Thomas de Maizière: „Wir haben die Bedeutung von Religion unterschätzt“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Rolle von Glaube und Religion in der Integrationsfrage betont. „Wir müssen erkennen, dass Religionen eine große Bedeutung haben und dass auch Religionsgemeinschaften eine große Verantwortung haben“, sagte de Maizière beim Zukunftskongress Migration und Integration in Berlin. Durch die vielen, oft sehr religiösen Flüchtlinge sei das Thema plötzlich wieder präsent. „Wir haben die Bedeutung von Religion unterschätzt, auch bei uns“, betonte der Minister.

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[https://www.welt.de/politik/deutschland/article158267521/Wir-haben-die-Bedeutung-von-Religion-unterschaetzt.html

 

  1. #1 von Elvenpath am 21. September 2016 - 17:42

    Was wir unterschätzt haben, ist nicht die Religion, sondern das Problem, des sich ausgegrenzt Fühlens.
    Wir tun uns noch immer schwer damit, Menschen, die nicht der allgemeinen „Norm“ entsprechen, als gleichwertig anzusehen. Besonders eklatant gilt das für Menschen aus anderen Kulturkreisen. Ein Inder, ein Türke, ein Chinese ein Afrikaner müssen immer noch mit Vorurteilen kämpfen.

  2. #2 von Yeti am 21. September 2016 - 19:22

    @Elvenpath: Zustimmung.

    Was mich mal interessieren würde, mit welchen Vorurteilen haben eigentlich westliche Einwanderer in die Türkei, China oder Afrika zu rechnen?

  3. #3 von Yeti am 21. September 2016 - 19:22

    s/rechnen/kämpfen

  4. #4 von Skydaddy am 21. September 2016 - 20:20

    @Yeti:

    Also wir westlichen Kaukasier (Weiße) sind in Asien wohl sehr angesehen, gerade Deutsche haben wohl einen guten Ruf, und gelten bei Frauen wohl als gute Partien. Man könnte das m.E. schon als „umgekehrte Diskriminierung“ bezeichnen. Speziell ich China fürchte ich allerdings, dass wir dort als naive Langnasen angesehen werden, die sich ausnehmen lassen.

  5. #5 von user unknown am 22. September 2016 - 01:21

    @Skydaddy:
    Auch wenn die amerikanische Einwanderungsbehörde diese Kategorie des Kaukasiers verwendet – das ist Bullshit.

  6. #6 von user unknown am 22. September 2016 - 01:28

    @Yeti:
    Menschenrechte sind keine Waren in einem Deal, den wir der Türkei bieten, weil die Türkei umgekehrt Christen oder Atheisten irgendwas bietet oder deutschen Einwanderern.

    Ich begreife meine bürgerlichen Freiheiten als eine Lebensqualität, die umso größer ist, je größer meine Freiheit ist, und je größer die Freiheit derer ist, die um mich herum leben.

    Schlimm, wenn andernorts weniger Freiheit herrscht, aber das Individuum als Geisel für seine Sippe, seine Glaubensgemeinschaft oder das Land, aus dem man stammt, zu nehmen, ist genau die Tyrannei, gegen die sich diese Freiheiten richten.