Kritik an Privilegien der Amtskirchen

Der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, Michael Schmidt-Salomon, fordert eine stärkere Trennung von Staat und Religion. Er kritisierte die Privilegien der Amtskirchen, die dazu führten, dass auch Islamverbände vergleichbare Rechte forderten.

[http://www.deutschlandradiokultur.de/religion-und-staat-kritik-an-privilegien-der-amtskirchen.1008.de.html?dram:article_id=366501

  1. #1 von deradmiral am 23. September 2016 - 09:52

    Als ich in einer Runde mit Akademikern gestern die Anerkennung der Zeugen Jehovas als Religion in einigen Bundesländern angesprochen habe und der logischen Konsequenz der Einführung eines eigenen Religionsunterrichts, eines eigenen öffentlich finanzierten Theologie-Studiums, ein Konkordat, das die Bischöfe (haben die sowas?) der Zeugen Jehovas finanziert etc.

    Da gab es Entrüstung, dass so etwas nicht sein kann. Auf die Frage warum wurde gesagt, dass sie im Gegensatz zu den „Staatskirchen“ nicht enteignet worden seien (was ja für die Staatskirchen auch nicht stimmt, z.B. Katholiken in Brandenburg und Protestanten in Rheinland-Pfalz konnten gar nicht enteignetwerden).

    Dann wurde gesagt, dass es den beiden „alten“ Kirchen aus traditionellen Gründen zusteht. Aber nicht den „neuen“. Aber das haben die Kollegen dann auch eingesehen, dass das kein vernünftiger Grund sei.

    Insgesamt hat sie das Beispiel der Zeugen Jehovas ziemlich ratlos gemacht.

    Leider habe ich die Befürchtung, dass für sie das Thema damit gegessen ist. Wir werden wohl jeder Popel-Religion Privilegien zuschanzen müssen, bis der Haushalt bankrott ist und/oder jeder wegen Blasphemie verurteilt worden ist.

  2. #2 von Monika am 23. September 2016 - 10:42

    Deradmiral, Vermutlich beruht die evangelistische Kraftlosigkeit der Amtskirchen gerade auf dem Studium ihrer Theologen an staatlichen Universitäten – so blöd werden Jehovas Zeugen nicht sein, so etwas zu verlangen!

  3. #3 von deradmiral am 23. September 2016 - 10:45

    Meiner Meinung liegt die Kraftlosigkeit an ihrer Überdehnung durch Wischi-waschi-Christen und der Angst vor deren Austritt und der Angst vor dem Verlust von Privilegien. Sind sie zu radikal, verlieren sie Mitglieder. Und damit Macht und damit langfristig auch Geld.

  4. #4 von Monika am 23. September 2016 - 10:49

    Ja, da ist was dran!