nicht jeder, dem als Kind mal ein paar Tropfen Wasser auf den Kopf geschüttet wurden, ist ein Christ, das muß ich euch doch nicht erst sagen. Und auch nicht jeder Amtsinhaber ist seines Amtes würdig.

  6. #6 von Elvenpath am 25. September 2016 - 14:08

    Natürlich hat es auch Christen gegeben, die sich gegen das Nazi-Regime gestellt haben. Aber der allergrößte Teil hat brav mitgemacht. Die Deutschen waren 1933 zu weit über 90% Christen. Wenn christlicher Glaube tatsächlich gegen solche Auswüchse helfen würde, hätte es das Dritte Reich und die Machtergreifung Hitlers nicht gegeben. Was seinen Anspruch („gut“ zu sein) angeht, hat der christliche Glaube komplett versagt. Und das ist kein Wunder, denn Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei Religionen immer weit auseinander.

    Und was die Judenverfolgung angeht, dürfen wir eines nicht vergessen: Die Juden waren viele Jahrhunderte lang die „bösen“, die „Jesusverräter“. Ohne den urchristlichen Judenhass wären Hitlers Machtergreifung und das Dritte Reich niemals möglich gewesen. Denn beides wurde nur durch das Feindbild „Jude“ möglich.
    Der Holocaust war der Gipfel der jahrhundertelangen christlichen Greueltaten.

  7. #7 von Torchy am 25. September 2016 - 15:27

    @Monika
    Wer oder was gibt ausgerechnet dir eigentlich die Autorität, die Macht und das Recht, zu bestimmen, wer Christ ist und wer nicht? Hast du die Deutungshoheit auf den Begriff? Wenn ja, was qualifiziert dich dazu und nicht die, die du vom Christentum ausschließen willst, welche andererseits dich ausschließen würden!
    Nur damit du das verstehst, das wirkt unheimlich arrogant auf mich!

    Und bevor du jetzt mit „Tu quoque“ kommst: Ich habe kein Problem damit, zuzugeben, dass Josef Stalin Atheist war. Aber mein Stil ist es auch nicht, mit „Ist kein richtiger blablabla“ zu argumentieren.

  8. #8 von Hal am 25. September 2016 - 16:50

    @Torchy

    Monika beantwortet solche Fragen nicht, sie weiß nur zu genau dass Ihre Antwort sofort auseinander genommen werden würde und unzählige weitere Fragen auf Ihr nieder prasseln würden.
    Keine Ahnung ob sie es selbst für eine Antwort hält, aber ihr calvinistischer/deterministischer Überpapi soll angeblich bestimmen wer Christ ist und wer nicht. Scheinbar hat sie einen heißen Draht zum übernatürlichen Register der echt wahren Christen und kann dieses sogar in Einzelfällen ganz genau mitteilen.

    Nehmen wir mal an es wäre wahr, so wäre sie die zweite Prophetin der Adventies (also 7 Tage Adventisten, nicht zu verwechseln mit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage). Ellen White wäre die Erste, jedoch waren Ihre Prophezeiungen des nahe bevorstehenden Weltuntergangs genau so Erfolgreich wie die des angeblichen Gottessohnes vor knapp 2000 Jahren und unzähliger anderer Apokalyptiker.
    Ob Jesus, Joseph Smith, Monika, Harold Camping oder andere echt wahre Christen, ihre Prophezeiungen haben eins gemeinsam, sie haben nachweislich keinen Bezug zur Realität. Bis jetzt hat Monika mWn keinen Weltuntergang vorhergesagt, aber ihre Behauptungen über die Christlichkeit von Gruppen oder Personen haben mMn prophetische Qualitäten und zusammen mit ihrer Unbescheidenheit ist es wohl nur eine Frage der Zeit. 😀

  9. #9 von uwe hauptschueler am 25. September 2016 - 19:03

    Roemer, 13:1 – Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet.
    Kann jemand, der gegen die von Gott verordnete Obrigkeit opponiert, Christ sein?

  10. #10 von Christian Mai am 26. September 2016 - 04:03

    Wir halten die Kräfte des Christentums unentbehrlich für den sittlichen Wiederaufstieg des deutschen Volkes
    Adolf Hitler

    http://www.dhm.de/lemo/bestand/objekt/97000251

  11. #11 von Monika am 26. September 2016 - 08:26

    Schon acht Leute sind für die Kindertaufe!

    Welche Art Atheisten seid ihr eigentlich???

  12. #12 von Monika am 26. September 2016 - 08:30

    Torchy, als Christ akzeptiere ich erstmal alle, die sich als Erwachsene und aus eigenem Entschluß haben taufen lassen.

  13. #13 von Torchy am 26. September 2016 - 13:37

    @Monika
    Das ist ja sehr nett und gönnerhaft von dir, hat aber nichts mit meinem Kommentar zu tun.

  14. #14 von Monika am 26. September 2016 - 15:58

    Torchy, dann weiß ich nicht, was die Frage sollte.

  15. #15 von schiffmo am 26. September 2016 - 16:16

    @Monika: Es ist ganz einfach. Deine Meinung, dass nur erwachsenengetaufte Menschen Christen sein könnten, ist nichts weiter als eine Einzelmeinung einer kleinen Randgruppe der Menschen, die sich als Christen bezeichnen. Auch die Gründe dieser Randgruppe sind genauso wie Deine persönlichen Gründe, das so zu sehen, sind die Gründe einer kleinen Randgruppe.
    Wie kommst Du drauf, bestimmte Atheisten wären für irgendeine Art von Taufe? Diese Tauferei ist für Atheisten nichts anderes als ein Ritus dieser Christen, der genauso heterogen gehhandhabt wird wie so ziemlich alles, was diese Christen sonst noch so tun.
    Heterogen ist ein sehr schwacher Ausdruck für den Zustand, dass diese Christen untereinander so stark über die Grundeigenschaften des Christseins uneinig sind, dass die Annahme tatsächlich nahe liegt, dass jeder Christ einzeln festlegt, was für ihn „christlich“ ist. Die Folge ist, dass „christlich“ alles und das Gegenteil von allem bedeuten kann.
    Dass Du für Dich beanspruchst, ein konsistentes eigenes Verständnis zu haben, was christlich sei, ist aus zwei Gründen nicht hilfreich:
    – Es ist ein Verständnis, das höchstens für eine kleine Randgruppe zutrift,
    – es ist nur ein Anspruch, ein Verständnis zu haben. Es kann kein Verständnis sein, da Du es noch nie auch nur irgendwie sinnstiftend beschrieben hast.
    Deine #14 erscheint mir sehr symptomatisch in dem Zusammenhang, und zwar so, dass die Ursache für Dein Nichtwissen ganz offensichtlich auf Deiner Seite liegt. Ich hab sehr gut verstanden, was Torchy wissen will.

  16. #16 von Monika am 26. September 2016 - 18:27

    Ich denke, viele Atheisten sind als Kinder getauft worden, das macht sie doch nicht zu Christen.
    Genauso waren die Deutschen, die Hitler unterstützt haben, meistens getauft, aber nicht immer Christen.
    Es ist also nicht korrekt, zu schreiben, das Millionen Christen Hitler unterstützt haben, anstatt zu schreiben, Millionen Deutsche. Natürlich gab es auch die „deutschen Christen“, die allerdings wohl kaum als „bibeltreu“ definiert werden können. Und dann gab es Leute wie die Lübecker Märtyrer und viel andere, die lieber ihr leben verloren haben, als sich Hitler zu unterwerfen. Womit klar ist, das man auch mit Kindertaufe Christ werden kann. Worauf ich hinauswollte, ist, das dazu eine eigene Entscheidung gehört, und nicht nur ein formaler akt, an den sich der täufling hinterher nicht einmal erinnern kann.
    Ich hoffe, jetzt ist es verständlicher ausgedrückt.
    Christsein ist immer eine aktive Entscheidung. Ein Antworten auf Gottes Ruf,

  17. #17 von schiffmo am 27. September 2016 - 08:50

    @Monika: Es ist abscheulich ausgedrückt. Nur ein minimaler Bruchteil der Deutschen war nicht christlich, und nur ein anderer minimaler, sich überschneidender, Bruchteil der Deutschen leistete Widerstand. Es ist also historisch und statistisch einwandfrei, zu behaupten, dass Millionen Christen Hitler unterstützt haben, denn eine überwiegende Mehrheit der Deutschen war Christen, das sind -zig Millionen, und von denen haben Millionen Hitler unterstützt, siehe zum Beispiel Mitgliederzahlen der NSDAP. Dafür, dass diese öfter als in der Gesamtbevölkerung keine Christen gewesen wären, gibt es keine vernünftigen Anhaltspunkte, geschweige denn Belege. Dass Du „Christsein“ für Dich privat anders definierst, spielt dabei überhaupt keine Rolle.
    Du hast nur neue, falsche Sachen geschrieben und gehst keineswegs darauf ein, dass es gänzlich inakzeptabel ist, Deine nicht ausgesprochene Definition des Christseins auf alle Christen anzuwenden. Denn Du sprichst erklärten Christen das Christsein ab, zum Beispiel öfter mal nicht genauer umschriebene Gruppen, die zur katholischen Kirche gehören, wenn nicht der ganzen, d.h. Du erkennst deren persönliche Entscheidung, Christ zu sein, nicht an, was eine mögliche Definition Deines „Christseinsbegriffs“ (ich bezweifle, dass Deine Vorstellung überhaupt ein Begriff im üblichen Sinne ist) nach der Eigensicht jedes Einzelnen, ob sie/er Christ ist, ausschließt.
    Es hilft Dir nicht weiter, wenn Du definierst „eigene Entscheidung und gleichzeitig Bibeltreue“, denn Bibeltreue ist nicht einhaltbar. Es wurde schon öfter anhand von Bibelstellen dargelegt, dass Du nicht bibeltreu bist, weil Du es nicht sein kannst. Es gäbe dann keine(n) einzige(n) Christin/-en.
    Was Du jeweils sagst, haben wir recht gut verstanden. Es ist einfach nicht konsistent und nicht sinnvoll.

  18. #18 von Kappa am 27. September 2016 - 13:11

    Dass zwischen 1933 und 1945 mehr als 90% der Deutschen Christen waren, hat nichts mit dem Christentum zu tun.
    Nur ein Bruchteil von denen waren „echte“ Christen (so wie z.B. eine Monika)
    Diese echten Christen haben ohne zu zögern und vollkommen uneigennützig ihr Leben gegeben, um gegen dieses menschenverachtende Regime, welches nichts mit dem Christentum zu tun hatte, aufzubegehren.
    Monika wehrt sich ganz in dieser Tradition gegen die geistigen Nachfolger dieser Zeit, die sich in diesem Forum tummeln und riskiert ihren heiligen A… dabei.
    Wo sind nur die guten alten Zeiten hin, als die wahren Christen noch an der Macht waren und es keiner Widerständler bedurfte ?

  19. #19 von Charlie am 27. September 2016 - 13:52

    @Kappa

    Danke für diesen ironischen Kommentar, war doch ironisch gemeint, oder?